Wo kommen Cashewkerne eigentlich her?

Die Heimat der beliebten Cashewkerne, die oft in Nussmischungen angeboten werden, ist das nordöstliche Brasilien. Entdeckt wurden die Cashewbäume durch die Portugiesen. Sie trugen zur Verbreitung von Cashewkernen in ihren Kolonien in Asien und Afrika bei.

Cashewkerne in Deutschland

Entdeckt von den Portugiesen

Die ersten Europäer, die in den Genuss von Cashewkernen kamen, waren die Eroberer aus Portugal. Sie brachten die Früchte schon im 16. Jahrhundert mit nach Europa und in ihre Kolonien in Asien und Afrika.

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Die “Mango des Waldes”

Cashewbäume werden in Thailand als “Mango des Waldes” bezeichnet. Die Bäume sind der Mango sehr ähnlich. Die Kerne sind auch unter dem Namen “Elefantenlaus” bekannt.

Cashewbäume können in tropischen Regionen eine Höhe von bis zu 15 Metern erreichen.

Wegen ihrer langen Pfahlwurzeln werden Cashewbäume häufig als Schutz gegen Erosion angepflanzt.

Vom Cashewbaum lassen sich zwei Früchte auf einmal ernten, und zwar den sogenannten Cashewapfel und die Cashewkerne.

Verarbeitet werden die Früchte zu:

  • Marmelade
  • Saft
  • Getrockneten Kernen
  • Cashew-Öl

Woher kommen Cashewkerne, die in Deutschland verkauft werden?

Cashewkerne werden in Deutschland im Supermarkt oder im Bioladen verkauft.

Der größte Anteil wird aus Brasilien eingeführt. Fair-Handelsketten bieten auch Kerne aus afrikanischer Produktion an, um die heimische Wirtschaft zu fördern.

Cashewkerne nur geröstet und vorbehandelt erhältlich

In Deutschland sind ausschließlich behandelte Cashewkerne im Handel. Sie werden geröstet, um sie aus der sehr harten Schale zu lösen. Die braune Haut, die die Kerne umgibt, wird durch einen weiteren Röstvorgang entfernt.

Die Schale enthält ein Öl, das toxisch ist. Die Cashewkerne selbst können bei Menschen mit Histamin-Unverträglichkeit Beschwerden hervorrufen.

Cashew-Baum in Deutschland pflanzen

Cashew-Bäume benötigen ein tropisches Klima und gedeihen nur bei hoher Luftfeuchtigkeit.

Diese Standortbedingungen lassen sich nur im Gewächshaus schaffen. Dort lassen sich Cashew-Bäume ziehen, die auch Früchte tragen.

Um einen Cashew-Baum zu säen, müssen die Kerne unbehandelt sein. In Deutschland sind sie so kaum zu bekommen.

Tipps & Tricks

Cashew ist die englische Bezeichnung von Baum und Kernen, die sich auch in Deutschland eingebürgert hat. Ursprünglich stammt der Name aus der Sprache der Tupa-Indianer ab. “Acaju” heißt dort übersetzt “Nierenbaum”, was sich auf die gebogene Form der Kerne beziehen dürfte.

Text: Sigrid Hestermann

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