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Die Gestaltungsmöglichkeiten beim Buchsbaum sind vielfältig

Die schönsten Formen und Figuren für den Buchsbaum – Ideen, Tipps und Tricks

Buchsbaum wird schon seit Jahrhunderten als Formgehölz für die fantasievollsten Gebilde und Figuren verwendet. Berühmt sind die fantastischen Gärten der Renaissance und des Barock, in dem der Buchs seine Hochzeit besaß. Auch heute noch lassen sich mit vergleichsweise wenig Aufwand faszinierende lebende Skulpturen bewerkstelligen.

Die schönsten Formen für den Buchs

Grundsätzlich eignet sich Buchs für jede nur erdenkliche Form, sofern Sie nicht in das kahle, braune Holz schneiden. Entfernen Sie lediglich die hellgrünen, neuen Triebe und schneiden Sie nicht zu tief – anderenfalls könnten unschöne Löcher entstehen, die sich nur schwer wieder schließen lassen. Beliebt sind vor allem folgende Formen für den Buchsbaum:

  • Kugel: klassische Buchsbaumform, am besten Schablone verwenden
  • Pyramide: passt gut in formale Gärten, auch für japanischen Gartenstil
  • Quader, Würfel und andere rechteckige Formen: für formale Gärten, hübsch auch als Kleinbaum mit Stamm
  • Spirale: anspruchsvolle, spannende Form
  • Kegel: hübsch als kleine oder große Kegel
  • Säule: statt Säulen aus Holz oder Stein
  • Tierfiguren: sehen manchmal anspruchsvoller aus als sie sind; ein Pfau ist recht unkompliziert zu schneiden
  • Schachfiguren: ein echter Blickfang im Vorgarten
  • fantasievolle Hecken: aus dichten Buchsbaumhecken lassen sich wunderschöne Gartenbilder gestalten

Insbesondere letzteres ist bekannt aus den barocken Gärten des 15. und 16. Jahrhunderts: niedrige, geschwungene Hecken ergeben die unterschiedlichsten Formen und Muster, wenn man von oben auf sie herabschaut. Wer sagt schließlich, dass eine Hecke immer streng gerade sein muss?

Einbindung in die Gartengestaltung

Für welche Form Sie sich auch entscheiden, relevant ist, dass sich diese in den jeweiligen Gartenstil harmonisch einfügt. In einem wilden Naturgarten dürfte eine Allee aus niedrigen Buchsbäumen mit quadratisch geschnittener Krone beispielsweise etwas deplatziert aussehen. Um die Wirkung vor dem Rückschnitt zu überprüfen, zeichnen Sie am besten einen Plan Ihres Gartens und überlegen zudem, wie Sie den geschnittenen Buchs einfügen. Soll dieser etwa als einzelner Blickfang mitten auf einer Rasenfläche stehen oder wollen Sie eine ganze Buchsallee entlang des Hauptwegs formen, die zudem noch in eine bodenbedeckende Blütenlandschaft eingefügt wird?

Häufiger Rückschnitt erhält die Form

Bedenken Sie, dass Sie die Buchsfiguren regelmäßig beschneiden müssen, damit diese ihre Form behalten. Grundsätzlich sind mindestens zwei Rückschnitte pro Vegetationsperiode Pflicht, wobei der Formschnitt zwischen Mitte Mai und Mitte Juni erfolgt, der Pflegeschnitt hingegen spätestens Mitte August vorzunehmen ist. Bei Bedarf – etwa bei stark wüchsigen Sorten – kann auch häufiger zur Schere gegriffen werden, sofern Sie einen zeitlichen Abstand von Minimum vier Wochen einhalten. Hauptschnittzeit ist in diesem Fall zwischen April und September, im Winter wird Buchsbaum nicht geschnitten.

Schablonen erleichtern das Schneiden

Wer bereits Erfahrung im Schneiden von Buchsfiguren hat, kann diese oft freihändig schneiden. Alle anderen verwenden eine Schablone, mit der der Formschnitt praktisch ein Kinderspiel ist. Sie können die unterschiedlichsten Schablonen käuflich erwerben, diese aber auch selber basteln. Letzteres ist beispielsweise für das Schneiden von geometrischen Figuren sinnvoll.

Tipps

Ein häufiger Rückschnitt hat zudem den Vorteil, dass dieser Buchs eine besonders dichte Verzweigung entwickelt.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: nnattalli/Shutterstock

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