Die Kemirinuss – Frucht des Lichtnussbaums

Lichtnussbäume werden von Neuseeland bis Indien angepflanzt. Die Bäume tragen Steinfrüchte, deren Kerne als Kemirinuss bezeichnet werden. In Deutschland sind die Früchte noch relativ unbekannt. In Südostasien werden sie wegen ihrer geschmacksverstärkenden Wirkung und als zusätzliche Lichtquelle geschätzt.

Kemirinuss

Keine Nuss sondern eine Steinfrucht

Bei der Kemirinuss handelt es sich nicht – wie der Name vermuten lässt – um eine Nuss, sondern um eine Steinfrucht, die am Lichtnussbaum wächst. Sie wird bis zu fünf Zentimeter lang und hat eine kugelige Form.

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Oft wird sie mit der Macadamianuss verwechselt, da sie dieser ähnlich sieht und ebenfalls sehr groß ist. Die beiden Früchte haben aber sonst nichts miteinander gemein.

Unter der dunklen Schale befindet sich das weißliche Fruchtfleisch, in das jeweils zwei Kerne, die Kemirinüsse, eingebettet sind.

So schmeckt die Kemirinuss

Der Geschmack wird als süßlich mit nussigem Unterton beschrieben. Durch den hohen Anteil an Fett hat die Frucht einen unangenehm öligen Beigeschmack.

Verwendungsmöglichkeiten der Kemirinuss

Die Kerne lassen sich nicht nur als Würzmittel oder Snack verwenden. Sie enthalten sehr viel Öl. Die Früchte können angezündet werden und dienen dann als Lampenersatz. Diese Verwendungsmöglichkeit erklärt auch den Namen des Baumes.

In Indonesien werden Kemirinüsse vor allem zum Andicken von Speisen eingesetzt. Die Früchte lassen sich für vielerlei Zwecke verwenden:

  • Geschmacksverstärker
  • Gewürz mit leicht nussigem Geschmack
  • Ölgewinnung (Kukuinussöl]
  • Snacks aus den ausgepressten Resten des Kerns
  • Lampenöl
  • Seife
  • Hausmittel bei Hautkrankheiten
  • Leichtes Abführmittel
  • Grundlage für Kosmetika

Der Lichtnussbaum – ein Wolfsmilchgewächs

Der Lichtnussbaum ist ein immergrüner Baum, der eine Höhe von 20 Metern erreichen kann. Auffällig ist seine breite Baumkrone. Die Blätter können bis zu 25 Zentimeter lang werden.

Können Kemirinüsse in Deutschland angebaut werden?

Lichtnussbäume gedeihen in tropischem Klima bis zu einer Höhe von 1.200 Metern. Sie sind wärmeliebend und vertragen keinen Frost.

In Deutschland sind die klimatischen Bedingungen deshalb nicht geeignet, um diese Bäume anzupflanzen. Allenfalls können Lichtnussbäume im Gewächshaus gehalten werden.

Die Verwendung der Früchte hat sich hier allerdings bisher nicht durchgesetzt.

Tipps & Tricks

Wegen ihres Blausäuregehaltes sind rohe Kemirinüsse giftig. Roh verzehrt rufen die Kerne starke Bauchkrämpfe, Erbrechen und Durchfall hervor. Durch das Rösten wird das Gift neutralisiert und die Frucht kann zu einem Snack verarbeitet oder als Gewürz gemahlen werden.

Text: Sigrid Hestermann

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