Scheckenknöterich – wuchsfreudiger Bodendecker für schattige Standorte

Die Familie der Knöterichgewächse ist sehr groß: Weltweit sind etwa 48 Gattungen und mehr als 1200 verschiedene Sorten bekannt. Neben staudenbildenden und kletternden Knöterichen gibt es auch bodenbedeckende Arten, wovon vor allem der Scheckenknöterich oft und gern gepflanzt wird. Wie alle Knöteriche ist auch dieser äußerst wuchsfreudig.

Knöterich bodendeckend
Knöterich eignet sich perfekt als Bodendecker: Er ist pflegeleicht und wächst schnell

Hübsche rosa Blüten von Juni bis September

Der Scheckenknöterich (Bistorta affinis), bildet dichte, flache, meist winter- bzw. immergrüne Teppiche, die zudem zwischen Juli und September mit entzückenden, rosa Blütenähren aufwarten. Die Art gedeiht hervorragend auf mäßig nährstoffreichen, feuchten Böden und bevorzugt lichtschattige bis halbschattige Standorte. Hitze (z. B. bei voller Sonne) wird in der Regel nur schlecht vertragen. Die Art eignet sich hervorragend als Flächenfüller.

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Interessante Sorten

Ein Scheckenknöterich gleicht natürlich nicht dem anderen. Die unterschiedlichen Sorten unterscheiden sich vor allem hinsichtlich ihrer Wuchshöhe und der Intensität der Blütenfarbe.

NameBlüteBlütezeitLaubWuchsformWuchshöhe
SuperbumRispe, leuchtend rosaJuli bis Septemberdunkelgrün, lanzettlichhorstartig, buschig15 bis 30 cm
Darjeeling RedÄhre, rosa-dunkelpurpurJuli bis Septemberlanzettenartighorstbildend, bodenbedeckend15 bis 25 cm
KabouterÄhre, rot und weißJuli bis Septemberdunkelgrün, rote Herbstfärbungniedrig, bodendeckend5 bis 20 cm
DimityRispe, rosa-dunkelpurpurJuli bis Septemberdunkelgrün, rote Herbstfärbungbuschig, horstbildend15 bis 25 cm
Donald LowndesÄhre, rosaJuli bis Septemberleuchtend grünflach10 bis 25 cm

Anspruchslos und wuchsfreudig

Bistorta affinis gilt als recht anspruchslos und sehr blühwillig. Gelegentliche Trockenphasen werden in der Regel gut überstanden, lediglich Staunässe wird – wie von vielen Pflanzen – nicht vertragen. Allerdings ist der Scheckenknöterich sehr wuchsfreudig, weshalb Sie sein Wachstum unbedingt regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls eingrenzen müssen. Am besten ist es jedoch, das Wachstum von vornherein zu begrenzen, etwa durch eine möglichst tief eingegrabene Beetumrandung aus Stein – die Art breitet sich durch Wurzelausläufer aus.

Scheckenknöterich richtig pflegen

Wie der Schlingknöterich benötigt auch der Scheckenknöterich recht viel Wasser und sollte daher regelmäßig gewässert werden. In puncto Düngung ist das Einarbeiten von reifem Mischkompost und anderem organischem Dünger (beispielsweise Hornspänen) ausreichend. Scheckenknöterich wird entweder durch Teilung oder durch Triebstecklinge vermehrt.

Tipps & Tricks

Falls Sie einen eher staudenartig wachsenden Knöterich suchen, so ist der Wiesenknöterich eine gute Wahl. Dieser hat zudem den Vorteil, dass seine jungen Triebe als Gemüse essbar sind.

Text: Ines Jachomowski

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