Mückenlarven in der Regentonne

Haben Sie schon einmal einen genaueren Blick in Ihre Regentonne geworfen? Bestimmt finden Sie dort unzählige Mückenlarven. Keine Sorge, das ist völlig normal. Denn die Weibchen legen ihre Eier an diesem Ort besonders gerne ab. Warum erfahren Sie auf dieser Seite. Ebenso erhalten Sie hilfreiche Tipps, wie Sie die Brut auf umweltfreundliche, biologische Weise los werden.

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Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Regentonne vor Mücken zu schützen

Warum gerade die Regentonne?

Mückenlarven können sich nur in Wassernähe gut entwickeln. Instinktiv wählen die Mücken Weibchen daher Nistplätze wie Pfützen, Gartenteiche oder ruhige Seen. Hauptsache, es herrscht keine Wasserbewegung. Da eine Regentonne häufig an einem geschützten Standort steht und im Sommer auch für lange Zeit kein Niederschlag fällt, finden die Tiere hier den optimalen Brutplatz.
An schwülen Sommertagen beträgt die Anzahl der gelegten Eier bis zu 100 Stück pro Tag. Zunächst bleiben die Larven ein paar Wochen unbemerkt unter der Wasseroberfläche. Dann aber steigen sie auf und werden zur lästigen Plage für jeden Gartenbesitzer. Doch es gibt Möglichkeiten, die Eiablage zu verhindern und die schlüpfende Brut im Notfall zu bekämpfen.

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Vorbeugende Maßnahmen

Möglichkeit 1

  1. Fliegennetz zuschneiden und über die Wasseroberfläche spannen.
  2. Fallrohr mit einbinden.
  3. Netz mit einer Schnur um der Tonne vor dem Wegwehen schützen.
  4. Zum Schutz zusätzliche Netze um das Fallrohr wickeln.

Ebenfalls könnten Sie Ihre Regentonne mit einem Deckel abdichten. Auch in diesem Fall müssen Sie das Fallrohr mittels einer schmalen Öffnung integrieren. Allerdings können Sie dann den Wasserstand nicht mehr kontrollieren.

Möglichkeit 2

Mücken brüten nur auf ruhigen Gewässern. Mit einem Filter zerstören Sie die Oberflächenspannung und machen den Nistplatz ungeeignet. Ebenso bringen Fische das Wasser in Bewegung. Dann können die Larven nicht an der Wasseroberfläche ausharren und ertrinken im Regenwasser.

Bekämpfung

  • Drei Esslöffel Pflanzenöl in die Regentonne geben.
  • Alternativ drei Esslöffel Spülmittel verwenden.
  • Biologische Abwehrmittel aus dem Fachhandel verwenden.

Hinweis: Die beiden erstgenannten Methoden sind zwar sehr kostengünstig, verschlechtern jedoch die Wasserqualität. Bei der Verwendung von Pflanzenöl, droht das Wasser ranzig zu werden. Zudem entsteht ein unangenehmer Geruch.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Lina Oliveros/Shutterstock

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