Gartenplatten richtig verlegen

Im Garten Platten aus Beton oder Naturstein zu verlegen ist ein nicht ganz einfaches und vor allem schwergewichtiges Unterfangen. Lassen sich Betonplatten noch recht unkompliziert einbringen, ist das Verlegen von Natursteinplatten um einiges anspruchsvoller. Nicht nur, dass das Material oft sehr viel teurer ist, auch die Bearbeitung und das fachgerechte Aneinandersetzen erfordern ein gewisses Maß an Feingefühl und Materialkenntnis.

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Beim Verlegen von Gartenplatten ist Präzision gefragt

Plattenbeläge benötigen immer ein Gefälle

Plattenbeläge benötigen immer ein Gefälle, damit überschüssiges Oberflächenwasser ablaufen kann. Wird auf Sand und Splitt (41,95€ bei Amazon*) mit durchlässigen Fugen verlegt, reichen zwei Prozent Gefälle aus, versiegelte Flächen benötigen dagegen ein Gefälle von gut drei Prozent. Verlegen Sie das Gefälle so, dass es von Gebäuden weg verläuft und in eine Pflanz- oder Rasenfläche entwässert. Damit sparen Sie sich nicht nur aufwändige Entwässerungssysteme, sondern sorgen zugleich für die notwendige Bewässerung des Gemüsegartens.

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Einen geeigneten Unterbau für Gartenplatten anlegen

Je größer die einzelnen Platten sind, desto sicherer müssen sie aufliegen und umso wichtiger ist beim Bau der Fläche ein Unterbau, der frostsicher und absolut fest sowie eben ist. Für bruchempfindliche Natursteinplatten empfiehlt sich sogar der Bau eines Betonfundaments. Dieses garantiert, dass die (immer frostfesten!) Platten auch im Lauf vieler Jahre nicht brechen. Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, einen Unterbau zu schaffen: wasserdurchlässig und wasserundurchlässig. Bei letzterem handelt es sich um ein betoniertes Fundament, welches auf verdichtetem Schotter oder Frostschutzkies ruht.

Wasserdurchlässiges Fundament bauen:

  • Koffern Sie die zu belegene Fläche mindestens 50 (besser noch 60 oder mehr) Zentimeter tief aus.
  • Darauf kommt eine ca. 30 Zentimeter dicke Schicht Schotter oder Frostschutzkies.
  • Diese wird mit einer Rüttelplatte (369,00€ bei Amazon*) verdichtet.
  • Darauf kommen noch einmal mindestens zehn Zentimeter Sand oder Splitt.
  • Auch diese Schicht wird gründlich verrüttelt.

Bei dem wasserundurchlässigen Unterbau füllen Sie statt Sand oder Splitt eine Schicht Beton ein. Die Platten werden auf dem noch feuchten Beton eingeklebt, weshalb Sie die Schicht nicht auf einmal, sondern in mehreren Arbeitsgängen aufbringen sollten. Anderenfalls müssten Sie sich mit dem Aufbringen, Ausrichten und Bekleben der Platten zu sehr beeilen.

Betonplatten verlegen – So geht’s

Für Betonplatten genügt in der Regel ein wasserdurchlässiger Unterbau, so dass die Platten auf Sand oder Splitt verlegt werden. Messen Sie die Platten immer mit einer Richtlatte nach und richten Sie sie bei Bedarf mit Hilfe einer Maurerkelle oder kleinen Schaufel aus. Zum Schluss klopfen Sie sie mit einem Gummihammer fest. Wenn Sie auf Sand verlegen, sollten Sie diesen vor dem Verlegen etwas befeuchten: So kann er sich nach dem Belegen nicht mehr setzen. Je nach Plattenart lassen Sie Fugen von vier bis sieben Millimetern und schließen erst dann die nächste Platte an.

Betonplatten verfugen

Nun kehren Sie feinen Quarzsand (14,90€ bei Amazon*) in die Fugen ein, wo er sich verkeilt und für Festigkeit sorgt. Belassen Sie überschüssigen Sand für einige Tage auf der Oberfläche und kehren Sie ihn anschließend mit dem Besen in die Fugen, in denen sich der Sand in der Zwischenzeit noch etwas gesetzt hat.

Natursteinplatten verlegen – Darauf sollten Sie besonders achten

Natursteinplatten (etwa Granit, Sandstein oder Basalt) verlegen Sie grundsätzlich wie bei den Betonplatten beschrieben, allerdings verfugen Sie hier nicht mit Quarzsand, sondern mit einem speziellen Kleber für Natursteinplatten. Letzte Korrekturen können Sie mit Hilfe eines Gummihammers durchführen. Säubern Sie die Platten im Anschluss an die Verlegung mit einem nassen Schwamm. Legen Sie Platten nie ohne Fuge dicht an dicht, damit sie bei starken Temperaturschwankungen Raum zum Ausweichen haben. Arbeiten Sie immer von innen nach außen und versuchen Sie, keine allzu großen Lücken zu belassen. Allerdings lassen sich größere Lücken auch prima mit Kiesel, Kleinstein oder mit Erde füllen, in der Sie Moos oder andere klein bleibende Bodendecker ansiedeln können.

Tipps

Damit die Platten an den Rändern nicht abkippen, sollte der Unterbau ein wenig über die Plattenfläche hinaus angelegt werden. Darauf können Sie dann Erde für Rasen oder eine Pflanzfläche füllen.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: encierro/Shutterstock

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