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Gartenhaus-Unterkonstruktion: Welche Optionen gibt es?

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Ein stabiles und langlebiges Gartenhaus benötigt eine solide Basis. Dieser Artikel erklärt die Funktionen und den Aufbau einer Unterkonstruktion sowie verschiedene Fundamentarten und Materialien, um Ihnen bei der Planung Ihres Gartenhausprojekts zu helfen.

Gartenhaus Fundament
Beton ist die gängigste Lösung für die Unterkonstruktion

Funktionen einer Gartenhaus-Unterkonstruktion

Eine gut geplante Unterkonstruktion ist entscheidend für die Langlebigkeit und Funktionalität Ihres Gartenhauses. Sie erfüllt mehrere wichtige Aufgaben:

  • Feuchtigkeitsschutz: Durch die Abhebung des Gartenhauses vom Boden verhindert die Unterkonstruktion das Eindringen von Feuchtigkeit ins Holz. Dies beugt Schimmelbildung und Fäulnis effektiv vor.
  • Stabilität und Standfestigkeit: Eine ebene und stabile Basis minimiert Bewegungen und Verformungen des Gartenhauses. Das Gewicht wird gleichmäßig verteilt, was die strukturelle Integrität und die Lebensdauer des Gartenhauses erhöht.
  • Belüftung: Die Unterkonstruktion ermöglicht einen ausreichenden Luftstrom unter dem Gartenhaus. So wird Feuchtigkeit reguliert und Schimmelbildung sowie Holzschäden vorgebeugt.
  • Ausgleich von Unebenheiten: Unebenheiten im Boden können durch die flexible Gestaltung der Unterkonstruktion ausgeglichen werden. Dies vereinfacht die Montage des Gartenhauses und sorgt für eine gerade Aufstellfläche.

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Materialien für die Unterkonstruktion

Die Wahl des Materials für die Unterkonstruktion beeinflusst die Langlebigkeit und Robustheit Ihres Gartenhauses maßgeblich. Hier sind einige Optionen:

  • Holz: Dieses klassische Material besticht durch seine natürliche Optik und Vielseitigkeit. Druckimprägniertes Holz bietet einen hervorragenden Schutz gegen Feuchtigkeit und Schädlinge. Achten Sie auf eine Mindeststärke der Holzbalken von 7×7 Zentimetern, um eine optimale Tragfähigkeit und Formstabilität zu gewährleisten.
  • Kunststoff: Eine moderne Alternative sind Fundamentträger aus Kunststoff. Sie sind besonders langlebig und widerstandsfähiger gegenüber Feuchtigkeit als Holz. Standardmaße für Kunststoffunterkonstruktionen liegen bei etwa 35x85x3000 mm. Die Konstruktion mit Tropfkante unterstützt den Wasserablauf und minimiert Staunässe.
  • Beton: Für schwere Gartenhäuser oder unebene Untergründe bietet Beton eine solide Basis. Seine Widerstandsfähigkeit gegenüber Umwelteinflüssen und die hohe Tragkraft machen ihn zu einer dauerhaften Lösung für anspruchsvolle Projekte. Allerdings erfordert eine Betonunterkonstruktion eine präzise Planung und Ausführung.

Ergänzen Sie die Unterkonstruktion unbedingt mit einer Feuchtigkeitssperre. Pads aus Gummigranulat sind hierfür ideal. Sie isolieren effektiv gegen Bodenfeuchtigkeit, passen sich flexibel an unebene Untergründe an, dämpfen Trittschall und fördern die Belüftung unter dem Gartenhaus. So verlängern Sie die Lebensdauer des Materials.

Aufbau der Unterkonstruktion

Der korrekte Aufbau der Unterkonstruktion ist essentiell für die Stabilität und Langlebigkeit Ihres Gartenhauses. Beachten Sie dabei folgende Komponenten:

  • Fundament: Die solide Basis kann je nach Bedarf und Untergrundbeschaffenheit eine Betonplatte, Punktfundamente oder eine andere stabile Lösung sein. Das Fundament sollte das Gartenhaus an allen Seiten um einige Zentimeter überragen, um einen effektiven Feuchtigkeitsschutz zu gewährleisten.
  • Balken: Die Balken bilden die Hauptstruktur der Unterkonstruktion und werden direkt auf dem Fundament platziert. Verwenden Sie hochwertiges, druckimprägniertes Holz für optimalen Schutz vor Feuchtigkeit und Fäulnis. Achten Sie beim Verlegen auf einen gleichmäßigen Abstand, in der Regel etwa 60-65 cm.
  • Feuchtigkeitssperre: Bringen Sie unter den Balken eine Feuchtigkeitssperre an, um das Eindringen von Bodenfeuchtigkeit ins Holz zu verhindern. Spezielle Pads aus Gummigranulat bieten neben der Feuchtigkeitssperre auch eine Trittschalldämpfung und tragen zur Belüftung des Holzes bei. Platzieren Sie die Pads in regelmäßigen Abständen von etwa 20 cm unter den Balken, um eine gleichmäßige Unterstützung und den Ausgleich von Unebenheiten zu gewährleisten.

Diese drei Elemente bilden die Grundlage für ein stabiles und langlebiges Gartenhaus, das den äußeren Einflüssen standhält und Ihnen lange Freude bereitet.

Fundamentarten für Gartenhäuser

Die Wahl des passenden Fundaments ist entscheidend für die Langlebigkeit und Stabilität Ihres Gartenhauses. Die Beschaffenheit des Untergrunds, die Größe und das Gewicht des Gartenhauses sowie die klimatischen Bedingungen spielen bei der Entscheidung eine wichtige Rolle. Hier stellen wir Ihnen verschiedene Fundamentarten vor:

  • Plattenfundament: Diese Variante eignet sich besonders für kleinere Gartenhütten. Wasch- oder Gehwegplatten werden auf einem sorgfältig vorbereiteten Kies-Schotterfundament verlegt. Diese Methode ist kostengünstig und auch für Hobbygärtner:innen gut umsetzbar.
  • Betonfundament: Eine sehr stabile und langlebige Lösung für Gartenhäuser jeder Größe. Es ist ideal für unebene Untergründe und schützt effektiv vor Feuchtigkeit. Die Realisierung erfordert jedoch eine sorgfältige Planung und ist kostenintensiver.
  • Punktfundament: Die ideale Wahl für leichte bis mittelschwere Gartenhäuser. Es besteht aus einzelnen Betonelementen, die an den Eckpunkten und unter den tragenden Elementen des Gartenhauses positioniert werden. Diese Variante bietet eine kostensparende Alternative zur komplett gegossenen Betonplatte.
  • Streifenfundament: Dieses Fundament wird entlang der Außenwände des Gartenhauses gegossen und ist besonders gut für rechteckige Gartenhäuser geeignet. Es sorgt für eine ausgezeichnete Lastverteilung und Stabilität.
  • Schraubfundament: Eine schnelle, effiziente und umweltfreundliche Lösung. Schraubfundamente werden ohne großen Aufwand in den Boden gedreht und eignen sich auch für unebene Flächen. Sie ermöglichen zudem eine nachträgliche Höhenanpassung.

Jede Fundamentart hat ihre spezifischen Vorteile und ist für unterschiedliche Anforderungen und Projektgrößen geeignet. Die Entscheidung hängt von den individuellen Bedingungen des Gartenhausstandorts sowie von Budget und persönlichen Präferenzen ab.

Montage der Unterkonstruktion

Ein stabiles Gartenhaus beginnt mit einer gut geplanten und präzise errichteten Unterkonstruktion. Hier sind die Schritte im Detail:

  1. Vorbereiten des Fundaments: Stellen Sie sicher, dass das Fundament vollständig ausgehärtet ist. Sorgen Sie für eine ebene und tragfähige Oberfläche und gleichen Sie Unebenheiten bei Bedarf mit Sand oder Kies aus.
  2. Feuchtigkeitssperre einrichten: Schneiden Sie die mitgelieferte Verpackungsfolie in 60-65 mm breite Streifen und legen Sie diese unter die Bodenbalken, um einen wirksamen Schutz vor aufsteigender Bodenfeuchtigkeit zu bieten.
  3. Balken positionieren: Platzieren Sie die Holzbalken für die Unterkonstruktion auf der Folie. Verwenden Sie die mitgelieferten Holzschrauben und Winkel, um die Balken miteinander zu verbinden. Achten Sie darauf, dass alle Ecken rechtwinklig zueinander stehen. Eine kesseldruckimprägnierte Behandlung der Unterleger gewährleistet einen optimalen Schutz vor Nässe und Fäulnis.
  4. Sockelbohlen befestigen: Bei der Blockbohlenbauweise fixieren Sie die Sockelbohlen nun mittels Schrauben an den vorbereiteten Bodenbalken. Für eine Elementbauweise stellen Sie eine Eckverbindung her und verschrauben die Wände in den Bodenbalken, um eine stabile Grundstruktur zu gewährleisten.
  5. Feuchtigkeitssperre korrekt verlegen: Verwenden Sie Pads aus Gummigranulat für die Feuchtigkeitssperre. Platzieren Sie sie in Abständen von etwa 20 Zentimetern unter den Balken, um gleichzeitig Unebenheiten im Fundament auszugleichen und eine effektive Isolation gegen Bodenfeuchtigkeit zu schaffen.
  6. Unterkonstruktion im Fundament verankern: Sichern Sie die Unterkonstruktion, insbesondere an den Ecken, im Fundament. Verwenden Sie Schraubanker für zusätzliche Stabilität.

Mit diesen sorgfältig durchgeführten Schritten ist die Unterkonstruktion Ihres Gartenhauses bereit, um darauf aufzubauen und Ihnen für viele Jahre Freude und Nutzen zu bringen.