Eignet sich laut Erfahrung Eibe gut als Hecke?

Die Europäische Eibe (Taxus baccata) ist ein immergrüner und anpassungsfähiger Baum, dessen Wildbestände durch Abholzen stark gefährdet sind. Das Nadelgehölz ist zudem als Zierbaum im Garten beliebt, doch eignet es sich auch gut als Heckenpflanze? Wir berichten von unserer Erfahrung.

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Die Eibe eignet sich auch als Heckenpflanze

Kann man Eibe als Hecke pflanzen?

Tatsächlich eignet sich die Eibe sogar hervorragend als Heckenpflanze, schließlich punktet das Nadelgehölz mit diesen Vorteilen:

  • immergrün mit dunkelgrünen Nadeln
  • extrem schnittverträglich
  • sehr gut formbar, z. B. als Formgehölz
  • gedeiht sowohl an sonnigen als auch schattigen Standorten
  • sehr gut schattenverträglich
  • anspruchslos und pflegeleicht
  • winterhart

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Eiben werden schon seit Jahrhunderten für Ziergärten genutzt. So sind Formgehölze aus Eiben oder Eibenhecken in zahlreichen Schloss- und Barockgärten noch heute zu finden. Der Baum kan extrem alt werden: Deutschlands ältestes Exemplar wird auf ein Alter zwischen 1500 bis 2000 Jahre geschätzt!

Welche Vor- und Nachteile hat die Eibe als Heckenpflanze?

Die zahlreiche Vorteile der Eibe wurden bereits aufgeführt. Gerade die Europäische Eibe (Taxus baccata) ist ideal für eine Heckenpflanzung, wächst allerdings recht langsam und braucht daher ein paar Jahre für eine annehmbare Wuchshöhe. Dafür sind Eiben mit ihren dunkelgrünen Nadeln, der feinen Verzweigung – bei regelmäßigem Rückschnitt – und den leuchtend roten Früchten im Herbst ein attraktiver Anblick.

Doch Vorsicht: Das Nadelgehölz ist in allen Pflanzenteilen hochgiftig – schon wenige Beeren genügen, ein Kind tödlich zu vergiften. Daher sollten Sie von einer Eibenhecke Abstand nehmen, wenn Sie kleine Kinder haben.

Welche Eibe ist am besten geeignet als Hecke?

Neben der Europäischen Eibe (Taxus baccata) in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen

  • Säuleneibe: ‚Fastigata‘, ‚Fastigata robusta‘ mit Wuchshöhe bis 5 Metern und schmaler Wuchsbreite
  • Säuleneibe ‚Fastigata Aureomarginata‘: hoher, schmaler Wuchs mit goldgelben Nadeln
  • ‚Renkes Kleiner Grüner‘: Zwergeibe mit Wuchshöhe bis 80 Zentimeter, ideal für niedrige Hecken

eignet sich auch Taxus media, eine hybride Zucht, sehr gut für eine Heckenpflanzung. Diese Sorten werden auch als „Becher-Eibe“ bezeichnet und werden bis zu fünf Meter hoch. Die rein männliche Sorte ‚Hillii‘ bildet zudem keine Beeren aus, die kleinen KIndern gefährlich werden könnte.

Was ist besser, Eibe oder Thuja?

Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten, da dabei natürlich auch persönliche Vorlieben eine Rolle spielen. Deshalb listen wir hier die wichtigsten Vor- und Nachteile der Alternativen zu Eibe auf:

  • Thuja: preiswert, anpassungsfähig, schnellwachsend, immergrün, vertrocknet jedoch auch schnell und vergrünt nicht wieder, laugt den Boden aus
  • Liguster: sehr gut schnittverträglich, blüht im Frühjahr, wächst jedoch sehr langsam
  • Kirschlorbeer: schnellwüchsig, anspruchslos, wächst fast überall, jedoch aus ökologischer Sicht wertlos
  • Glanzmispel: schön glänzende Blätter, roter Austrieb im Frühjahr, Blüten im Sommer

Statt einer immergrünen kann man auch sommergrüne Hecken, beispielsweise aus Wildgehölzen, Blühgehölzen, Rot- oder Hainbuche oder Berberitze pflanzen.

Tipp

Auf den Pflanzabstand achten

Eiben wachsen nicht nur in die Höhe – durchschnittlich etwa 20 bis 30 Zentimeter im Jahr – sondern auch in die Breite. Deshalb sollten Sie beim Pflanzen einer Hecke vor und hinter den Pflanzen ausreichend Platz lassen, dass diese sich entwickeln können. Eine ca. zwei Meter hohe Eibenhecke benötigt etwa 90 Zentimeter Raum. Bei der Pflanzung sollten Sie pro laufendem Meter drei Eiben setzen.

Text: Ines Jachomowski