Calla

Die richtige Bewässerung der Calla: Tipps & Tricks

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Die anmutige Calla besticht nicht nur durch ihre Schönheit, sondern auch durch ihren Rhythmus, der sich an den natürlichen Gegebenheiten orientiert. Dieser Artikel beleuchtet die richtige Bewässerung der Calla in ihren verschiedenen Lebensphasen und gibt wertvolle Tipps für eine optimale Pflege.

Calla Wasserbedarf
Der Wasserbedarf der Calla richtet sich nach der Wachstumsphase

Gießverhalten der Calla: Ein Rhythmus im Einklang mit der Natur

Callas passen sich in ihrem Wachstumsverhalten den natürlichen Gegebenheiten ihrer ursprünglichen Heimat an. Dies spiegelt sich deutlich in ihrem variierenden Gießbedarf zwischen Wachstums- und Ruhephasen wider. Die Wachstumsphase beginnt üblicherweise im Frühjahr und erstreckt sich über den Sommer. In dieser Zeit entfalten Callas ihre volle Pracht mit charakteristischen Blüten und Blättern, was einen erhöhten Wasserbedarf zur Folge hat. Nach der Blütezeit im Sommer bereitet sich die Pflanze auf die Ruhephase vor. Das oberirdische Wachstum lässt nach und die Calla konzentriert sich auf die Speicherung von Nährstoffen in ihrem Rhizom. Dementsprechend reduziert sich der Wasserbedarf erheblich. Im Herbst und Winter, während der Ruhephase, benötigt die Calla nur minimale Wassermengen. Hierbei ist es ratsam, die Erde zwischen den Gießvorgängen vollständig austrocknen zu lassen, um sie optimal auf die nächste Wachstumsperiode vorzubereiten.

Gießtipps für Callas: Feuchtigkeit für Wachstum

Die richtige Bewässerung ist ein zentraler Aspekt der Calla-Pflege und trägt maßgeblich zu ihrer Vitalität und Blütenpracht bei. Eine bedarfsgerechte Wasserversorgung gewährleistet, dass die Pflanze während ihrer Wachstums- und Blühphase optimal unterstützt wird. Beachten Sie dabei die unterschiedlichen Bedürfnisse der Calla in den verschiedenen Phasen:

  • Während der Wachstumsphase: Eine stetig feuchte Erde fördert das Wachstum der Calla. Gießen Sie die Pflanze regelmäßig und halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht. Vermeiden Sie Staunässe, um Wurzelfäule vorzubeugen. Für die Sumpfpflanze Zantedeschia aethiopica kann der Topf kurzzeitig in einen Untersetzer mit Wasser gestellt werden. Entfernen Sie überschüssiges Wasser jedoch nach kurzer Zeit.
  • Nach der Blütezeit: Reduzieren Sie die Gießmenge, um der Pflanze eine Ruhephase zu ermöglichen. Dies ahmt die natürlichen Trockenperioden ihres Herkunftsortes nach.
  • Wasserqualität: Verwenden Sie bevorzugt weiches, kalkarmes Wasser, wie beispielsweise Regenwasser. So beugen Sie Ablagerungen im Erdreich und potenziellen Schäden am Wurzelsystem vor.

Diese Gießanleitung dient als Orientierung, um Ihre Calla durch gezielte Wassergaben in ihrer Entwicklung zu fördern und eine üppige Blütenbildung zu unterstützen.

Calla-Arten und ihre individuellen Bedürfnisse

Die Wahl des richtigen Gießverhaltens ist entscheidend für eine gesunde Entwicklung der Callapflanzen. Aufgrund der vielfältigen Herkunft der Calla-Arten haben diese unterschiedliche Ansprüche an die Wasserversorgung und Standortbedingungen.

  • Zantedeschia aethiopica: Bekannt für ihre Robustheit und Anpassungsfähigkeit an feuchte Standorte, gedeiht sie sogar in Sumpfgebieten. Sie ist ideal für die Platzierung am Gartenteich oder in feuchteren Bereichen des Gartens geeignet. Sie bevorzugt eine konstante Feuchtigkeit und kann kurzzeitig in Wasser eingetaucht oder mit einem Wasservorrat im Untersetzer versorgt werden.
  • Zantedeschia-Hybriden: Diese Arten sind das Resultat von Züchtungen, die oft auf Arten aus trockeneren Bergregionen zurückgehen. Sie bevorzugen eine mäßig feuchte Umgebung ohne dauerhafte Nässe und sind daher ideal für die Topfkultur geeignet, vorausgesetzt, überschüssiges Wasser kann gut ablaufen. Eine gute Drainage im Topf ist essenziell, um Staunässe und damit verbundene Wurzelfäule zu vermeiden.

Beide Gruppen profitieren von kalkarmem Wasser, wobei Regenwasser ideal ist, um Ablagerungen und Beeinträchtigungen im Wurzelbereich zu minimieren. Ein bedürfnisorientiertes Gießverhalten, das sowohl die Artzugehörigkeit als auch die jeweilige Wachstumsphase der Pflanze berücksichtigt, unterstützt eine gesunde Entwicklung und eine reiche Blütenpracht.

Callas während der Ruhephase gießen: Trockenheit für die Regeneration

Callas während der Ruhephase gießen: Trockenheit für die Regeneration

Während der Ruhephase wird das Gießen der Calla stark reduziert

Die Ruhephase ist für die Calla ebenso wichtig wie die Wachstumsphase. Nach dem Ende der Blütezeit im Oktober benötigt die Pflanze besondere Pflege, um Energie für das kommende Frühjahr zu sammeln. Die Umstellung auf die Ruhephase erfordert ein deutlich reduziertes Gießen, um den natürlichen Bedingungen ihres ursprünglichen Lebensraums – einer Saison der Trockenheit – nachzuahmen.

  • Ab Oktober das Gießen stark reduzieren: Mit dem Verblassen der letzten Blüten wird die Wassergabe schrittweise verringert, bis sie nahezu eingestellt ist.
  • Erde austrocknen lassen: Lassen Sie das Substrat vollkommen austrocknen. Diese Trockenzeit ist entscheidend für eine erfolgreiche Überwinterung und Vorbereitung auf die nächste Wachstumssaison.
  • Temperaturkontrolle: Halten Sie während der Ruhephase die Temperatur konstant bei etwa 8 bis 10 °C. Diese kühlen und frostfreien Bedingungen unterstützen das Überwintern.
  • Beobachtung auf Schädlingsbefall: Auch in der Ruhephase ist eine regelmäßige Kontrolle der Pflanze auf Schädlinge wie Blattläuse oder Spinnmilben empfehlenswert.

Indem die Calla dieser natürlichen Trockenperiode ausgesetzt wird, stärkt sie ihr Rhizom für ein kräftiges Wiedererwachen im Frühling. Eine fachgerechte Pflege während dieser Phase ist daher unerlässlich für die Lebenskraft und Blütenpracht der Calla in der nächsten Saison.

Wasserqualität: Kalkarmes Wasser für gesunde Callas

Um das Wohl Ihrer Callas zu fördern, ist es essenziell, ihnen weiches, kalkarmes Wasser zu bieten. Hierfür eignen sich Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser besonders gut:

  • Regenwasser ist von Natur aus weich und frei von Kalk. Es hat zudem den Vorteil, dass es keine Kosten verursacht und eine umweltfreundliche Option darstellt, da wertvolles Trinkwasser gespart wird. Zusätzlich ist es bereits auf Umgebungstemperatur erwärmt, was den Pflanzen zugutekommt.
  • Abgestandenes Leitungswasser ist eine praktikable Alternative, wenn Regenwasser nicht verfügbar ist. Lassen Sie es vor der Verwendung 24 Stunden stehen, damit Chlor verdunsten kann und sich die Temperatur anpassen kann. Dies mindert die Kalkkonzentration und macht es verträglicher für Ihre empfindlichen Callas.

Diese Methoden verhindern die Ablagerung von Kalk im Substrat, welche das Wurzelwachstum beeinträchtigen und die Aufnahme von Nährstoffen hemmen können.