Buchsbaum schneiden: Mit Schablone geht es leichter

Ihren allerersten Formschnitt sollten Sie mit einer einfachen geometrischen Figur beginnen. Pyramiden, Kugeln und Würfel sind freihändig leichter zu schneiden, zudem tolerieren sie unpräzise Schnitte eher als Figurenschnitte wie Pfauen oder Teddybären. Zumal es bei figurativen Formen viele Jahre dauern kann, bevor sie eine erkennbare Form annehmen.

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Perfekte Formen gelingt am besten mit einer Schablone

Einfache Formen aus Buchsbaum gestalten

Damit der erste Formschnitt gelingt, verwenden Sie eine Schablone. Diese können Sie fertig kaufen – oft handelt es sich um Drahtgestelle, die in der passenden Größe gekauft und über den Buchs gestülpt werden – oder Sie basteln einfach selber welche. Dies hat zudem den Vorteil, dass Sie die Schablone Ihrem Buchs sowie Ihren eigenen Vorstellungen anpassen können anstatt umgekehrt, wie es bei einer gekauften Schablone mit einer vorgegebenen Form und Größe wäre. Doch bevor Sie die Schablone benutzen, schneiden Sie die Jungpflanzen erst einmal vor:

  • Schneiden Sie die Pflanze nach Augenmaß grob in die gewünschte Form
  • Schneiden Sie wenig auf einmal, aber dafür öfter!
  • Je kleiner die Arbeitsschritte, desto präziser ist später das Ergebnis.
  • Wer zu viel auf einmal wegschneidet, erhält dagegen unregelmäßige Formen.
  • Diese brauchen aufgrund des langsamen Wachstums des Buchsbaums mindestens ein Jahr zum Auswachsen.
  • Lassen Sie den Buchs nach diesem ersten Schnitt erst einmal wachsen.
  • Nach einigen Wochen legen Sie dann das Schnittmuster über die Pflanze.
  • Schneiden Sie gemäß der Musterlinien.

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Wiederholen Sie diesen Schritt in den nächsten Jahren, sofern die Buchsform wachsen und sich vergrößern soll. Wenn die Pflanze die gewünschte Form und Größe erreicht hat, schneiden Sie sie einfach in den für die Form und Pflanze geeigneten Abständen leicht zurück, um eine klare Kontur und ein dichtes Wachstumsmuster zu erhalten.

Schablonen selber basteln – So geht’s

Schnittschablonen sind recht unkompliziert herzustellen. Für eine Kegel- oder auch Pyramidenform brauchen Sie lediglich einige Rohrstöcke (beispielsweise aus Bambus), die Sie wie ein Zelt zusammenbinden. Die Stäbe dienen beim Schnitt als Führungsstäbe, bis zu denen das Buchsbaum-Wachstum zurückgestutzt wird. Eine Kugel lässt sich mit Hilfe eines aus Pappe, Styropor oder einem anderen geeigneten Material gefertigten Halbkreisform schneiden, Sie können aber auch mehrere Drähte so über den Buchs biegen, dass diese eine Kugel ergeben. Die Enden der Drähte stecken Sie dabei einfach in die Erde bzw. in das Topfsubstrat.

Buchsbaumhecken in Form bringen

Eine wirkungsvolle Formhecke muss gleichmäßig von Blättern bedeckt sein. Bei Formen, bei denen viel Blattschatten den unteren Pflanzenteilen Licht entzieht, ist dies nicht einfach zu erzielen. Lassen Sie nicht zu, dass eine Hecke kopflastig wird, oben abflacht oder unten spitz zuläuft und kahle Triebe an der Basis aufweist. Lassen Sie die Hecke stattdessen gleichmäßig von einer schmalen Spitze zu einer breiten Basis verlaufen, so dass sie sich problemlos beschneiden lässt, gesund wächst und im unteren Bereich grün anstatt wegen Lichtmangels kahl ist.

Tipps

Ein Band hilft, die Formhecke präzise und gleichmäßig auf eine Höhe zu trimmen. Spannen Sie ein farbiges Band straff in der gewünschten Heckenhöhe und orientieren Sie sich daran beim Schnitt. Das Band wird von seitlich in die Erde gesteckten Pfosten gehalten.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: NAPA/Shutterstock

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