Wissenswertes zur Enzian-Staude

Enzian-Staude und Enzianbaum haben außer dem Namen nicht viel miteinander gemein. Während der Enzian (Gentiana) eine Staude ist, die aus den Alpen stammt, ist der Enzianbaum (Solanum), auch Kartoffelbaum genannt, in Südamerika beheimatet. Nur blaue Blüten haben sie beide.

Enzian Pflanze
Die Enzian-Staude gedeiht im Bergland, im Garten und sogar als Topfpflanze

Bevorzugter Standort

Enzianarten sind vikariierend. Das bedeutet, dass sie nicht zusammen angepflanzt werden können, da sie unterschiedliche Ansprüche an den Standort haben.

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Clusius-Enzian beispielsweise benötigt sehr kalkhaltigen Boden. Kochscher Enzian hingegen mag Kalk gar nicht, er braucht saure Erde.

Gemeinsam ist den Enzianarten, dass sie halbschattige bis sonnige Standorte bevorzugen. In der Natur wachsen sie meist unter höheren Pflanzen, weil sie direkte Sonne nur kurzzeitig vertragen. Der Boden muss locker sein und Wasser gut ableiten können.

Pflege der Staude

Enzian braucht im Sommer weniger Wasser als im Winter. Ganz austrocknen dürfen die Wurzeln aber nie. Zur Pflege gehört:

  • Regelmäßig gießen
  • Staunässe vermeiden
  • Bei Bedarf Kalk oder Humus geben
  • Vor dem Winter schneiden
  • Gegebenenfalls nach der Blüte zurückschneiden

Vermehren des Blauen Enzians

Wie fast alle Stauden lässt sich Enzian recht einfach vermehren. Am häufigsten werden neue Pflanzen ausgesät. Als Kaltkeimer müssen die Samen allerdings eine längere Kältephase durchmachen, bevor sie keimen.

Bei Stauden ist die Vermehrung über Teilung ebenfalls eine gute Lösung. Dafür werden die Pflanzen aus dem Boden geholt, in der Mitte geteilt und anschließend wieder eingesetzt beziehungsweise verpflanzt.

Enzian-Stauden sind nicht sehr langlebig. Sie lassen sich durch Teilung verjüngen und länger im Garten oder Topf pflegen.

Enzian-Stauden über den Winter bringen

Grundsätzlich sind Enzian-Stauden winterhart. In rauen Lagen sollten Sie trotzdem für einen Winterschutz sorgen. Abdecken mit Reisig oder Tannenzweigen beim Kochschen Enzian ist ausreichend.

Enzian im Topf wird an einem geschützten Platz auf der Terrasse oder dem Balkon, aber auf keinen Fall im Haus überwintert. Der Topf wird sicherheitshalber auf Styropor gestellt und mit Schutzfolie umhüllt.

Tipps & Tricks

Im Unterschied zum Blauen oder Gelben Enzian ist der Enzianbaum sehr giftig, und zwar in allen Pflanzenteilen. Die Alpenblume können Sie deshalb problemlos im Garten pflegen, während Sie einen Enzianstrauch nur halten sollten, wenn keine Kinder oder Tiere zur Familie gehören.

Text: Sigrid Hestermann

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