Kann ich meinen Flammenbaum als Bonsai ziehen?

Der Flammenbaum gehört zu den Johannisbrotgewächsen und ist unter dem Namen Flamboyant bekannt. Dass diese Art zu den Schmetterlingsblütlern gehört, ist an Blüten und Blättern erkennbar. Das gefiederte Laub wirkt besonders ästhetisch, weswegen Profis den Laubbaum als Bonsai kultivieren.

flammenbaum-bonsai
Der Flammenbaum ist kein typischer Bonsai

Wachstumseigenschaften

Flammenbäume sind tropische Gewächse, die bis zehn Meter hoch wachsen können. Ihre Krone ist von Natur aus schirmartig, was auch in der Bonsaigestaltung im Fokus steht. Unter tropischen Bedingungen ist der Baum immergrün. Kühlere Verhältnisse veranlassen das Gehölz zum Laubabwurf. Die mitteleuropäischen Wintermonate übersteht es in einem Quartier mit Temperaturen zwischen zehn und 20 Grad Celsius.

Lesen Sie auch

Hinweise zur Bonsaizucht

Diese Exemplare sind keine typischen Objekte, um einen Minibaum zu gestalten. Wenn Sie die Art in einen Bonsai verwandeln möchten, müssen Sie viel Geduld mitbringen. Delonix regia verholzt langsam. Ähnlich wie bei anderen Paradiesvogelsträuchern aus der gleichen Gattung lassen sich die Blätter durch gezielte Gestaltungsmaßnahmen auf einer Größe von maximal zehn Zentimeter halten.

So schneiden Sie richtig

Ein Flammenbaum verträgt trotz seiner zierlichen Erscheinung radikalere Schnittmaßnahmen sehr gut. Diese erfolgen im Frühjahr, damit der Baum in der anschließenden Vegetationsperiode seine gesamte Energie in das Wachstum der vorhandenen Pflanzenteile steckt. Nehmen Sie alle überschüssigen Triebe weg, die das Gesamtbild stören. Damit sich im Laufe der Zeit eine schirmförmige Krone entwickelt, ist während des Sommers ein regelmäßiges Trimmen notwendig. Durch das stetige Zurückschneiden entwickelt der Baum schöne Verzweigungen.

Tipps für ein ausgewogenes Gesamtbild

Behalten Sie beim Schneiden das Gesamtbild im Blick. Flammenbäume wirken ästhetisch mit einer ungeraden Anzahl an Zweigen. Sie erhöhen die Spannung und steigern das Interesse. Idealerweise hat der Laubbaum drei Zweige auf unterschiedlichen Ebenen, damit Blüten und Blätter ausreichend Platz für die Entwicklung haben. Beim Blattschnitt sollten Sie darauf achten, dass die Äste niemals vollständig entlaubt stehen.

Drahten

Die tropischen Gewächse haben sehr weiches und elastisches Holz. Zudem verholzen die jungen Zweige langsam, weswegen sich Stabilisierungsdrähte gut für die Gestaltung eignen. Aluminiumdrähte werden spiralförmig um die Triebe gewickelt, sodass sich diese anschließend in die gewünschte Form biegen lassen. Achten Sie auf einen anliegenden aber nicht zu festen Sitz. Kontrollieren Sie den Bonsai wöchentlich auf seinen Zuwachs und entfernen Sie die Drähte, wenn das sekundäre Dickenwachstum einsetzt.

Tipps

Möchten Sie ältere Äste in eine andere Ausrichtung bringen, ist das Abspannen eine gute Option.

Pflege

Diese Exemplare erweisen sich als empfindlich in Bezug auf Pflegemaßnahmen. Sie tolerieren keine Fehler und gehen bei suboptimalen Bedingungen schnell ein. Ein durchlässiges und mineralisches Substrat ist ebenso Pflicht wie ein Pflanzgefäß mit Abzugslöchern.

So pflegen Sie richtig:

  • Erde vor dem Gießen zu abtrocknen lassen
  • Trockenphasen und zu feuchte Erde vermeiden
  • während der Wachstumsphase alle vier Wochen organisch düngen

Text: Christine Riel
Artikelbild: Yanawut.S/Shutterstock

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.