Ableger des Kirschlorbeer schneiden und selbst heranziehen

Kirschlorbeer können Sie ganz einfach aus selbst geschnittenen Ablegern vermehren. Auch wenn die Nachzucht etwas Zeit in Anspruch nimmt lohnt sie immer dann, wenn Sie viele Pflanzen benötigen oder von einer kräftig und besonders schön gedeihenden Mutterpflanze Nachwuchs wünschen. Die Vermehrung durch Stecklinge ist die unkomplizierteste Art und gelingt mit unseren Tipps völlig unproblematisch.

Kirschlorbeer Ableger

Ableger schneiden

Als Ableger werden die Triebspitzen der Lorbeerkirsche geschnitten. Trennen Sie den Steckling zwei oder drei Blattachseln unterhalb des einjährigen Triebes ab. Sie erkennen das zweijährige Holz an der dunklen Färbung der Rinde.

Stecklinge aus Abrissen

Aus den untersten ein bis zwei Trieben der Äste stellen Sie zunächst Blattabrisse her. Dazu werden diese Triebe einfach vom Holz abgerissen und das anhängende Rindenschwänzchen mit einem sauberen Werkzeug abgetrennt. Gehen Sie im Anschluss folgendermaßen vor:

  • Die unteren drei bis vier Blätter entfernen.
  • Obere Triebspitze kappen, sodass zwei bis drei Blätter am Steckling verbleiben.
  • Diese ebenfalls zur Hälfte einkürzen, um die Wasserverdunstung zu verringern.

Ableger aus den Haupttrieben schneiden

Die verbleibenden Haupttriebe ergeben weitere Ableger, sodass kein Pflanzenmaterial verschwendet wird:

  • Zweijähriges Holz etwa einen Zentimeter unter dem einjährigen Holz schräg abschneiden.
  • Unbedingt ein scharfes Messer verwenden, um die Pflanze nicht zu verletzen.
  • Untere Blätter entfernen, sodass ein fünf Zentimeter langer, blattloser Stiel verbleibt
  • Triebspitze bis auf zwei oder drei Blätter kappen.
  • Blätter einkürzen.

Stecklinge einsetzen

Möchten Sie viele Ableger der Lorbeerkirsche heranziehen, können Sie auf spezielle Stecklingskästen aus dem Handel zurückgreifen. Alternativ bieten sich größere Blumentöpfe oder Pflanzschalen für die Anzucht an. Da der Kirschlorbeer empfindlich auf Staunässe reagiert, müssen Sie für guten Wasserablauf sorgen.

  • Gefäß mit einem Gemisch aus Blumenerde und Sand befüllen.
  • Erde glätten und leicht andrücken.
  • Hilfslinie in die Erde schneiden, damit sich die Stecklinge gut einbringen lassen.
  • Ableger etwa fünf Zentimeter tief mit einem Pflanzabstand von zehn Zentimetern in die Erde stecken.
  • Erde andrücken, damit die Pflänzlinge guten Bodenkontakt haben.

Stellen Sie das Pflanzgefäß mit den Stecklingen unbedingt absonnig, damit die Ableger nicht mehr Wasser verdunsten als sie mit den neu gewachsenen Wurzeln aufnehmen können. Trotzdem Kirschlorbeer-Ableger nicht sehr empfindlich sind, sollten Sie die Jungpflanzen bis zum nächsten Frühjahr an einem geschützten Ort pflegen.

Tipps & Tricks

Alternativ können Sie Triebspitzen, bei denen nur die untersten Blätter entfernt wurden, im Wasserglas bewurzeln lassen. Sobald die Lorbeerkirsche vier bis fünf Zentimeter lange Wurzeln gebildet hat, wird sie in Erde verpflanzt.

Text: Sabine Kerschbaumer

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