Womit und wie lässt sich die Lorbeerkirsche vermehren?

In der Regel ist die Lorbeerkirsche weniger kostengünstig in der Anschaffung. Wer beispielsweise eine langgestreckte Hecke mit ihr schaffen will, kommt gut, wenn er eine oder mehrere Mutterpflanzen zum Vermehren für weitere Exemplare heranzieht. Doch wie geht das?

Lorbeerkirschevermehren
Früher Artikel Für welche Krankheiten ist die Lorbeerkirsche anfällig?

Vermehrung über Samen

Manche Lorbeerkirschsorten vermehren sich gern durch Selbstaussaat. Wer das Vermehren über die giftigen Samen selbst in die Hand nehmen will, wird Geduld brauchen…

Für sichtbaren Erfolg bei der Aussaat nehmen Sie folgende Hinweise ernst:

  • Samen aus reifen Früchten verwenden
  • Kaltkeimer: z. B. im Treppenhaus oder auf dem Balkon aussäen
  • ideale Zeit: Herbst
  • 10 cm Abstand halten zwischen mehreren Samen
  • Substrat feucht halten
  • kann bis ins Frühjahr dauern bis erste Keimblätter sichtbar werden

Vermehrung über Stecklinge

Weiterhin kann die Lorbeerkirsche mittels Stecklingen vermehrt werden. Dazu werden halbreife Stecklinge im Spätsommer oder Herbst herangezogen. Häufig fallen diese als Schnittgut an. Nehmen Sie abgeschnittene und circa 10 cm lange Triebe.

Schritt für Schritt:

  • unterste Blätter entfernen
  • den Trieb bis zur Hälfte in Erde (Gemisch aus Sand und Erde ist ideal) oder ein Glas mit Wasser stecken
  • bei der Glas-Methode: Wasser regelmäßig wechseln, um Fäulnis zu verhindern
  • nach 4 bis 6 Wochen zeigen sich erste Wurzeln
  • Auspflanzen im Frühjahr

Vermehrung über Absenker

Eine dritte bewährte Methode ist die Vermehrung über Absenker. Benutzen Sie hierzu das Geäst, das sich nahe am Erdboden befindet. Schneiden Sie die Stelle, an der sich später Wurzeln bilden sollen, bis zur Hälfte mit einem Messer ein. Graben Sie den Trieb in die Erde ein, sodass die Spitze herausschaut und beschweren Sie ihn mit einem Stein oder einem Hering.

Nach circa 8 Wochen kann der Absenker von der Mutterpflanze getrennt werden. Die Jungpflanze sollte in einen Topf gepflanzt werden. Nährstoffreiche Erde ist von Anfang an empfehlenswert, um ihr einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Ins Freiland kommt die Pflanze nachdem, sie einen kräftigen Neutrieb und mehrere neue Blätter ausgebildet hat.

Tipps & Tricks

Damit der Steckling der Lorbeerkirsche rasch bewurzelt, ist es ratsam, die Blätter zur Hälfte und die oberste Spitze des Triebes abzuschneiden.

Text: Anika Gütt
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