Gartengestaltung

Garten beleuchten: So kreieren Sie eine magische Atmosphäre

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Gartenbeleuchtung kombiniert Sicherheit mit ansprechender Ästhetik. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Beleuchtungskonzepte, Leuchtmittel und Steuerungsmöglichkeiten für einen funktionalen und stimmungsvollen Außenbereich.

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Kleine Solarleuchten im Beet schaffen eine schöne Atmosphäre bei Nacht und laden sich am Tag selber auf

Zweckmäßige und ästhetische Gartenbeleuchtung

Gartenbeleuchtung lässt sich grob in zwei Hauptkategorien unterteilen: zweckmäßige Beleuchtung, die der Sicherheit und Orientierung dient, und ästhetische Beleuchtung, die den Garten in ein stimmungsvolles Licht taucht und besondere Akzente setzt.

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Zweckmäßige Beleuchtung

Um die Sicherheit im Garten zu gewährleisten, ist zweckmäßige Beleuchtung unverzichtbar. Dunkle Wege, Treppenstufen und Einfahrten sollten gut ausgeleuchtet sein. Bewegungsmelder, die Licht nur bei Bedarf aktivieren, sind ideal, um sowohl die Orientierung zu erleichtern als auch ungebetene Gäste abzuschrecken. Helle, kaltweiße Lichtfarben (etwa 10.000 Kelvin) bieten dabei einen klaren, detailreichen Lichteindruck.

Empfohlene Beleuchtungsarten:

  • Wegeleuchten: Sie unterstützen die Orientierung entlang von Wegen und Trampelpfaden.
  • Pollerleuchten: Besonders geeignet für Einfahrten und Wege, da sie blendfrei nach unten strahlen.
  • Wand- und Treppenleuchten: Diese sichern Eingänge und Stufen und verhindern Stolperfallen.

Ästhetische Beleuchtung

Ästhetische Beleuchtung schafft eine bezaubernde Atmosphäre im Garten. Sie ist besonders im Sommer beim gemütlichen Beisammensein und im Winter beim Blick aus dem Wohnzimmer ansprechend. Mit warmweißen Lichtfarben unter 3.000 Kelvin erzeugen Sie ein einladendes und harmonisches Ambiente.

Mögliche Lichtquellen und Effekte:

  • Bodenstrahler und Spots: Sie lassen sich gezielt auf Pflanzen, Skulpturen oder architektonische Elemente richten, um beispielsweise einen Baum anzustrahlen.
  • Lichterketten: Diese eignen sich für Bäume, Zäune oder Geländer, um eine romantische Stimmung zu erzeugen.
  • Mobile Akkuleuchten: Diese sind flexibel einsetzbar und nützlich für besondere Anlässe oder als temporäre Lichtquelle.
  • Feuerstellen und Fackeln: Sie sorgen für ein warmes, flackerndes Licht und ergänzen die Atmosphäre im Garten.

Weitere Tipps:

  • Setzen Sie mehrere kleine Lichtinseln statt grellen Flutlichts ein.
  • Achten Sie darauf, dass das Licht nicht blendet, und spielen Sie mit Licht und Schatten für mehr Tiefe.
  • Verwenden Sie Beleuchtung mit unterschiedlichen Winkeln, um verschiedene Pflanzen- und Baumbereiche effektvoll zu inszenieren.

Die Kombination aus zweckmäßiger und ästhetischer Beleuchtung sorgt für Sicherheit und Atmosphäre in Ihrem Garten.

Die richtige Auswahl der Gartenleuchten

Die Auswahl der passenden Leuchtmittel ist entscheidend für eine effektvolle Gartenbeleuchtung. Überlegen Sie zunächst, welche Bereiche und Objekte beleuchtet werden sollen und welchen Zweck die Beleuchtung erfüllen soll – sei es zur Orientierung, Sicherheit oder zur Schaffung einer stimmungsvollen Atmosphäre.

Lichtarten und ihre Einsatzmöglichkeiten:

  • Spots und Strahler: Diese sind ideal, um einzelne Pflanzen, Skulpturen oder architektonische Elemente in Szene zu setzen. Sie können als Bodeneinbau- oder Aufbauleuchten verwendet werden.
  • Wandleuchten: Perfekt für Eingänge, Terrassen oder Gartenmauern, widerstandsfähig gegen Wettereinflüsse (IP44 oder höher).
  • Lichterketten: Flexibel einsetzbar an Bäumen, Zäunen oder Terrassen für eine romantische Atmosphäre.
  • Mobile Akkuleuchten: Flexible und temporäre Lichtquellen für besondere Anlässe ohne feste Installation.

Wichtige Überlegungen bei der Auswahl:

  • Lichtfarbe: Warmweiße Lichtfarben unter 3.000 Kelvin schaffen eine einladende Atmosphäre.
  • Blendfreiheit: Stellen Sie sicher, dass die Lichtquellen nicht direkt in die Augen strahlen und gezielt Objekte beleuchten.
  • Schutzart (IP-Schutzklassen): Leuchten im Freien sollten mindestens IP44 aufweisen, im Boden verlegte Strahler IP67 und Teichleuchten IP68.
  • Kombination von Lichtquellen: Nutzen Sie verschiedene Beleuchtungsarten für Tiefe und Struktur. Mehrere kleine Lichtquellen sind oft energieeffizienter und effektvoller als wenige starke Leuchten.

Planungstipps:

  • Frühzeitige Planung: Berücksichtigen Sie die Beleuchtung bereits in der frühen Gartenplanung und planen Sie, wie Sie die Kabel verlegen.
  • Nachhaltigkeit: Setzen Sie auf LEDs und Solarleuchten, die energiesparend und umweltschonend sind.

Durch eine sorgfältige Auswahl und Platzierung der Gartenleuchten wird Ihr Außenbereich sowohl funktional als auch ästhetisch gestaltet.

Energiesparende LEDs für die Gartenbeleuchtung

Energiesparende LEDs sind eine hervorragende Wahl für die Gartenbeleuchtung. Sie sind kosteneffizient, umweltfreundlich und haben eine lange Lebensdauer. LEDs gibt es in vielfältigen Formen und Anwendungen, die jede Ecke Ihres Gartens ins rechte Licht rücken.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten und Formen

LED-Leuchten sind äußerst flexibel:

  • Lichterketten: Ideal für romantische Akzente an Bäumen, Zäunen oder Terrassen.
  • Bodeneinbau- und Aufbauleuchten: Zur gezielten Beleuchtung von Wegen, Beeten und architektonischen Elementen.
  • Strahler und Spots: Hervorragend zur Betonung von Pflanzen oder Gartenstrukturen.
  • Leuchtbänder: Zum Markieren von Wegen oder Akzentuieren von Mauern.

Nachhaltige Optionen

Neben der direkten Stromversorgung durch das Netz sind Solarleuchten eine umweltfreundliche Alternative. Diese sammeln tagsüber Sonnenenergie und schalten sich automatisch bei Einbruch der Dunkelheit ein.

Farbtemperatur und Lichtqualität

Moderne LEDs bieten verschiedenste Farbtemperaturen. Warmweiß schafft eine gemütliche Atmosphäre, während kühlere Töne für funktionale Beleuchtungszwecke geeignet sind. Farbige LED-Optionen verleihen Ihrem Garten eine besondere Note.

Kombination mit Energiesparmaßnahmen

Kombinieren Sie LEDs mit Bewegungsmeldern, Zeitschaltuhren oder Smart-Home-Systemen, um den Energieverbrauch weiter zu minimieren. Bewegungsmelder aktivieren das Licht nur bei Bedarf, und Zeitschaltuhren sorgen für automatische Ein- und Ausschaltung zu festgelegten Zeiten. Smarte Systeme ermöglichen eine bequeme Steuerung per App, inklusive Anpassung der Lichtintensität und Farben.

Eine Umstellung auf LED-Gartenbeleuchtung ist eine Investition in Umweltschutz, Kosteneffizienz und Flexibilität.

Installation der Stromzufuhr und Kabel

Die Verlegung der Stromkabel ist zentral für eine sichere und ordentliche Installation der Gartenbeleuchtung. Hier sind einige Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Tipps:

  1. Planung und Vorbereitung: Erstellen Sie einen detaillierten Beleuchtungsplan und dokumentieren Sie den Verlauf der Stromkabel in einem Gartenplan.
  2. Verlegung der Kabel: Verlegen Sie die Kabel mindestens 60 cm tief, um sie gegen Frost und Beschädigungen zu schützen.
  3. Erdkabel und Sicherungen: Verwenden Sie Erdungskabel und installieren Sie einen FI-Schutzschalter.
  4. Verbindungen und Anschlüsse: Nutzen Sie Abzweigdosen und Verbindungsmuffen für sichere Leitungsverbindungen.
  5. Einhalten der Schutzklassen: Achten Sie auf die IP-Schutzklassen der Leuchten und Kabel.
  6. Optionen für Solarbeleuchtung: Wenn das Verlegen von Kabeln zu aufwändig ist, bieten solarbetriebene Lampen eine flexible Alternative.

Eine sorgfältige Beachtung dieser Schritte gewährleistet eine funktionale und sichere Gartenbeleuchtung.

Installation durch einen Elektriker

Für die Installation größerer Gartenbeleuchtungsanlagen, die über das 230-Volt-Stromnetz betrieben werden, empfiehlt sich die Hinzuziehung eines professionellen Elektrikers. Installationsarbeiten mit dieser Spannung sollten von Fachleuten durchgeführt werden.

Ablauf und wichtige Aspekte

  1. Erdkabel verlegen: Verlegen Sie Erdkabel in einer Tiefe von mindestens 60 cm.
  2. Installation von Energiesäulen: Energiesäulen dienen als zentrale Stromverteiler im Garten.
  3. Sicherheitsmaßnahmen: Ein Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schutzschalter) ist im Außenbereich unverzichtbar.
  4. Transformatoren installieren: Niedervolt-Systeme benötigen einen Transformator zur Spannungskonvertierung.
  5. Verbindungen und Schutzarten: Nutzen Sie geeignete Abzweigdosen und Verbindungsmuffen.
  6. Nachträgliche Anpassungen: Planen Sie Leerrohre für zusätzliche Kabel ein.

Eine Zusammenarbeit mit einem qualifizierten Elektriker gewährleistet Funktionalität und Sicherheit.

Niedrigvolt-Systeme für die eigene Installation

Niedrigvolt-Systeme mit 12 oder 24 Volt sind ideal für die DIY-Installation. Nach der Installation eines Transformators durch einen Elektriker können Sie die Verkabelung eigenständig durchführen.

Vorteile der Niedrigvolt-Systeme

  1. Einfache Installation: Aufgrund der sicheren Niederspannung können Sie die Installation ohne Fachkenntnisse durchführen.
  2. Flexible Verkabelung: Oberirdisch verlegte Kabel können mit Mulch oder Erdreich abgedeckt werden.
  3. Erweiterbarkeit: Zusätzliche Leuchten können leicht in ein bestehendes System integriert werden.

Schritte zur Installation

  1. Trafo installieren: Schließen Sie einen Transformator an eine 230-Volt-Steckdose an.
  2. Kabelverlegung: Verlegen Sie die Kabel oberirdisch entlang der gewünschten Bereiche.
  3. Anschließen der Leuchten: Nutzen Sie Plug-and-Play-Steckverbinder.
  4. Testen des Systems: Überprüfen Sie die Funktionalität nach der Installation.

Ein Niedrigvolt-System bietet eine sichere und flexible Beleuchtungsmöglichkeit für Ihren Garten.

Steuerung der Gartenbeleuchtung

Eine sorgfältig ausgewählte Steuerung der Gartenbeleuchtung sorgt für Flexibilität, Komfort und Energieeffizienz. Verschiedene Steuerungsmethoden können je nach Bedürfnissen und technischen Möglichkeiten zum Einsatz kommen:

  • Einfache Schalter und Funkschalter: Manuelle Bedienung direkt an den Leuchten oder per Funk vom Haus aus.
  • Smart Home-Integration: Steuerung per App oder Sprachassistenten wie Alexa, Google Assistant oder Siri.
  • Zeitschaltuhren und Dämmerungssensoren: Automatische Ein- und Ausschaltung zu festgelegten Zeiten oder bei Dunkelheit.
  • Bewegungsmelder: Aktivierung des Lichts bei Bewegung zur erhöhten Sicherheit und Energieeinsparung.
  • Dimmbare Beleuchtung: Anpassung der Helligkeit je nach Stimmung oder Zweck.

Kombinieren Sie verschiedene Steuerungselemente für eine individuelle und energieeffiziente Lichtlösung.

Rücksichtnahme auf die Nachbarn

Beachten Sie bei der Planung der Gartenbeleuchtung auch die Bedürfnisse Ihrer Nachbarn. Vermeiden Sie blendendes oder zu helles Licht, das auf benachbarte Grundstücke fällt, um Schlafstörungen und Spannungen in der Nachbarschaft zu vermeiden.

Tipps zur Vermeidung von Lichtbelästigungen

  • Lichtausrichtung: Richten Sie Beleuchtungselemente so aus, dass sie keine fremden Grundstücke oder Fenster beleuchten.
  • Dämmerungssensoren und Bewegungsmelder: Licht nur bei Bedarf und in der Dunkelheit einschalten.
  • Zeitschaltuhren und Smart Home-Systeme: Automatische Abschaltung zu festen Zeiten, beispielsweise ab 22 Uhr.
  • Helligkeit reduzieren: Begrenzen Sie die Beleuchtungsstärke auf maximal 1 LUX.
  • Blinkende oder flackernde Lichter vermeiden: Solche Lichteffekte können besonders störend sein.

Durch Rücksichtnahme tragen Sie zu einem harmonischen Miteinander bei und schaffen eine angenehme Lichtatmosphäre im Garten.

Bilder: welcomia / Shutterstock