Meerrettich konservieren: Diese Methoden gibt es

Meerrettich, auch Kren genannt, lässt sich im Garten ganz unkompliziert selbst anbauen. Ein Versuch lohnt, denn die frisch ausgegrabenen Wurzeln sind viel aromatischer als jene, die Sie im Handel erwerben können. Allerdings genügt meist ein kleines Stück als Würze von Rindfleisch, Würsten oder Räucherfisch. Den Rest können Sie mit wenig Aufwand auf verschiedene Weise haltbar machen.

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Eingelegter Meerrettich ist ein leckeres Plus für jedes Brot

Meerrettich tiefkühlen

Einfrieren ist die einfachste Methode, um Kren für lange Zeit zu lagern und das Aroma dabei zu konservieren. Tiefkühlen können Sie die ganze oder in Stücke geschnittene Wurzel sowie bereits geriebenen Meerrettich.

  1. Wurzel sorgfältig waschen und abtrocknen.
  2. Ganz oder in Stücke zerteilt in einen Tiefkühlbehälter geben, dicht verschließen und einfrieren.

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Geraspelter Meerrettich sollte vor dem Einfrieren mit Zitronensaft vermengt werden:

  1. Gründlich gewaschenen und geschälten Kren fein reiben.
  2. Eine halbe Zitrone auspressen und den Meerrettich mit dem Saft vermengen.
  3. Portionsweise in Eiswürfelbehälter füllen und tiefkühlen.

Alternativ können Sie das Gewürz zunächst mit Zitronensaft marinieren und anschließend mit Butter verkneten. Streichen Sie die Mischung in Eiswürfelbehälter und frieren Sie diese ein. Die Würfel können Sie einzeln entnehmen und direkt an die Speisen geben. Durch die eiskalte Butter werden Soßen gleichzeitig gewürzt und gebunden.

Im Glas eingelegter Meerrettich

Dieser lässt sich verwenden wie frischer Kren. Er hält sich, kühl und dunkel gelagert, mehrere Wochen.

Zutaten:

  • 150 g Meerrettich
  • 1 TL Salz
  • ½ TL Zucker
  • 50 ml Wasser
  • 25 ml Essig

Zubereitung:

  • Meerrettich waschen, schälen und fein reiben. Dabei sollten lange, sich kringelnde Späne entstehen.
  • In eine Schüssel geben und mit dem Salz vermischen.
  • Abdecken und eine halbe Stunde ziehen lassen.
  • Wasser, Essig und Zucker in einen Topf geben und unter Rühren aufkochen.
  • Abkühlen lassen und über den Kren gießen.
  • Alles gut vermengen.
  • In ein zuvor sterilisiertes Glas füllen und dicht andrücken, damit keine Luftlöcher verbleiben.
  • Sofort verschließen und im Kühlschrank aufbewahren.

Tipps

Lagern Sie Meerrettich in einer traditionellen Erdmiete, hält er sich auch ohne zusätzliche Konservierung recht lange. Die frisch aus der Erde gezogenen Wurzeln werden hierzu nicht gewaschen, sondern lediglich vom Grün befreit. Anschließen in feuchten Sand einlegen. Sie können es sich sogar noch einfacher machen und die Wurzeln in vielen Regionen im Beet belassen. Bei Temperaturen bis – 5 Grad sind keinerlei Geschmackseinbußen zu befürchten.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: 5PH/Shutterstock

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