Märzenbecher – wie giftig ist das Zwiebelgewächs?

Der Märzenbecher treibt schöne Blüten - keine Frage. Sie erinnern ein wenig an das giftige Schneeglöckchen. Das hat ihm auch die Bezeichnung "Großes Schneeglöckchen" eingebracht. Ist diese optische Ähnlichkeit die einzige Gemeinsamkeit? Oder produziert der Märzenbecher ebenfalls giftige Stoffe?

Märzenbecher Gefahr
Märzenbecher sind hochgiftig!

Giftig, und zwar stark!

Leider hat der Märzenbecher einen festen Platz in der viel zu langen Liste der giftigen Blumengewächse.

  • Märzenbecher ist hochgiftig
  • für Menschen und Haustiere
  • alle seine Pflanzenteile enthalten das Gift

Die Vergiftungssymptome

Der Märzenbecher produziert verschiedene Alkaloide wie zum Beispiel das Lycorin. Alkaloide wirken auf das Herz und können Herzrhythmusstörungen verursachen. Zu den ersten Symptomen zählen allerdings folgende:

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Krämpfe

Sollten kleine Kinder die Zwiebel dieser Blumen mit der Küchenzwiebel verwechseln und essen, kann es sogar zu schweren Vergiftungen kommen. Rufen Sie sofort und zuerst den Notarzt und handeln Sie nach seinen Anweisungen.

Tipps

Am sichersten ist es, wenn Sie Märzenbecher in den Familiengarten gar nicht erst pflanzen. Gerade die Kleinsten sind für Aufklärung weder empfänglich noch können sie rund um die Uhr beaufsichtigt werden.

Gefahr für Haustiere

Die auch als Frühlingsknotenblume bekannte Pflanze ist für Pferde schwach giftig. Ihre Wirkung auf die liebsten Haustiere Katze und Hund könnte jedoch heftiger ausfallen. Je kleiner das Tier ist und je mehr es von dieser hochgiftigen Pflanze gefressen hat, umso bedrohlicher ist die Vergiftung. Sie kann den Vierbeiner sogar das Leben kosten.

Suchen Sie daher schnellstmöglich den Tierarzt auf. Die Vergiftungssymptome sind ähnlich wie bei Menschen.

Vorsichtiger Umgang ist angezeigt

Auch wenn der Garten keine Kinder beherbergt und auch keine Haustiere, ist trotzdem vorsichtiger Umgang mit dem Märzenbecher angesagt. Wenn Sie Märzenbecher pflanzen und pflegen bzw. für die Blumenvase schneiden, kann der austretende Pflanzensaft zu Hautreizungen führen.

Text: Daniela Freudenberg

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