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Eibe oder Zypresse: Was ist die Toscana-Eibe genau?

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Handelt es sich um eine Eibe oder eine Zypresse? Das ist im Falle der Toscana-Eibe für den Laien nicht so leicht zu bestimmen. Wir verraten Ihnen, um welche Art von Nadelgehölz es sich handelt und worauf Sie bei Pflanzung und Pflege achten sollten.

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Die Toscana-Eibe ist trotz ihres säulenförmigen Wuchses eine Eibe
AUF EINEN BLICK
Handelt es sich bei der Toscana-Eibe um eine Eibe oder eine Zypresse?
Ist die Toscana-Eibe eine Eibe oder eine Zypresse? Die Toscana-Eibe (Taxus baccata ‚Fastigiata Robusta‘) ist tatsächlich eine Eibe und keine Zypresse, obwohl sie einer Mittelmeerzypresse sehr ähnlich sieht. Sie ist immergrün, robust, schnittverträglich und wächst säulenförmig.

Was ist die Toscana-Eibe eigentlich für ein Nadelgehölz?

Tatsächlich handelt es sich bei der so genannten Toscana-Eibe um eine Eibe der Art Taxus baccata und nicht um eine Zypresse – auch wenn diese Sorte einer Mittelmeerzypresse verblüffend ähnlich sieht.

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Die Mittelmeerzypresse (Cupressus sempervirens), auch als Säulen-Zypresse, Echte oder italienische Zypresse bezeichnet, wächst straff säulenförmig und kann unter besten Bedingungen bis zu 30 Meter hoch werden. Dabei wird sie jedoch nur maximal zwei Meter breit, bleibt also sehr schmal. Der hohe, schlanke Nadelbaum ist eng mit dem Lebensbaum sowie der Scheinzypresse verwandt.

Im Gegensatz zur sehr ähnlichen Säulen-Eibe ist diese Art jedoch nur bedingt winterhart.

Welche typischen Eigenschaften besitzt die Toskana-Eibe?

Bei der Toscana-Eibe handelt es sich um die Sorte ‚Fastigiata Robusta‘, einer säulenförmig wachsenden Varietät der Europäischen Eibe (Taxus baccata). Sie punktet mit diesen Eigenschaften:

  • straff aufrechter, schmaler und säulenförmiger Wuchs
  • wird bis zu fünf Meter hoch und 150 Zentimeter breit
  • bildet viele Verzweigungen aus, wächst dadurch sehr dicht und kompakt
  • ist robust und anspruchslos
  • Nadeln immergrün und glänzend dunkelgrün
  • sehr schnittverträglich

Wie jede andere Eibe auch wächst die Säulen-Eibe in fast jedem Boden, sei er sandig oder lehmig. Allerdings ist sie auch – ebenfalls wie jede andere Eibensorte – hochgiftig.

Worauf muss man bei Pflanzung und Pflege der Toscana-Eibe achten?

Die beste Pflanzzeit für die Säuleneibe ist das Frühjahr, aber auch im Spätsommer kann der Jungbaum noch gut in den Boden verbracht werden. Achten Sie bei der Pflanzung darauf, dass das ausgehobene Pflanzloch mindestens doppelt so groß wie der Wurzelballen ist. Auch sollte der Boden locker und gut durchlässig sein.

Eiben reagieren sehr empfindlich auf Platzmangel und Staunässe. Beides wird rasch mit braunen Nadeln quittiert. In den ersten Jahren sollten Sie den jungen Baum zudem regelmäßig gießen, bis er seine tief reichenden Wurzeln ausbildet hat und sich selbst versorgen kann.

Welche Zypresse sieht der Toscana-Eibe ähnlich?

Wenn Sie lieber auf eine säulenförmig wachsende Zypresse setzen, werden Sie vor allem bei den Scheinzypressen fündig. Hier empfiehlt sich beispielsweise die Sorte ‚Columnaris‘ der Art Chamaecyparis lawsoniana, die auch als Blaue Säulenzypresse im Handel erhältlich ist. Die Sorte zeichnet sich durch diese Eigenschaften aus:

  • dichter und schmaler Säulenwuchs
  • immergrün mit blaugrünen bis graugrünen Nadeln
  • flache und sich weit ausbreitende Wurzeln
  • für sonnige bis schattige Standorte
  • gut schnittverträglich
  • winterhart
  • pflegeleicht

Wie Taxus baccata lässt sich ‚Columnaris‘ nicht nur als Solitär in den Garten pflanzen, sondern eignet sich auch für Gruppen- und Heckenpflanzungen.

Tipp

Eiben und Zypressen düngen

Damit die Koniferen gesund und kräftig wachsen, müssen Sie sie regelmäßig düngen. Verwenden Sie hierzu einen Koniferendünger (11,00€ bei Amazon*), wobei dieser eigentlich nicht nötig ist. Reifer Kompost eignet sich ebenso gut und ist zudem besser für die Bodengesundheit.

Bilder: Mariana_Rusanovschi / Shutterstock