Die exotische Herkunft der Guave

Die zu den Myrtengewächsen (Myrtaceae) zählenden Guaven (Psidium) liefern beerenartige Früchte, die sehr viel Vitamin C enthalten und auch sonst sehr gesund sind. Darüber hinaus ist das leicht säuerliche Obst auch recht wohlschmeckend - im Geschmack ähnlich wie Passionsfrüchte - und gilt überdies als vergleichsweise unkompliziert in der Pflege. Kein Wunder also, dass das exotische Gewächs auch bei uns vermehrt als Kübelpflanze kultiviert wird.

Guave Heimat
Die Guave kommt ursprünglich aus Lateinamerika

Herkunft und Verbreitung

Endemisch – d. h. ursprünglich – sind Guaven vor allem in Mittel- und Südamerika sowie in der Karibik zu Hause. Dort gedeihen die durchschnittlich bis zu sechs Meter hohen Bäume und Sträucher im tropischen und subtropischen Klima und liefern den Einheimischen ganzjährig ebenso wohlschmeckende wie gesunde Früchte, die sowohl roh verzehrt als auch zu Marmeladen und Kompotte verarbeitet werden. Da die Pflanze als recht ergiebig und auch anpassungsfähig gilt, hat sich mittlerweile auch in andere tropische Regionen verbreitet bzw. wurde dort durch den Menschen eingeführt. Heimisch ist das Gewächs ausschließlich in der Neuen Welt, wo es eine erstaunliche Artenvielfalt mit schätzungsweise 150 verschiedenen Arten ausgebildet hat. Davon bilden jedoch nicht alle die begehrten Früchte aus.

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Arten und Sorten der Guave

Zu den essbaren Arten der Guave gehören beispielsweise die Echte Guave (Psidium guajava), die vor allem in Südamerika heimisch ist. Dabei handelt es sich um einen in seiner Heimat bis zu 13 Meter hoch wachsenden Baum mit einer glatten, grauen Borke. Dieser bildet meist birnenförmige Früchte mit weißem oder gelbem Fruchtfleisch aus. Die Schale ist in reifem Zustand ebenfalls gelb. Bei der Brasilianischen Guave (Acca sellowiana), die auch als Ananas-Guave oder Feijoa bezeichnet wird, handelt es sich dagegen um einen strauchartig wachsenden Baum, der in der Natur maximal eine Höhe von etwa fünf Metern erreicht. Die Frucht ist von Form und Farbe her einer Kiwi nicht unähnlich. Diese Art eignet sich besonders gut für eine Kübelhaltung und verträgt sogar leichte Fröste. Allerdings ist die Brasilianische Guave zwar auch ein Myrtengewächs, gehört aber dennoch streng genommen nicht zu den Guaven – ganz im Gegensatz zur Erdbeer-Guave (Psidium cattleyanum), die ebenfalls gern als Kübelpflanze kultiviert wird und leuchtend rote Früchte liefert.

Tipps

Ganz gleich, welche Guave Sie zu Hause auch ziehen wollen, keine der Pflanzen ist winterhart. Die aus den Tropen stammenden Gewächse müssen bei etwa 10 °C kühl und frostfrei sowie möglichst hell überwintert werden.

Text: Ines Jachomowski

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