Interview mit Bosque Nakawe

Die Gartenjournal-Autorin Sara Müller lebt in Mexiko und startet dort ein ökologisches Landwirtschaftsprojekt mit einem mexikanischen Bio-Bauern. Wir finden das klasse und wollen sie dabei unterstützen. Hier kommt ihr zum Crowdfunding für ihr Projekt und hier zur Projektseite. Außerdem haben wir sie für euch interviewt.

Gartenjournal.net: Was ist Bosque Nakawe?

Sara Müller: Derzeit ist Bosque Nakawe drei Hektar verwildertes Land, die mein Partner Benjamin aufgrund fehlender finanzieller Mittel seit über 10 Jahren nicht bewirtschaftet. Das Land ist umgeben von pestizidverseuchten Ländereien, auf denen Mais, Agaven und andere Monokulturen angebaut werden. Wir wollen eine Oase inmitten dieser konventionellen Felder schaffen. Unser Ziel ist ein ökologischer Nuss- und Obstwald, der so vielfältig ist, dass es zu jeder Jahreszeit etwas zu essen gibt. Außerdem wollen wir einen Fischteich anlegen (der Teich ist von früheren Projekten bereits ausgehoben) und Hütten bauen, damit die Leute in unserer Oase übernachten können.

Gartenjournal.net: Wer steht hinter Bosque Nakawe?

Sara Müller: Hinter dem Projekt stehen Benjamin Medina, mexikanischer Biobauer und ich, Sara Müller, in Mexiko lebende Deutsche, Freundin von Benjamin. Benjamin habe ich durch meinen Freund auf einem Biomarkt kennengelernt, wo beide ihre Produkte anbieten.

Mexiko Agaven

Der Nachbar baut Agaven in Monokultur an

Gartenjournal.net: Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Sara Müller: Ich hatte Lust auf ein Projekt, Benjamin hat seine 3 Hektar Land erwähnt… und dann sind wir hingefahren, um sie uns anzugucken. Es ist wunderschön dort! Mit den Bergen im Hintergrund und dem Summen der Bienen und Insekten, die dort Zuflucht suchen. Wir haben ein paar Ideen regnen lassen und herausgefunden, dass wir die gleiche Vision hatten. So wurde das Projekt geboren.

Gartenjournal.net: Wie ist der derzeitige Stand des Projekts?

Sara Müller: Bisher haben wir noch nicht Hand angelegt. Dafür haben wir jede Menge Papierarbeit gemacht: Ein Freund, Experte in Permakultur, hat uns einen Pflanzplan unter Berücksichtigung der Lage, Ausrichtung und vorhandenen Vegetation entworfen, wir sind dabei einen Vertrag zwischen uns zu entwerfen und nun stecken wir gerade unsere Energie und Zeit in das Crowdfunding. Außerdem fressen sich derzeit sehr glückliche Kühe durch das Unterholz unserer 3 Hektar, um Platz für unsere Bäume zu schaffen.

Gartenjournal.net: Was ist als nächstes geplant?

Sara Müller: Wenn wir genügend Geld zusammenbekommen, werden wir im Januar das Gelände vorbereiten, ein paar Bäume entfernen, Wege anlegen, das Bewässerungssystem installieren und im März geht’s dann ans Pflanzen, damit sich die Bäumchen bis zu Beginn der Regenzeit Ende Mai schon gut verwurzelt haben.

Pflanzplan

Ein Experte in Permakultur hat den Pflanz- und Bewässerungsplan für Bosque Nakawe entworfen

Gartenjournal.net: Und was, wenn ihr nicht genügend Geld zusammenbekommt?

Sara Müller: Dann machen wir das Projekt trotzdem, nur deutlich langsamer. Vielleicht beginnen wir dann zunächst nur einen Teil des Gebiets zu bewirtschaften und wir werden kleinere Bäume kaufen müssen, die länger brauchen, bis sie Früchte tragen. Da wir ja Bäume pflanzen wollen, wird es eh eine Weile dauern, bis wir eine gute Ernte einbringen. Aber Benjamin sieht das Projekt auch ein wenig als Hinterlassenschaft für seine Kinder an, also Zeit haben wir ☺

Wir wünschen viel Erfolg und gutes Pflanzen!

Werde Baumpate / Baumpatin!

Auch Du kannst Teil des Projektes werden. Hier geht’s zum Crowdfunding: https://www.startnext.com/baeume-pflanzen-bosque-nakawe

Zur Auswahl stehen Patenschaften für Bananenbäume, Kaffeebäume, Avocado- sowie Macadamiabäume.

interview-bosque-nakawe

Das Team von Bosque Nakawe sagt Danke für Ihre Unterstützung!

Text: Gartenjournal.net

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