Gartenhaus

Gartenhaus verankern: So wird es wetterfest und stabil

Artikel zitieren

Die solide Verankerung eines Gartenhauses ist essenziell für seine Stabilität und Widerstandsfähigkeit gegenüber Wind und Wetter. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Verankerungsmöglichkeiten und Fundamentarten, die für einen sicheren Stand des Gartenhauses sorgen.

gartenhaus-verankern
Die preisgünstigeren Varianten Streifen- oder Punktfundament reichen aus, um ein Gartenhaus gut zu verankern

Warum Verankerungen für ein Gartenhaus unerlässlich sind

Die Verankerung eines Gartenhauses im Boden ist entscheidend, um die Sicherheit und Stabilität der Konstruktion zu gewährleisten. Ohne eine ordnungsgemäße Verankerung besteht das Risiko, dass starke Wind- oder Sturmböen das Gartenhaus beschädigen oder umwerfen. Dies kann zu erheblichen Schäden an der Struktur sowie zu Gefahren für die Umgebung führen. Besonders die Dächer von Gartenhäusern bieten dem Wind eine große Angriffsfläche und können leicht abheben. Verankerungen sorgen dafür, dass das Gartenhaus fest mit dem Untergrund verbunden ist und so extreme Witterungsbedingungen besser übersteht.

Lesen Sie auch

Verankerungsmöglichkeiten für Gartenhäuser

Es gibt verschiedene Methoden, ein Gartenhaus im Boden zu verankern. Die Wahl der richtigen Methode hängt von der Größe und dem Gewicht des Gartenhauses, der Bodenbeschaffenheit und den örtlichen Windverhältnissen ab.

H-Anker für die einfache Verankerung im Boden

Eine Methode zur Verankerung sind H-Anker. Diese werden in Punktfundamenten einbetoniert und bieten durch ihre Verbindung mit den Holzpfosten des Gartenhauses einen stabilen Stand. H-Anker eignen sich besonders für kleinere Gartenhäuser und Vordächer.

Sturmwinkel für zusätzliche Stabilität

Sturmwinkel werden an den Ecken des Gartenhauses am Fundament befestigt. Sie bieten zusätzliche Stabilität und verhindern, dass das Gartenhaus bei starkem Wind vom Fundament abgehoben wird. Insbesondere bei größeren Gartenhäusern sind zusätzliche Sturmwinkel in der Mitte jeder Wand empfehlenswert.

Windverankerungs-Sets für gesteckte Gartenhäuser

Gesteckte Gartenhäuser, deren Bohlen nicht verschraubt sind, profitieren von Windverankerungs-Sets. Diese bestehen aus stabilen Gewindestangen, die die obere und untere Blockbohle miteinander verbinden und das Auseinanderdriften der Bohlen verhindern.

Innenliegende Gewindestangen für maximale Sicherheit

Bei Gartenhäusern mit dickeren Wänden bieten innenliegende Gewindestangen maximale Sicherheit. Diese sind bereits im Werk in die Blockbohlen eingearbeitet und verhindern das Auseinanderdriften der Bohlen selbst bei starker Sturmbelastung.

Fundamentarten für Gartenhäuser

Die Wahl des richtigen Fundaments ist entscheidend für die Stabilität und Langlebigkeit eines Gartenhauses.

Punktfundament: Einfache Lösung für kleine Gartenhäuser

Ein Punktfundament besteht aus einzelnen Betonfundamenten, die unter den Eckpfosten des Gartenhauses platziert werden. Diese Fundamentart ist relativ einfach zu erstellen und eignet sich besonders für kleinere Gartenhäuser.

Streifenfundament: Stabile Basis für größere Gartenhäuser

Ein Streifenfundament besteht aus Betonstreifen, die unter den tragenden Außenwänden des Gartenhauses verlaufen. Diese Fundamentart bietet hohe Stabilität und ist auch für größere Gartenhäuser geeignet.

Plattenfundament: Schnelle und einfache Option

Ein Plattenfundament ist eine durchgehende Betonplatte, die die gesamte Grundfläche des Gartenhauses abdeckt. Diese Fundamentart ist schnell und einfach zu erstellen, jedoch nicht so stabil wie ein Streifen- oder Punktfundament.

Schraubfundament: Umweltfreundliche Alternative

Ein Schraubfundament besteht aus Schraubpfählen, die direkt in den Boden geschraubt werden. Diese Fundamentart ist umweltfreundlich und einfach zu installieren, eignet sich jedoch nicht für alle Bodenarten.

Zusätzliche Maßnahmen zur Sturmsicherung

Neben der Verankerung und dem Fundament gibt es weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Sturmsicherheit eines Gartenhauses.

Sturmleisten für gesteckte Gartenhäuser

Sturmleisten werden an den Ecken von gesteckten Gartenhäusern angebracht und verbinden die oberste mit der untersten Blockbohle, um das Auseinanderdriften der Bohlen bei starkem Wind zu verhindern.

Holzschutz durch Imprägnierung

Eine Imprägnierung schützt das Holz des Gartenhauses vor Witterungseinflüssen und beugt Fäulnis und Schimmelbildung vor. Eine sorgfältige Anwendung sollte bei Außentemperaturen von mindestens 8 bis 10 Grad erfolgen.

Mehrschichtdämmsystem für optimalen Schutz

Ein Mehrschichtdämmsystem schützt das Gartenhaus nicht nur vor Wind und Wetter, sondern sorgt auch für eine bessere Isolierung. Dies verhindert Schimmelbildung und verbessert die Energieeffizienz durch die umlaufende Dämmung an Wänden, Dach und Boden.

Bilder: photowind / Shutterstock