Huflattich – macht die Menge das Gift?

Huflattich ist eine alte Heilpflanze, die hierzulande in der freien Natur wächst. Jeder kann sie aufspüren und ihre Blüten oder Blätter sammeln. Viele schätzen das Gewächs nicht nur als Heilmittel, sondern als schmackhaften Salat. Doch immer wieder ist auch die Rede von Giftstoffen. Ist da was dran?

Huflattich Pyrrolizidinalkaloid
Huflattich enthält geringe Mengen an Pyrrolizidinalkaloid, das als leberschädigend gilt

Huflattich – eine essbare Pflanze

Huflattich enthält viele Inhaltsstoffe, von denen die meisten für uns Menschen gut verträglich und gesund sind. Das sind zum Beispiel:

  • Eisen
  • Kalium
  • Kalzium
  • Kieselsäure
  • Magnesium
  • und Zink

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Da sich zu diesen Inhaltsstoffen auch ein milder Geschmack gesellt, sind Huflattich Blätter für Kenner der Wildpflanzenfamilie eine köstliche Bereicherung für leichte Frühlingssalate.

Tipps

Je jünger die Blätter des Huflattichs sind, umso zarter und besser schmecken sie.

Wildkraut mit Heilwirkung

Neben den oben aufgeführten Stoffen enthält das Wildkraut noch Schleim- und Gerbstoffe, die bei Bronchialerkrankungen Linderung bringen. 1994 wurde der Huflattich sogar als Heilpflanze des Jahres auserkoren.

Schlechter Ruf

Der Huflattich enthält unbestritten viele wertvolle Inhaltsstoffe. Doch in ihm ist auch Pyrrolizidinalkaloid. Das ist ein Stoff, der im Verdacht steht, leberschädigend zu sein. Als dieser Verdacht aufkam, ging das Sammeln und die Anwendung dieses Heilkrauts abrupt zurück.

Auf die Menge kommt es an

Inzwischen weiß man, dass der giftige Stoff Pyrrolizidinalkaloid im Huflattich in nur sehr kleinen Mengen vorkommt. Sie ist so gering, dass auch der regelmäßige Verzehr von Huflattich unschädlich sein dürfte. Dennoch lassen es viele Menschen nicht darauf ankommen und verzichten lieber auf dieses Wildkraut. Doch damit entgeht ihnen gleichzeitig ein schmackhaftes und immer noch gesundes Kraut.

Text: Daniela Freudenberg

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