Leuchterblume durch Stecklinge oder Brutknollen vermehren

Die Leuchterblume (Ceropegia woodii) ist eine der wohl am einfachsten zu pflegenden Zimmerpflanzen und deshalb ideal für Anfänger geeignet. Die auch unter der Bezeichnung Rosenwein angebotene Pflanze gehört zu den Sukkulenten und lässt sich sehr einfach selber vermehren. So ziehen Sie neue Leuchterblumen heran.

Leuchterblume Stecklinge
Die Leuchterblume lässt sich bestens über Stecklinge vermehren

Zwei Methoden zur Vermehrung von Leuchterblumen

Leuchterblumen bilden an ihren langen Trieben kleine Brutknollen, in denen Samen heranreifen – sogar, wenn Sie die Pflanze ausschließlich im Zimmer halten. Sie können sie problemlos mit diesen Samen vermehren, müssen nur ein wenig Geduld haben.

Noch einfacher ist es, Leuchterblumen aus Stecklingen zu ziehen.

Stecklinge schneiden

  • Stecklinge schneiden
  • Schnittenden etwas antrocknen lassen
  • Stecklinge in vorbereitete Anzuchterde stecken
  • mäßig feucht halten
  • alternativ Steckling in ein Wasserglas stellen
  • Töpfe warm und hell aufstellen
  • direkte Sonne vermeiden

Stecklinge der Leuchterblume können Sie während der gesamten Wachstumsperiode schneiden. Besonders günstig ist das Frühjahr geeignet.

Als Anzuchterde bereiten Sie normale Gartenerde vor, die Sie mit etwas Sand vermischen. Lassen Sie die Schnittenden einen oder zwei Tage antrocknen, bevor Sie die Triebe in das Substrat stecken.

Im Wasserglas gezogene Stecklinge pflanzen Sie in Töpfe, wenn die Wurzeln circa ein bis zwei Zentimeter lang sind. Seien Sie dabei vorsichtig, da die feinen Würzelchen schnell brechen.

Leuchterblume aus Brutknollen ziehen

Die hellbraunen Brutknollen bilden sich während der Wachstumsperiode, oftmals direkt nach der Blüte. Knipsen Sie sie vorsichtig ab.

Drücken Sie die Brutknollen in vorbereitete Töpfe mit Anzuchterde. Halten Sie die Erde nur mäßig feucht, damit der Samen nicht fault. Es dauert mehrere Wochen, bis die Samen keimen und sich die ersten zarten Wurzeln und Triebe entwickelt haben.

Sobald die Pflänzchen mindestens zwei Blattpaare entwickelt haben, können Sie sie in einzelne Töpfe umpflanzen. Anschließend pflegen Sie die Leuchterblumen wie erwachsene Pflanzen weiter.

Ein guter Standort für Leuchterblumen

Leuchterblumen mögen einen sehr hellen Standort. Direkte Sonne oder Halbschatten vertragen sie meist gut. Bei starker Mittagssonne besteht allerdings die Gefahr, dass die Blätter verbrennen.

Tipps

Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Leuchterblume giftig ist. Sicherheitshalber sollten Sie die Pflanze sicher vor Kindern und Haustieren platzieren. Gelegentlich verlieren Leuchterblume ein paar Blätter und vertrocknete Blütenstände, die besser nicht verschluckt werden sollten.

Text: Sigrid Hestermann
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Rating: 0/5. 0 Stimmen

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.