Ist Limette und Limone dieselbe Frucht?

Im deutschen (und auch im französischen) Sprachgebrauch werden die Begriffe „Limette“ und „Limone“ häufig synonym verwendet. Dabei gibt es jedoch gravierende Unterschiede, denn eigentlich versteckt sich hinter der – hierzulande eher unüblichen – Bezeichnung „Limone“ die bekanntere Zitrone, während die Limette eine zwar eng verwandte, aber doch eigenständige Zitrus-Art darstellt.

Limette Limone

Zitronatzitrone und Zitrone

Die Zitronatzitrone, ein immergrüner und mit einer Wuchshöhe von bis zu drei Metern eher kleiner Baum oder Strauch, wird bereits seit Jahrtausenden kultiviert. Die Art stammt vermutlich vom Fuße des Himalayas und wird weltweit in tropischen, subtropischen und mediterranen Klimaten angebaut. Heutzutage befinden sich die Hauptanbaugebiete im Mittelmeerraum, in Südchina sowie in Puerto Rico. Die Zitronatzitrone wird im Englischen als „Citron“ sowie im Spanischen als „Cidro“ bezeichnet, während die Zitrone als „Lemon“ (engl.) bzw. „Limón“ (span.) bekannt ist. Die Zitrone oder, korrekter, Limone ist eine Kreuzung aus der ursprünglichen Zitronatzitrone und der Bitterorange.

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Limette – die kleine Cousine der Zitrone

Die Limette dagegen, auf Englisch „Lime“ bzw. auf Spanisch „Limero“, ist zwar mit der Zitronatzitrone bzw. der Zitrone eng verwandt, aber dennoch eine eigenständige Art mit zahlreichen Unterarten. Der Begriff „Limette“ bedeutet, wortwörtlich übersetzt, so viel wie „kleine Limone“. In der Tat sind die Früchte der Limette deutlich kleiner als Zitronen, zudem werden die Beeren meist grün geerntet. Dafür jedoch sind Limetten saftiger und auch aromatischer als Zitronen (ergo Limonen), weshalb sie sehr gern für die Zubereitung von Cocktails oder zum Kochen bzw. Backen verwendet werden. Allerdings enthalten Limetten auch deutlich weniger Vitamin C als ihre großen, gelben Cousinen. Übrigens sind Zitronen dank ihrer dickeren Schale länger haltbar als die dünnhäutigeren Limetten.

Nährwerte Limette und Limone im Vergleich

100 Gramm frische Limette / Zitrone beinhalten:

  • 47 kcal / 39 kcal
  • 1,9 Gramm Kohlenhydrate / 3,2 Gramm (davon drei Gramm Zucker)
  • 29 Milligramm Vitamin C / 51 Milligramm
  • 0,3 Milligramm Vitamin E / 0,4 Milligramm
  • sowie geringe Anteile von Vitamin B1, B2 und B6
  • außerdem Eisen und Zink
  • sowie 6 Milligramm Magnesium / 28 Milligramm
  • und 33 Milligramm Kalzium / 11 Milligramm

Außerdem sind in frischen Zitronen noch Chlorid, Schwefel, Kalium (bis zu 170 Milligramm pro 100 Gramm Frucht!), Phosphor (16 Milligramm) sowie geringe Anteile von Kupfer, Fluorid und Jod enthalten.

Zitronatzitronen haben nur wenig Fruchtfleisch, weshalb vornehmlich die dicke Fruchtrinde genutzt wird. Diese wird kandiert (als Zitronat) in Backwaren und Süßigkeiten verarbeitet. Darüber hinaus dienen die Beeren zum Würzen von Speisen, zur Herstellung von Marmelade, als Bestandteil von Salaten und zum Aromatisieren von Erfrischungsgetränken und Alkoholika.

IJA

Text: Ines Jachomowski

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