Wachstum des Buchsbaums ist sortenabhängig

Buchs ist seit Jahrhunderten aus der europäischen Gartenkultur nicht mehr wegzudenken. Das immergrüne Gehölz wird vor allem für Formgehölze und auch Hecken verwendet. In unserem Beitrag lesen Sie, wie es um das Wachstum der verschiedenen Buchsbaum-Sorten bestellt ist.

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Buchsbäume wachsen recht langsam

Wie lange braucht ein Buchsbaum zum Wachsen?

Grundsätzlich gehören alle Buchsbäume – hierzulande werden vor allem die Arten Buxus sempervirens und Buxus microphylla gepflanzt – zu den langsam wachsenden Gehölzen. Das durchschnittliche Wachstum pro Jahr beträgt beim Gewöhnlichen Buchsbaum nur zehn bis 15 Zentimeter, wobei manche Sorten wie etwa ‚Handworthensis‘ auch bis zu 25 Zentimeter pro Jahr zulegen können.

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Der Kleinblättrige oder auch Japanische Buchs ist mit Durchschnittswerten von etwa acht bis zehn Zentimetern sogar noch langsamer. Eine besonders niedrige Wachstumsgeschwindigkeit weisen hingegen die beliebten Sorten des Buxus sempervirens ‚Blauer Heinz‘ und ‚Elegantissima‘ auf, die im Schnitt nur vier bis sechs Zentimeter im Jahr wachsen.

Wie hoch kann ein Buchsbaum wachsen?

Wie so viele langsam wachsende Gehölze können auch Buchsbäume, vorausgesetzt sie werden nicht von Krankheiten oder Schädlingen befallen, sehr alt werden. So kann die heimische Art Buxus sempervirens eine Höhe von bis zu acht Metern erreichen, braucht dafür jedoch ungefähr 100 Jahre. Im Schnitt beträgt eine realistische Wuchshöhe dieser Art etwa zwei bis vier Meter bei einer realistischen Wuchsbreite zwischen zwei und 3,5 Meter.

Manche Sorten bleiben jedoch deutlich kleiner: So erreicht die Zwerg-Sorte ‚Herrenhausen‘ nicht einmal einen Meter Wuchshöhe und wird deshalb vor allem als Beetumrandung, in Kübeln oder als Bodendecker angepflanzt. Auch die altbewährte Sorte ‚Blauer Heinz‘ wird nicht höher. Die buschig wachsende ‚Elegantissima‘ wird hingegen mit bis zu 150 Zentimetern etwas höher.

Welcher Buchsbaum wächst am schnellsten?

Das schnellste Wachstum weist die Sorte ‚Handsworthiensis‘ der Art Buxus sempervirens auf, die mit bis zu 25 Zentimetern Zuwachs pro Jahr zwar immer noch langsam, aber doch deutlich schneller als andere Buchsbäume ist. Diese Sorte erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 300 Zentimetern und kann bis zu 200 Zentimeter breit werden.

Bis zu 20 Zentimeter pro Jahr wächst auch die Sorte ‚Rotundifolia‘, die mit einer möglichen Wuchshöhe von bis zu 400 Zentimetern und einer -breite von bis zu 300 Zentimetern etwas größer werden kann. Durchschnittlich zwischen 10 und 30 Zentimetern Zuwachs pro Jahr, je nach Standort und klimatischen Bedingungen, erreicht hingegen der so genannte Hohe Buchsbaum (Buxus sempervirens var. arborescens).

Schadet ein Rückschnitt dem Wachstum der Buchsbaumhecke?

Bei einem solch langsamen Wachstum ist es verständlich, dass so mancher ungern seine Buchsbaumhecke beschneiden möchte. Tatsächlich sollten Sie beim Rückschnitt sorgsam und bedacht vorgehen, um Fehler zu vermeiden – diese brauchen unter Umständen viele Jahre, um wieder zuzuwachsen. Nichtsdestotrotz sollte der Buchs regelmäßig beschnitten werden, um das Triebwachstum anzuregen und ihn in Form zu halten. Nur der regelmäßige Rückschnitt sorgt für ein dichtes und kompaktes Wachstum.

Tipp

Kann man das Wachstum des Buchsbaums beeinflussen?

Auch mag so mancher versucht sein, das langsame Wachstum des Buchsbaums mit einer häufigeren Düngung zu beeinflussen. Vorsicht: Das kann leicht in einer Überdüngung enden, durch die das Gehölz geschwächt und anfällig für Krankheiten und Pilze wird.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Photographygoddess/Shutterstock

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