Japanische Azalee ist winterhart – Vorsicht vor Verwechslung!

Die Japanische Azalee (Rhododendron japonicum, auch als 'Rosenbaum' bezeichnet) ist ein sehr robustes, winterhartes Gewächs. Da der überaus reich blühende Strauch zudem eher schattige Standorte bevorzugt, ist er wunderbar für viele Gärten mit Baumbewuchs oder vielen Gehölzen geeignet.

Japanische Azalee Frost
Die Japanische Azalee hat mit Schnee und Kälte kein Problem
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Gartenazalee vs. Zimmerazalee

Doch seien Sie beim Kauf vorsichtig, denn wo ‘Azalee’ draufsteht, steckt nicht unbedingt auch eine Japanische Azalee drin. Grob werden winterharte Gartenazaleen (eben die Japanische Azalee) sowie nicht winterharte Zimmerazaleen unterschieden. Letztere stammen aus den Subtropen und Tropen Südostasiens und würden einen deutschen Winter nicht überleben. Bei ihnen handelt es sich um reine Zimmerpflanzen. Achten Sie unbedingt auf folgende Bezeichnungen:

  • Japanische Azalee
  • Gartenazalee
  • Rhododendron japonicum
  • Azalea mollis

Hier können Sie unbesorgt zugreifen, denn dabei handelt es sich immer um die winterharte Variante. Steht jedoch nur ‘Azalee’ auf dem Etikett, so handelt es sich meist um Zimmerazaleen.

Japanische Azalee – Winterschutz notwendig oder nicht?

Für gewöhnlich brauchen Japanische Azaleen keinen Winterschutz, es sei denn

  • es handelt sich um sehr junge Pflanzen.
  • der Winter ist sehr kalt, aber ohne Schnee (Kahlfrost).
  • der Boden ist gefroren (Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen).

In diesen Fällen können Sie den Wurzelbereich mit Schilfmatten o. ä. abdecken. Außerdem sollten Sie frostfreie Tage unbedingt dazu nutzen, die Pflanze zu gießen. Länger anhaltender Bodenfrost führt manchmal dazu, dass der Flachwurzler keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen kann und einfach vertrocknet.

Topfazalee richtig überwintern

Da die japanische Azalee selten höher als zwei Meter wird und sich zudem recht gut durch Schnittmaßnahmen in Zaum halten lässt, wird sie oft in Kübeln kultiviert. Natürlich sind auch Kübelazaleen winterhart, allerdings gelten für diese im Hinblick auf die Überwinterung andere Regeln. Da die Wurzeln bedingt durch das Pflanzgefäß und die geringe Erdmasse den frostigen Außentemperaturen nichts entgegenzusetzen haben, müssen Sie für den notwendigen Schutz sorgen. Dazu stellen Sie das Gefäß auf eine Unterlage aus Styropor oder Holz und umwickeln den Kübel mit Schilfmatten oder Vlies. Auch ein schützender Standplatz in der Nähe einer Wärme abgebenden Wand ist sinnvoll.

Tipps

Vor dem Frühjahrsaustrieb überprüfen Sie die Pflanzen auf eventuelle Frostschäden – dies betrifft vor allem die immergrünen Sorten der Japanischen Azalee. Wundern Sie sich nicht über eingerollte Blätter, dies veranlasst die Pflanze zum Schutz vor einem übermäßigen Feuchtigkeitsverlust durch Verdunstung.

Text: Ines Jachomowski

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