Calla

Calla-Zimmerpflanze: Pflege & Tipps für prächtige Blüten

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Die Calla, auch bekannt als Zantedeschia, ist eine elegante und beliebte Zimmerpflanze. Dieser umfassende Leitfaden bietet Ihnen alle wichtigen Informationen zur Pflege, von der Standortwahl und Bewässerung bis hin zum Umtopfen und zur Ruhephase.

Calla Topfpflanze
Die Calla ist eine beliebte Zimmerpflanze

Der richtige Standort für die Calla

Ihre Calla, ein eleganter Blickfang in jedem Raum, zeigt ihre volle Schönheit nur am passenden Standort. Lassen Sie uns gemeinsam betrachten, wie Sie diesen optimal gestalten:

  • Lichtverhältnisse: Ein heller Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung ist ideal. Stellen Sie Ihre Calla beispielsweise in die Nähe eines Fensters, das nicht der Mittagssonne ausgesetzt ist, um eine reiche Blütenentwicklung zu fördern.
  • Temperatur: Die ideale Temperatur für Callas liegt zwischen 16 und 21 °C. Weiße Sorten bevorzugen die untere Grenze dieses Bereichs, während farbige Varianten zu den höheren Temperaturen tendieren.
  • Luftfeuchtigkeit: Eine Luftfeuchtigkeit von 65 bis 75 % schafft optimale Bedingungen für das Wohlbefinden der Calla. Regelmäßiges Besprühen mit kalkfreiem Wasser kann dabei helfen, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.
  • Sommerfrische: Ab Mitte Mai freut sich die Calla über einen Aufenthalt im Freien, sofern sie windgeschützt und im Halbschatten platziert wird. Gewöhnen Sie die Pflanze langsam an die neuen Bedingungen, um Verbrennungen der Blätter zu vermeiden.
  • Winterquartier: Im Winter bevorzugt die Calla, insbesondere die weiße Calla, einen kühlen, aber dennoch hellen Standort mit Temperaturen um die 10 °C. Dies fördert die Blüte im nächsten Jahr.

Achten Sie stets darauf, dass der Standort die natürlichen Lebensbedingungen der Calla widerspiegelt. Dies trägt nicht nur zu einer gesunden Pflanze bei, sondern auch zu einer langen und üppigen Blütezeit.

Gießen und Düngen der Calla

Eine ausgewogene Wasserversorgung ist essentiell für das Wohlbefinden Ihrer Calla. Hier finden Sie alles Wissenswerte zum Gießen und Düngen dieser eleganten Pflanze:

Richtige Bewässerung

  • Wachstums- und Blütezeit: In dieser Phase ist der Wasserbedarf besonders hoch. Gießen Sie die Calla regelmäßig und durchdringend, damit der Wurzelballen gut durchfeuchtet ist. Lassen Sie die Erde zwischen den Gießvorgängen leicht antrocknen, um eine konstante Feuchtigkeit zu gewährleisten und Staunässe zu vermeiden.
  • Wasserqualität: Verwenden Sie kalkarmes Wasser, um Kalkablagerungen an den Blättern und im Substrat zu vermeiden.
  • Ruhephase: Nach der Blüte reduzieren Sie die Wassergaben deutlich und halten die Calla nahezu trocken. So imitieren Sie die natürliche Trockenphase ihres Ursprungs.

Bedarfsgerechtes Düngen

  • Aktive Phase: Beginnen Sie im Frühjahr, kurz bevor die Wachstums- und Blütephase einsetzt, mit der Düngung. Alle zwei Wochen sollten Sie einen handelsüblichen Flüssigdünger mit dem Gießwasser verabreichen. Sobald die Calla blüht, erhöhen Sie die Düngefrequenz auf einmal wöchentlich, um die Blütenbildung optimal zu unterstützen.
  • Düngung in der Ruhephase: Mit Beginn der Ruhephase stoppen Sie die Düngung ganz. Dies entspricht der natürlichen Wachstumspause der Pflanze und bereitet sie auf die nächste Wachstumsperiode vor.

Berücksichtigen Sie diese Hinweise, um Ihre Calla ideal zu versorgen. Eine ausgewogene Bewässerung und Düngung sind der Schlüssel zu einer gesunden und blühenden Pflanze.

Umtopfen der Calla

Umtopfen der Calla

Frühjährliches Umtopfen unterstützt die Zimmercalla in ihrem gesunden Wachstum

Die regelmäßige Erneuerung des Substrats ist essenziell, um Ihrer Zimmercalla optimale Wachstumsbedingungen zu bieten. Befolgen Sie diese Schritt-für-Schritt-Anleitung, um Ihre Calla erfolgreich umzutopfen.

Umtopfen der Calla – Schritt für Schritt erklärt:

  1. Vorbereitung: Tragen Sie Handschuhe, um Hautreizungen durch den leicht giftigen Milchsaft der Calla zu vermeiden.
  2. Pflanze entnehmen: Heben Sie die Calla vorsichtig aus dem aktuellen Topf.
  3. Wurzelbehandlung: Spülen Sie die Wurzeln und Knolle unter lauwarmem Wasser ab, um altes Substrat vollständig zu entfernen. Kürzen Sie dabei überlange Wurzeln mit einer sauberen Rosenschere.
  4. Topfvorbereitung: Wählen Sie einen sauberen Topf, der ca. 4 cm größer im Durchmesser als der vorherige ist. Legen Sie eine Drainageschicht auf den Boden des Topfes, um Staunässe zu verhindern. Verwenden Sie ein Gemisch aus Blumenerde und Quarzsand für verbesserte Drainage.
  5. Einpflanzen: Setzen Sie die Knolle 5 bis 7 cm tief in das vorbereitete Substrat.
  6. Substrat auffüllen: Füllen Sie den Topf mit dem Erdgemisch auf und drücken Sie das Substrat sanft an.
  7. Erstes Gießen: Wässern Sie die Pflanze gründlich nach dem Umtopfen.

Berücksichtigen Sie, dass der ideale Zeitpunkt für das Umtopfen das frühe Frühjahr ist, bevor die Calla ihre Wachstumsphase beginnt. Durch das Umtopfen geben Sie Ihrer Pflanze frische Nährstoffe und fördern ein gesundes Wachstum sowie eine üppige Blütenbildung.

Ruhephase der Calla

Die Calla durchläuft jährlich eine wichtige Ruhephase, die für ihre Gesundheit und das Wachstum im nächsten Zyklus entscheidend ist. Während dieser Zeit reduziert sich der Wasserbedarf erheblich, und die Pflanze bereitet sich auf die kommende Vegetationsperiode vor.

  • Beginn der Ruhephase: Nachdem die letzte Blüte verblüht ist, meist um den Spätsommer oder im Oktober, ist es Zeit, die Wassergaben langsam zu reduzieren.
  • Optimale Bedingungen schaffen: Entfernen Sie verwelkte Blätter sanft und stellen Sie die Pflanze an einen kühlen, frostfreien Ort, idealerweise bei Temperaturen zwischen 8 und 10 °C.
  • Substrat trocknen lassen: Es ist entscheidend, die Erde vollständig austrocknen zu lassen, um die Ruhephase einzuleiten und die Pflanze auf die Ruhezeit vorzubereiten.
  • Dunkelheit bevorzugt: Ein dunkler Standort unterstützt die Pflanze dabei, vollständig in den Ruhezustand überzugehen.
  • Umpflanzen nach der Ruhephase: Nach einer Ruhezeit von etwa zwei Monaten ist der ideale Zeitpunkt, um die Knollen vorsichtig aus dem Substrat zu nehmen und in frische Erde zu setzen. Dies regt den neuen Wachstumszyklus an.

Befolgen Sie diese Schritte, um Ihrer Calla eine angemessene Ruhephase zu gewähren, die sie für ein gesundes Wachstum und eine reiche Blüte in der nächsten Saison benötigt.

Calla-Arten

Calla-Arten

Jede Calla-Art verzaubert mit ihren einzigartigen Eigenschaften und Blüten.

Die Gattung Zantedeschia, umgangssprachlich als Calla bekannt, umfasst acht Arten, die allesamt aus dem Süden Afrikas stammen. Jede Art hat ihre besonderen Charakteristika und Standortanforderungen. Nachfolgend ein Überblick über einige ausgewählte Arten und ihre spezifischen Eigenschaften:

  • Zantedeschia aethiopica: Dies ist die am häufigsten als Zimmerpflanze kultivierte Calla. Sie zeichnet sich durch ihre robuste Natur aus und präsentiert ihre strahlend weißen Blüten von Februar bis in den Sommer. Als Topfpflanze, sowie als Schnittblume, ist sie sehr beliebt.
  • Zantedeschia albomaculata: Bekannt als die gefleckte Calla, weist diese Art ein charakteristisches gesprenkeltes Laub auf. Sie existiert in zwei Unterarten: Zantedeschia albomaculata subsp. albomaculata und Zantedeschia albomaculata subsp. macrocarpa.
  • Zantedeschia elliottiana: Die goldene Calla, wie sie auch genannt wird, ist für ihre gelben Blüten bekannt und wird in unseren Regionen seltener kultiviert.
  • Zantedeschia rehmannii: Diese Art, oft als rosafarbene Calla bezeichnet wegen ihrer rosa bis violetten Blütentönung, findet ähnlich der Zantedeschia elliottiana weniger Verwendung in der typischen Zimmerkultur.
  • Zantedeschia jucunda, Zantedeschia odorata, Zantedeschia pentlandii, und Zantedeschia valida: Diese Arten werden ebenso in heimischen Gärten seltener angetroffen und haben jeweils einzigartige Blüten- oder Laubfarben, die sie von den üblicheren Arten unterscheiden.

Ein Hinweis zur heimischen Sumpf-Calla (Calla palustris), die zwar zur Familie der Aronstabgewächse gehört, sich jedoch in einer eigenen Gattung befindet und somit botanisch nicht direkt mit den Zantedeschien verwandt ist.

Schädlinge und Krankheiten bei der Calla

Trotz ihrer Robustheit kann die Calla von einigen Schädlingen und Krankheiten betroffen sein. Die häufigsten Probleme entstehen durch Pflegefehler und können durch präventive Maßnahmen vermieden werden.

  • Spinnmilben und Rote Spinne: Diese Schädlinge gedeihen in trockener, warmer Umgebung und können zu einem feinen Gespinst sowie gelblichen Flecken auf den Blättern führen. Ein regelmäßiges Besprühen mit Wasser kann helfen, einem Befall vorzubeugen. Bei frühzeitiger Entdeckung kann das Abbrausen der Pflanze mit lauwarmem Wasser die Schädlinge effektiv bekämpfen.
  • Blattläuse: Besonders wenn die Calla im Sommer im Freien steht, können Blattläuse auftreten. Sie saugen an den Blättern und können durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bekämpft werden.
  • Wurzelfäule: Zu viel Feuchtigkeit oder ein falsches Substrat kann Wurzelfäule verursachen, die sich durch braune Flecken auf den Blättern bemerkbar macht. Betroffene Pflanzenteile sollten entfernt und die Calla in frisches, durchlässiges Substrat umgetopft werden.
  • Bakterielle und pilzliche Krankheiten: Sie zeigen sich durch Verfärbungen und Flecken auf den Blättern. Schnelles Handeln ist hier erforderlich, um eine Ausbreitung zu verhindern. Betroffene Blätter sollten entfernt und mit einem geeigneten Pflanzenschutzmittel behandelt werden. In vielen Fällen ist jedoch eine Rettung der Pflanze nicht mehr möglich, und sie sollte entfernt werden, um andere Pflanzen zu schützen.

Um die Gesundheit und Schönheit der Calla zu erhalten, ist eine regelmäßige Überprüfung auf Anzeichen von Schädlingen und Krankheiten unerlässlich. Eine angemessene Pflege, bestehend aus der richtigen Bewässerung, Substratwahl und Standortbedingungen, kann jedoch die meisten Probleme verhindern.