Mirabelle

Mirabellen entkernen: Welche Methoden gibt es?

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Mirabellen lassen sich auf verschiedene Arten entsteinen. Dieser Artikel stellt Ihnen Methoden vor – vom klassischen Messer bis hin zu praktischen Hilfsmitteln – um die Früchte optimal für die Verarbeitung vorzubereiten.

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Mirabellenkerne zu entfernen ist eine langwierige Arbeit

Die klassische Methode: Entsteinen von Hand mit einem Messer

Die bekannteste Methode, um Mirabellen zu entkernen, ist mit einem scharfen Küchenmesser.

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Schritte:

  1. Vorbereitung: Mirabellen waschen und trocknen. Zwei Schüsseln für entkernte Hälften und Kerne bereithalten.
  2. Entkernen: Frucht in die Hand nehmen und das Messer entlang der natürlichen Einkerbung rundherum einschneiden.
  3. Hälften trennen: Die Hälften gegeneinander drehen, bis sie sich lösen. Der Kern fällt meist heraus.
  4. Kern entfernen: Ist der Kern noch in der Hälfte, diesen mit der Messerspitze vorsichtig herausheben.

Vorteile:

  • Präzision: Kontrollierte Bearbeitung der Früchte ohne Schaden am Fruchtfleisch.
  • Kostenlos: Ein scharfes Messer findet sich in jedem Haushalt.

Nachteile:

  • Zeitaufwendig: Besonders bei großen Mengen kann es dauern.
  • Übung: Erfordert etwas Geschick für sauberes Arbeiten.

Schnelle Methode: Der Kirsch- oder Pflaumenentkerner

Für größere Mengen empfiehlt sich ein Kirsch- oder Pflaumenentkerner. Diese Geräte erleichtern das Entsteinen erheblich.

Funktionsweise:

Die Mirabelle wird in eine Öffnung gelegt und ein Dorn entfernt durch Hebeldruck den Kern.

Arten von Entsteinern:

  • Handentsteiner: Ideal für kleinere Mengen, einfach zu bedienen.
  • Kombientsteiner: Sowohl für Kirschen als auch Pflaumen geeignet, größere Arbeitsgeschwindigkeit.
  • Elektrische Entsteiner: Für sehr große Mengen, automatisierter Vorgang.

Vorteile:

  • Schnell: Beschleunigt das Entkernen enorm.
  • Effizient: Kerne werden zuverlässig entfernt.
  • Erfordert wenig Kraft: Im Vergleich zur Handmethode geringerer Kraftaufwand.

Nachteile:

  • Kosten: Investition je nach Modell.
  • Risiko von Schäden: Bei sehr reifen Früchten kann das Fruchtfleisch beschädigt werden.
  • Reinigung: Geräte müssen gründlich gereinigt werden.

Alternative Methode: Die Passiermühle

Eine Passiermühle eignet sich besonders, wenn die Mirabellen zu Mus, Kompott oder Marmelade verarbeitet werden sollen.

So funktioniert es:

  1. Kochen: Mirabellen mit etwas Wasser kurz aufkochen. Den entstandenen Saft abgießen.
  2. Passieren: Gekochte Mirabellen in die Mühle geben und die Kurbel drehen. Fruchtfleisch wird durch das Sieb gedrückt, Kerne und Schalen bleiben in der Mühle zurück.

Vorteile:

  • Große Mengen: Schnell und effizient für große Mengen.
  • Feines Mus: Erzeugt ein feines Mus ohne Kerne oder Schalen.
  • Vielseitig: Ideal für Marmeladen, Kompott und Mus.

Nachteile:

  • Nicht für Hälften geeignet: Nur für Mus oder ähnliches, da ganze Hälften nicht mehr verwendet werden können.
  • Kosten: Anschaffung kann teuer sein.
  • Reinigung: Die Reinigung der Mühle kann aufwendig sein.

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