Mönchspfeffer – sollen wir zur Schere greifen oder nicht?

Bei fast jeder Pflanze stellt sich die Frage, ob der Griff zur Schere Sinn macht oder gar Pflicht ist. Schönerer Wuchs und noch mehr Blüten sind die erklärten Ziele. Doch hat der Strauch namens Mönchspfeffer das überhaupt nötig? Und wenn ja, wie viel? Wir klären auf.

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Der Mönchspfeffer kann sehr groß werden, wenn sein Wuchs nicht eingeschränkt wird

Der minimalistische Schnitt

Viele Experten geben Tipps zur Kultivierung dieser Pflanzenart. Man sollte meinen, dass sich ihre Angaben in etwa decken. Doch wenn es ums Schneiden des Mönchspfeffers geht, sind durchaus unterschiedliche Empfehlungen zu lesen. Mag sein, dass jede ihre Berechtigung hat.

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Am wenigsten Aufwand macht es, wenn im Frühjahr nur die verblühten Triebe des Vorjahres entfernt werden. Solange sich der Busch gut entwickelt, ist nichts dagegen zu sagen. Es besteht jedoch das Risiko, das Mönchspfeffer vergreist und folglich seine Blühleistung zurückgeht. Dann muss der Strauch verjüngt werden, indem vergreiste Triebe bodennah entfernt werden.

Erfrorenes im Frühjahr entfernen

Es kann zudem jedes Jahr notwendig sein, einige erfrorene Zweige abzuschneiden. Dass in sehr kalten Wintern oberirdische Pflanzenteile erfrieren, kommt bei diesem Strauch öfter vor, denn er ist nur mäßig winterhart. Zum Glück treibt er aus der Basis wieder neu aus.

Kompakten Wuchs fördern

Gärtnereien, die Mönchspfeffer vermehren und zum Kauf anbieten, empfehlen jährlich einen kräftigen Rückschnitt vorzunehmen. Dabei ist es egal, ob die Pflanze in Gartenerde oder im Kübel wächst.

  • im Frühjahr schneiden
  • alle Triebe auf etwa 20 cm einkürzen
  • Pflanze treibt kompakt aus
  • die Blüten werden an neuen Trieben gebildet

Tipps

Machen Sie sich keine Sorgen, wenn sich der Mönchspfeffer mit dem Neuaustrieb Zeit lässt. Ist der Winter besonders rau gewesen, kann er damit sogar bis in den Juni hinein warten.

Größe “einschrumpfen”

Zuletzt kann auch die Größe des Strauchs seinem Besitzer Probleme bereiten. Denn ausgepflanzt kann Mönchspfeffer an einem guten Standort locker Höhen und Breiten von bis zu 3 m erreichen. Selbst im Topf wird er bis 1,5 m hoch. Wenn es notwendig ist, darf der Strauch im Frühjahr an Volumen verlieren.

Im Herbst müssen Kübelexemplare im Haus überwintern. Aus Platzgründen darf der Strauch auch zu diesem Zeitpunkt zurückgeschnitten werden.

Text: Daniela Freudenberg

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