Der Mönchspfeffer: Pflanzenporträt mit Pflegetipps

Der Mönchspfeffer (Keuschbaum), ist eine altbewährte Heilpflanze, über deren Kultur im Garten sich auch Bienen und Schmetterlinge freuen. Durch seine attraktiven Blütenrispen besitzt der Halbstrauch, der zudem pflegeleicht und langlebig ist, hohen Zierwert.

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Die Blüten des Mönchpfeffers sind bei Insekten sehr beliebt

Pflanzensteckbrief

Systematik

  • Botanischer Name: Vitex agnus-castus
  • Ordnung: Lamiales (Lippenblütlerartige)
  • Familie: Lamiaceae (Lippenblütler)
  • Gattung: Vitex
  • Art: Mönchspfeffer

Botanisches

  • Wuchs: Halbstrauch
  • Wuchsform: Aufrecht, buschig, ausladend
  • Wuchshöhe: 100 bis 300 Zentimeter
  • Hauptblütezeit: September und Oktober
  • Blüte: Rispenblüten
  • Blütenfarbe: Weiß, rosa, rot, violett, blau
  • Blätter: Schmal lanzettlich, aromatisch duftend
  • Früchte: Schwarze Beerenfrüchte

Besonderheiten

In Homers „Ilias“ wird der Mönchspfeffer als Symbol für die Keuschheit genannt und diente zur Abwehr des Bösen. In den mittelalterlichen Klöstern wurden die namensgebenden, Pfefferkörner stark ähnelnden Früchte eingenommen, damit es den Mönchen leichter fiel, sich an ihr Keuschheitsgelübde zu halten.

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Herkunft

Wild gedeiht der Mönchspfeffer vorwiegend im Mittelmeerraum und in Westasien. Er wächst hier vorwiegend in Küstennähe sowie an Flüssen.

Standort und Substrat

Mönchspfeffer liebt die Wärme. Setzen Sie den hübschen Strauch deshalb an einen vollsonnigen und geschützten Platz. Ausgesprochen wohlfühlt er sich vor einer, die Wärme des Tages speichernden, Hauswand oder Mauer.

Der Boden sollte alkalisch (pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5) und gut durchlässig sein.

Gießen und düngen

Der genügsame Halbstrauch kommt mit Trockenheit gut zurecht und muss nur in Phasen ohne jeglichen Niederschlag sowie im Jahr nach der Pflanzung gewässert werden. Gedüngt nur im Frühjahr mit vollreifem Kompost oder einem biologischen Düngemittel.

Winterschutz

Da der Mönchspfeffer nur bedingt winterhart ist, sollten Sie junge Pflanzen durch eine Mulchdecke im Wurzelbereich sowie ein Vlies vor tiefen Temperaturen schützen.

Rückschnitt

Mönchspfeffer muss nicht zurückgeschnitten werden. Entfernen Sie lediglich im Frühling alles Abgeblühte, noch bevor die Pflanze austreibt.

Krankheiten und Schädlinge

Der schwach giftige Mönchspfeffer wird von Ungeziefer und sogar Schnecken gemieden. Auch Krankheiten kommen so gut wie nie vor.

Tipps

Mönchspfeffer wirkt beruhigend und ausgleichend. Deshalb ist der gut erforschte Wirkstoff der Pflanze in vielen pflanzlichen Medikamenten gegen leichte Depressionen und Stimmungsschwankungen enthalten. Da die Präparate in der Regel über mehrere Monate eingenommen werden müssen, sollten Sie nach Rücksprache mit Arzt oder Apotheker auf standardisierte Arzneimittel zurückgreifen.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: David McManus/Shutterstock

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