Mönchspfeffer vermehren – Aussaat oder lieber Stecklinge?

Wenn Sie günstig an einen neuen Strauch Mönchspfeffer kommen wollen, sollten Sie ihn selbst vermehren. Natürlich sind dabei Zeit und Geduld gefordert, denn das neue Gewächs fängt klein an und muss sich erst noch zur vollen Größe entwickeln. Das sind die ersten Schritte.

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Im Herbst können die Samen für die Vermehrung gesammelt werden

Samen als Quelle neuen Lebens

Bei guter Pflege verausgabt sich jeder Mönchspfeffer, wenn er im Sommer seine unzähligen Blüten treibt. Da gibt es kaum Ausnahmen! Im Herbst bilden sich in den Blüten kleine, braunschwarze Samen. Getrocknet erinnern sie an Pfefferkörner.

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Sie möchten weiteren Mönchspfeffer anbauen? Dann sammeln Sie die Samen ab Oktober und trockenen Sie sie gut, denn bis zur Aussaat können noch Monate vergehen. Nach der Trocknung müssen die Samen dunkel lagern.

Tipps

Samen des Mönchspfeffers haben heilende Wirkung auf Menschen und Tiere, sind daher vielfach im Handel zu finden. Naturbelassene, unverarbeitete Samen eignen sich auch gut für die Aussaat.

So klappt die Aussaat daheim

Es wird oft behauptet, dass die Samen dieses Strauchs nicht gut keimen. Lassen Sie sich davon nicht abschrecken, denn es gibt reichlich Erfahrungsberichte, die vom Gegenteil berichten. Sie können zudem die Chance auf neue Mönchspfeffer erhöhen, wenn Sie folgende Punkte beherzigen:

  • im Herbst oder Frühjahr säen
  • als „Reserve“ reichlich Samen aussäen
  • Samen zuvor in warmem Wasser 24 Stunden vorquellen
  • auf feuchter Anzuchterde verteilen
  • mit einer dünnen Erdschicht bedecken
  • leicht andrücken
  • Topf warm und hell stellen
  • bis zur Keimung gleichmäßig feucht halten

Die Keimung der Samen nimmt etwa 2 bis 4 Wochen in Anspruch. Sobald die Sämlinge ein paar Blätter gebildet haben, werden sie vereinzelt.

Stecklinge vom großen Strauch

Haben Sie Zugang zu einer erwachsenen Mönchspfeffer Pflanze? Dann bietet sich auch diese Vermehrungsmethode für Sie an. Es sein denn, Sie wünschen sich eine anders blühende Mönchspfeffer Sorte. Obwohl der Strauch winterhart ist, frieren seine oberirdischen Triebe häufig ab. Warten Sie den Neuaustrieb ab. Der Sommer ist ohnehin die beste Zeit für die Vermehrung mit Stecklingen.

  • halbreife bzw. grüne Stecklinge schneiden
  • im Wasserglas bewurzeln oder sofort in Erde stecken
  • warm und hell, aber absonnig stellen
  • Erde feucht halten
  • ggf. Plastiktüte drüber stülpen

Pflanzen Sie die Jungpflanze erst in den Garten, wenn sie sich kräftig entwickelt hat. Dort sollte sie einen sonnigen Standort bekommen.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: simona pavan/Shutterstock
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