Gewächshaus Fassade erneuern
Auch die neue Fassade muss vor Feuchtigkeit geschützt werden

Ein Gartenhaus neu verkleiden – geht das?

Auch wenn das Gartenhaus gut gepflegt und regelmäßig gestrichen wird, irgendwann beginnt das Holz zu verwittern und das Häuschen ist kein schöner Anblick mehr. Eindringende Nässe und Kälte sorgen für ein unangenehmes Raumklima, ein muffiger Geruch macht sich breit. Eine optisch ansprechende Verkleidung bietet sich auch beim Selbstbau-Gartenhaus aus zwar praktischen, aber wenig attraktiven und zudem nicht witterungsbeständigen OSB-Platten an.

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Vor dem Verkleiden – schadhaftes Material entfernen

Überprüfen Sie zunächst alle Wände und entfernen Sie alle verwitterten Bretter. Auch bereits feucht gewordene Isolierung muss herausgenommen und durch eine neue Dämmung ersetzt werden, sonst droht Schimmel. Bringen Sie über der Dämmschicht neue OSB-Platten an. Nun kann es schon ans neu Verkleiden gehen.

Welche Materialien eignen sich?

Hierfür stehen Ihnen verschiedenste Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Sehr beliebt, da einfach zu verarbeiten, sind Profilbretter.
  • Nach dem Prinzip der vorgehängten, hinterlüfteten Fassade können Sie das Gartenhaus auch mit Vinyl-, Kunstschiefer- oder anderen modernen Kunststoffen verkleiden.

Schöner, weil natürlicher wirkend, und mit ein wenig handwerklichem Geschick völlig unkompliziert anzubringen ist die Sanierung mit Profilbrettern. Deshalb möchten wir uns in unserer nachfolgenden Anleitung auf diese beschränken.

Was muss beachtet werden?

  • Profilbretter im Außenbereich immer senkrecht oder mit nach unten zeigender Nut verarbeiten. So kann sich kein Wasser sammeln.
  • Sehr sorgfältig arbeiten, denn eine lotrechte Ausrichtung sticht später unschön ins Auge.
  • Zum neu Verkleiden sollte möglichst eine Hilfsperson zur Verfügung stehen, welche die Profilbretter ausrichtet und fixiert, während Sie diese verschrauben.
  • Bestens geeignet sind Profilbretter aus Lärchenholz. Andere Holzarten unbedingt einlassen.

Ist ein zusätzlicher Holzschutz notwendig?

Lärchenholz müssen sie nicht zwingend streichen, da es sehr widerstandsfähig ist und in einem hübschen Grauton verwittert. Je nach Standort im Garten wirkt ein farbiger Anstrich aber attraktiver. Entscheiden Sie sich für diese Variante, stets auf spezielle Wetterschutz- oder Fassadenfarben für Holzgrund zurückgreifen.

Vorgehensweise:

  • Dampfbremsfolie vom Dach abschneiden oder strammziehen und auf den OSE-Platten festtackern.
  • Waagerechte Konterlattung anbringen. Dabei sollte der Abstand nicht größer als 65 Zentimeter sein.
  • Beim ersten Brett die Nut absägen und die Schraublöcher vorbohren.
  • Im Lot anschrauben, dabei einen Zentimeter Luft zur Dachunterschalung lassen. Dies ist wichtig für die Hinterlüftung.
  • Zweites und alle weiteren Bretter ansetzen.
  • Damit Nut oder Feder nicht splittern oder gar brechen, sollten Sie die Profilbretter nicht direkt mit dem Lattenhammer ineinander fügen, sondern einen Brettabschnitt anlegen.
  • An den Fenstern und der Türe Bretter auf Länge vorschneiden. Nach der Montage einen gleichmäßigen Ausschnitt herzustellen gestaltet sich ausgesprochen schwierig.

Alle Profilbretter sind angebracht? Dann können Sie, sofern gewünscht, diese mit einem Isoliergrund streichen und im Anschluss Holzschutzfarbe auftragen.

Tipps

Fensterläden verleihen dem Gartenhaus eine gemütliche Optik. Diese müssen Sie nicht aufwändig selbst herstellen, sondern können günstige Lamellentüren, die Sie ebenfalls mit Wetterschutzfarbe vorbehandeln, verwenden.

Text: Michaela Kaiser

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