Die Mittagsblume: Unter welchen Bedingungen ist sie winterhart?

In den Naturlandschaften Südafrikas und anderer afrikanischer Länder kommt die Mittagsblume (Delosperma) in felsigen Höhenlagen vor, in denen die Pflanze in der Regel auch mit großer Trockenheit zurechtkommt. Bei einer Pflege im Garten hängt die Wintertauglichkeit der Mittagsblumen von der jeweiligen Art und den Standortbedingungen ab.

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Grundsätzliche Standortbedingungen für Mittagsblumen

Abgesehen davon, dass es Arten der Mittagsblume mit jeweils besserer oder schlechterer Überwinterungsfähigkeit gibt, spielen diverse Standortfaktoren eine wichtige Rolle, wenn es um das Überwintern im Freiland geht. Mittagsblumen der Gattung Delosperma lieben möglichst vollsonnige Standorte, an denen ein guter Wasserabfluss durch das Substrat gewährleistet sein muss. Selbst für Delosperma-Arten, die Minusgrade im Freiland gut vertragen, kann winterliche Dauerfeuchtigkeit im Boden aufgrund der Fäulnisanfälligkeit der Mittagsblumen ein Todesurteil bedeuten.

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Winterharte Sorten der Mittagsblume

Während insbesondere relativ hoch wachsende Sorten der Mittagsblume mitunter nur in milden Weinbaulagen im Freiland zu überwintern sind, können die folgenden Arten hierzulande meist relativ gut im Garten durch den Winter gebracht werden:

  • Delosperma Red Fire
  • Delosperma Indian Summer
  • Delosperma Fire Spinner
  • Delosperma African Queen
  • Delosperma Golden Nugget

Schädlich können sich bei den Mittagsblumen sogenannte Kahlfröste oder ein zu nasses Substrat auswirken. Deshalb sollten Sie die Mittagsblumen einerseits nur an Standorten anpflanzen, an denen durch Sand- und Kiesbeimischung im Boden ein guter Wasserabfluss gewährleistet ist. Andererseits können Sie die Mittagsblumen aber auch mit einem entsprechenden Abdeckvlies vor zu viel winterlicher Nässe von oben schützen.

Mangelnd winterharte Mittagsblumen-Sorten überwintern

Kälteempfindliche und kurzlebige Sorten der Mittagsblume können mitunter trotzdem bis in die nächste Vegetationsperiode gerettet werden, wenn Sie in einem Kübel angebaut werden. Stellen Sie die Pflanzen dann vor den ersten Nachtfrösten im Herbst in einen hellen Raum, in dem die Temperaturen im Winter aber nicht deutlich über 5 Grad Celsius steigen sollten. Da sich Mittagsblumen auch oft durch Selbstaussaat an einem Standort fortpflanzen und vermehren, können Sie mit mangelnd frostfesten Pflanzen auch Ihr Glück im Freiland versuchen und bei einem Absterben der Mutterpflanze auf ein Heranwachsen junger Sämlinge im Frühjahr hoffen.

Selbst gezogene Jungpflanzen frühzeitig auspflanzen

Sollten Sie selbst erfolgreich Jungpflanzen der Mittagsblume aus Stecklingen oder aus Samen gezogen haben, so sollten Sie diese nach den letzten Nachtfrösten im Frühjahr möglichst schnell im Freiland auspflanzen. Je eher die Pflanzen an einem geeigneten Standort anwachsen können, desto großflächiger können Sie Ihren Blütenteppich schon während der Blütezeit ausbreiten und desto besser stehen die Chancen für ein erfolgreiche Überwinterung im Freiland.

Tipps

An einem Absterben von Mittagsblumen über den Winter ist meist nicht ein zu kaltes Klima am Standort schuld, sondern ein Zuviel an Feuchtigkeit. Da Mittagsblumen absolut keine anhaltende Feuchtigkeit vertragen, müssen Sie vor dem Regenwasser geschützt werden, wenn es über den Winter mehr regnet als schneit. Wird das Substrat um die Mittagsblumen bei der Pflanzung mit einer Kiesschicht bedeckt, so trocknet der Boden nach Regenphasen schneller ab als bei einer Auflage der Pflanzenpolster auf humoser Erde.

Text: Alexander Hallsteiner

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