Lauch abschneiden oder ausgraben? – So ernten Sie richtig

Die Lauch-Sorte bestimmt den Zeitpunkt der Ernte. Lauch richtig zu ernten, ist nicht schwer. Wenn Sie die folgenden Faktoren berücksichtigen, gedeiht die Pflanze mit etwas Glück gleich zwei Mal pro Saison.

Lauch ernten
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Sommerlauch zweifach beernten

Werden Lauchsorten im Winter ausgesät hinter Glas und im Frühling gepflanzt, sind sie nach 5 bis 6 Monaten erntereif. Da von Juni bis Oktober die Vegetation den botanischen Turbo eingelegt hat, nutzen umsichtige Hobbygärtner diese Phase für eine zweite Ernte:

  • Sommerlauch im ersten Erntedurchgang bodennah abschneiden
  • die Pflanze ein wenig anhäufeln und gießen
  • es wächst eine zweite, schmalere Lauchstange nach

Erst im Rahmen des zweiten Erntedurchlaufs graben Sie den Sommerlauch vollständig aus. Idealerweise rechtzeitig vor dem ersten Frost.

Winterlauch ausgraben

Winterharter Lauch steht während der gesamten kalten Jahreszeit zur Ernte bereit. Holen Sie ihn frisch aus dem Beet, wenn Sie den ‚Vitaminfürsten des Winters‘ genießen möchten. Da zu dieser Jahreszeit keine Aussichten auf nachwachsende Lauchstangen bestehen, gestaltet sich die Ernte nun wie folgt:

  • einen frostfreien Tag wählen für die Winterernte
  • mit der Grabegabel den Wurzelbereich am Morgen lockern
  • am Nachmittag die gesamte Stange aus dem Boden ziehen

Diese Erntetechnik bietet den Vorteil, dass der Nitratgehalt im Lauch deutlich sinkt. Darüber hinaus erkennen Sie am Nachmittag eher einen eventuellen Wurmbefall.

So ernten Sie lange, cremeweiße Lauchstangen

Kommt Lauchgemüse auf den Tisch, greifen alle zu den cremeweißen Pflanzenteilen. Kein Wunder, denn sie schmecken wunderbar zart und aromatisch. Hobbygärtner sind folglich bestrebt, Lauchstangen mit möglichst langen, weißen Schäften zu pflanzen. So gelingt das Kunststück:

  • Lauch vorzugsweise im Wonnemonat Mai pflanzen
  • die Jungpflanzen immer wieder anhäufeln
  • alternativ ein dunkles Plastikrohr über die Lauchstange stülpen

Anhäufeln zählt zu den traditionellen Arbeitsmethoden im Lauchanbau. Sie schieben um jede einzelne Stange herum einen kleinen Wall zusammen aus Erde und Mulch. Je besser ein Spross vor Licht geschützt ist, desto bleicher und zarter gedeiht er.

Tipps & Tricks

Die bis zu 150 cm tiefen Lauchwurzeln reichern die Bodengare an mit vielen Nährstoffen. Findige Hobbygärtner lassen das wertvolle Erdreich nicht ungenutzt und bringen Feldsalat oder Pflücksalat als Untersaat aus. Möhren und Frühkartoffeln in Nachkultur profitieren ebenfalls von der nahrhaften Beeterde, die Lauch stets hinterlässt.

Text: Paula Jansen
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