Giftiges Unkraut – gefährlich für Mensch und Tier

Viele Pflanzen wirken nur dann giftig, wenn sie unbeabsichtigt verzehrt werden. Doch es gibt auch Unkräuter, deren bloße Berührung zu Gesundheitsschäden führen kann. Deshalb ist es wichtig, giftiges Unkraut im Garten konsequent und sachgerecht zu entfernen.

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Riesen-Bärenklau ist hochgiftig

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie:

  • Riesenbärenklau
  • Jakobskreuzkraut
  • Stechapfel

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erkennen und sachgerecht bekämpfen.

Riesenbärenklau

Diese Pflanzen, die sich zunehmend in Gärten und Grünanlagen ausbreiten, werden auch als Herkulesstaude bezeichnet. Gefährlich ist der Giftstoff aus der Reihe der Furocumarine, der phototoxisch wirkt und auf der Haut sehr schmerzhafte Blasen hervorruft. Alle Teile der Pflanze sind giftig.

Äußere Merkmale

Der Riesenbärenklau erreicht eine Höhe zwischen 2,5 und 4 Meter. Der mittlere Stängel wird etwa 10 Zentimeter dick und ist rot gefleckt. Von Juni bis September zeigen sich die weißen Blütendolden, die einen Durchmesser von 50 Zentimeter erreichen können.

Die Bekämpfung

  • Entdecken Sie eine Herkulesstaude in ihrem Garten, sollten Sie diese möglichst rasch entfernen. So ist sichergestellt, dass sie nicht aussamt und dadurch weiter verbreitet.
  • Tragen Sie bei dieser Arbeit unbedingt Schutzkleidung, welche auch das Gesicht bedecken sollte, oder lassen Sie sich von einem Fachmann unterstützen.
  • Einfaches Abmähen genügt nicht, da die Pflanze mehrmals im Jahr an der Basis des Sprosses neu austreiben kann. Schneiden Sie die Herkulesstaude deshalb zunächst zurück und graben Sie diese im Anschluss vollständig aus.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig nach, und entfernen Sie eventuell nachwachsenden Bärenklau konsequent.

Achtung:

Der sich auf vielen Wiesen zunehmend ausbreitende Wiesen-Bärenklau ähnelt im Aussehen stark dem Riesenbärenklau, wird aber nur 1,20 Meter groß. Er ist ebenfalls giftig und kann bei empfindlichen Personen eine Wiesen-Dermatits auslösen.

Jakobskreuzkraut

Diese gelb blühende Giftpflanze breitet sich seit einigen Jahren auf Wiesen, Weiden und in Gärten stark aus. Alle Pflanzenteile enthalten ein leberschädliches Gift, das auch im Heu seine Wirksamkeit behält. Es wird vom Körper nicht ausgeschieden und kann sich, beispielsweise beim Verzehr von Honig, anreichern und so schleichend die Leber schädigen.

Äußere Merkmale

Im ersten Jahr bildet das Jakobskreuzkraut eine flache Blattrosette. Aus dieser entwickeln sich im zweiten Jahr die gelben Blütendolden, die optisch an kleine Margeriten erinnern. Wichtigstes Erkennungsmerkmal sind die 13 grünen Hüllenblätter mit den schwarzen Spitzen. Das Jakobskreuzkraut wird 30 bis 100 Zentimeter hoch.

Die Bekämpfung

  • Entdecken Sie vereinzelte Pflanzen im Garten, sollten Sie diese mechanisch jäten.
  • Idealerweise geschieht dies noch im ersten Jahr, bevor das Jakobskreuzkraut zu blühen beginnt.
  • Entfernen Sie auch die Wurzeln vollständig.
  • Lassen Sie den Rasen nicht zu hoch werden. Wir es vor der Blüte gemäht, fehlt ihm meist die Kraft zum Neuaustrieb.
  • Abgestorbene Pflanzenteile unbedingt im Hausmüll entsorgen und nicht verfüttern.

Stechapfel

Dieses Unkraut ist in unseren Gärten nicht ganz so häufig anzutreffen. Wird der Stechapfel allerdings stehen gelassen, erweist er sich als äußerst hartnäckig. Charakteristisch sind die gezähnten Blätter sowie die weißen, trichterförmigen Blüten. Die höchste Giftkonzentration enthalten Samen und Wurzeln.

Entfernen Sie die Pflanze frühzeitig mechanisch und entsorgen Sie diese im Hausmüll.

Tipps

Tragen Sie bei Gartenarbeiten unbedingt Handschuhe, da der Hautkontakt mit giftigen Gewächsen zu schmerzhaften Irritationen führen kann. Dies gilt nicht nur für den Bärenklau, sondern auch für einige beliebte, aber giftige Zierpflanzen.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Sergey Zaykov/Shutterstock

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