Essigbaum im Freiland pflanzen – Tipps und Tricks

Essigbäume gelten gleichzeitig als Fluch und Segen. Ihre Herbstfärbung ist atemberaubend, doch sie entwickeln sich schnell zur Plage. Damit das nicht passiert, sollten Sie beim Pflanzen auf verschiedene Aspekte achten.

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Der Hirschkolbensumach mag es am liebsten sonnig

Standortansprüche

Essigbäume wachsen prächtig an sonnigen Plätzen und gedeihen auch im Halbschatten. Ideal ist ein sandiger Boden mit hoher Durchlässigkeit, damit sich keine Staunässe bildet. Der Nährstoffgehalt spielt eine untergeordnete Rolle. Achten Sie auf den pH-Wert, denn stark kalkhaltige Böden verträgt der Strauch nicht. Für Kübelpflanzungen gelten die gleichen Bedingungen.

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Wurzelsperre

Die Sträucher entwickeln ein weitreichendes Wurzelsystem, welches sich flach in den oberen Bodenschichten ausbreitet. Da die Wurzeln vor allem bei Schnittmaßnahmen am Strauch zum Austrieb neigen, kommt es häufig zum unkontrollierten Wuchern. Um die Ausbreitung zu verhindern, sollten Sie beim Pflanzen eine Wurzelsperre in den Boden einbringen. Ungeeignet sind Teichfolien, da die kräftigen Wurzeln Löcher in das Material bohren und durch wachsen.

Versenken Sie ein bodenloses Steingefäß oder eine Regentonne ohne Boden im Pflanzloch. Die Wurzelsperren sollten dem Strauch ausreichend Raum bieten, sodass er sich in den ersten Jahren gut ausbreiten kann. Ideal ist ein Durchmesser von zwei Metern. Es ist unumgänglich, dass Essigbäume im Laufe der Zeit bei Platzmangel verkümmern. In diesem Fall können Sie Stecklinge schneiden und den Strauch verjüngen.

So züchten Sie Jungpflanzen:

  • 15 Zentimeter lange Triebe schräg abschneiden
  • Pflanzgefäß mit einem Gemisch aus Sand, Erde und Kokosfasern befüllen
  • Steckling zur Hälfte in das Substrat stecken

Pflege

Essigbäume benötigen keine aufwendigen Pflegemaßnahmen. Am geeigneten Standort zeigen sie sich bei lang anhaltender Trockenheit dankbar über eine Wassergabe. Bei einer Kultivierung im Kübel sollten Sie darauf achten, dass die Erde kontinuierlich feucht gehalten wird.

Sie müssen den Strauch nicht mit speziellen Düngern versorgen. Wenn das Wachstum stagniert und der Baum verkümmert, können Sie den Essigbaum mit Kompost unterstützen. Verteilen Sie den Kompost auf der Baumscheibe und verzichten Sie auf eine Einarbeitung in den Boden. Dabei besteht die Gefahr, dass Sie die Wurzeln beschädigen und diese an den Wunden unkontrolliert austreiben. Ältere Bäume sollten regelmäßig ausgelichtet werden. Schneiden Sie kahle Äste ab und achten Sie auf Wurzelschösslinge.

Text: Christine Riel
Artikelbild: ioanna_alexa/Shutterstock

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