Sollte man den Fingerhut schneiden?

Für seine Giftigkeit, seine reiche Blütenflor und seinen kerzenartigen Wuchs ist er bekannt. Doch wie verhält sich der Fingerhut im Bezug auf einen bei anderen Pflanzen wichtigen Teil der Pflege , das Schneiden?

Fingerhut schneiden

Fünf gute Gründe, den Fingerhut zu schneiden

Der Fingerhut ist ein kurzlebiges Gewächs, das meist zweijährig und seltener mehrjährig ist. Dennoch sprechen verschiedene Gründe dafür, ihn ab und an einem Schnitt zu unterziehen.

Dazu gehören vor allem diese fünf Aspekte:

  • als Schnittblume für die Vase verwenden
  • um von Krankheiten befallene Teile zu entfernen
  • für eine zweimalige Blütenflor
  • zur Verhinderung einer Selbstaussaat
  • zum Herstellen von Umschlägen für äußere Wunden

Fingerhut für eine zweite Blütenflor schneiden

Zwischen Juni und August erblüht der Fingerhut . Sofort wenn seine Blüten verwelkt sind (bevor sich die Samen entwickeln konnten), sollten die Blütenstängel abgeschnitten werden. Dann ist im nächsten Jahr eine erneute Blüte zu erwarten und der Fingerhut ist mehrjährig. Die zweite Blüte fällt allerdings geringer aus, da es dem Fingerhut an Kraft fehlt.

Die Blütenstängel können bereits vor dem Verwelken abgeschnitten werden. Dann sollten mindestens 2/3 der Blütenknospen geöffnet sein. Die Blütenstängel können in eine Vase gestellt sind. Damit sie darin lange halten, sollte das Wasser alle 2 Tage gewechselt werden. Zudem ist es ratsam, die Stängel regelmäßig einzukürzen.

Fingerhut zur Verhinderung der Selbstaussaat schneiden

Fingerhut breitet sich mit Freude selbst über seine Samen aus. Wer das verhindern will, sollte die Samenstängel zurückschneiden, bevor sich die Kapseln öffnen und die Samen verstreut werden. Wer die Samen sammeln und aufbewahren will, sollte die Stängel kurz vor der Reife der Samen abschneiden.

Tipps & Tricks

Achtung: Tragen Sie im Umgang mit bzw. beim Schneiden vom Fingerhut immer Handschuhe. Selbst wenn Sie ihn nicht verzehren, sein giftiger Wirkstoff kann auf die Haut gelangen und dort zu Rötungen und allergischen Ausschlägen führen. Alternativ sollten Sie sich nach der Tuchfühlung die Hände waschen.

Text: Anika Gütt

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