Ist die Mehlbeere essbar?

Viele giftige Tier- und Pflanzenarten besitzen eine auffallende Farbe, um Fressfeinde zu warnen. So erscheinen auch die intensiv orangen Früchte der Eberesche durch ihre Färbung auf. Von vielen Menschen wird sie als hoch giftig eingestuft. Aber stimmt das wirklich? Sie werden Augen machen, aber womöglich entdecken Sie im Supermarktregal Gelee aus den Früchten. Hier erfahren Sie alles über die Inhaltsstoffe, der Giftigkeit und der kulinarischen Verwendung der Mehlbeere.

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Vögel lieben die roten Beeren der Mehlbeere

Erscheinung der Mehlbeere

  • Strauch oder Baum mit einer Wuchshöhe von bis zu 15 Meter
  • Trägt im Frühjahr weiße, rispenförmige Blüten
  • Fruchtreife im Spätsommer beziehungsweise Frühherbst
  • Bildet kleine Apfelfrüchte mit intensiver rot-orangener Farbe

Ist die Mehlbeere giftig?

Vom Verzehr der Mehlbeere wird zwar dringend abgeraten, so giftig wie ihr Ruf besagt, ist die Mehlbeere aber gar nicht. Der Konsum der rohen Früchte führt zu starken Darmreizungen, Magenschmerzen und Erbrechen. Tödlich ist die Vergiftung aber nicht.

Inhaltsstoffe

Die Mehlbeere enthält neben zahlreichen Gerbstoffen, Vitaminen, Pektinen und Sorbit auch die schädliche Parasorbinsäure. Bei letzterem handelt es sich um den verrufenen Giftstoff, der die Magenbeschwerden auslöst. Bei starkem Erhitzen verflüchtigt die Wirkung jedoch.

Mehlbeere im eignen Garten pflanzen?

Wenn auch der Konsum der rohen Früchte nicht zum Tod führt, sollten Sie die Kultivierung einer Eberesche im Garten gut überlegen, wenn Sie Kinder oder ein Haustier besitzen. Die Versuchung ist aufgrund der auffallenden Farbe groß, von den Früchten zu probieren.
Beobachten Sie hingegen gerne Vögel, wird der Strauch viele Tiere in Ihren Garten locken.

Kulinarische Verwendung

Da Sie die Parasorbinsäure durch Aufkochen unschädlich machen, eignet sich die Mehlbeere im erhitzten Zustand trotzdem zum Verzehr. In der Medizin findet die Baumfrucht zwar keine Anwendung, kulinarisch dient sie aber zur Herstellung von

  • Schnaps
  • Apfelwein
  • Gelee
  • Saft
Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: TashaBubo/Shutterstock
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