Buchsbaum richtig pflanzen – Standort, Boden, Einpflanzen und Vermehrung

Buchsbaum wird schon seit mehr als 2000 Jahren in Gärten angepflanzt. Diente das immergrüne Gehölz zunächst vor allem zum Einfassen von Beeten, kam im Laufe des 16. Jahrhunderts eine neue Mode auf: Kunstgärtner schnitten die fantasievollsten Figuren aus der pflegeleichten Pflanze. Auch heute noch ist der Buchs ein gern gesehener Gartenbewohner, auch wenn sein Image seit einigen Jahren aufgrund gefährlicher Krankheiten leidet.

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Der Buchsbaum mag sonnige, nicht zu warme Standorte

Welchen Standort bevorzugt der Buchsbaum?

Pflanzen Sie den Buchs an einem sonnigen bis licht halbschattigen Standort an, der jedoch nicht zu warm sein sollte. Sowohl sehr dunkle als auch heiße Standplätze verträgt das Gehölz nicht. Dabei kann es jedoch ruhig vollsonnig sein, sofern Sie die Pflanze langsam daran gewöhnen.

In welchen Boden sollte man Buchsbaum pflanzen?

Buchs braucht einen humusreichen, lockeren und gut durchlässigen Boden. Ob es sich um einen Sand- oder einen Lehmboden handelt, ist der Pflanze dabei gleich – wichtig ist, dass der pH-Wert zwischen sieben und acht liegt. Feste Böden brauchen eine gute Drainage, damit Staunässe verhindert wird.

Welche Pflanzzeit ist ideal für Buchsbaum?

Containerware, d. h. in Töpfen gezüchtete Buchsbäume, können Sie grundsätzlich das ganze Jahr hindurch einpflanzen, sofern die Witterung es zulässt. Optimal ist eine Pflanzung im Herbst oder im Frühjahr, wenn es noch keinen Frost bzw. keinen Frost mehr gibt und der Boden sich schon etwas angewärmt hat. Wurzelnackte Ware kommt zwischen Oktober bis spätestens Anfang Mai in die Erde, Buchsbäumchen mit ausgebildetem Wurzelballen können Sie dagegen noch bis Anfang Juni pflanzen.

Welchen Pflanzabstand sollte man einhalten?

Buchsbaum ist ein Flachwurzler, der seine Wurzeln recht breitflächig und verzweigt ausbreitet, weshalb Solitäre einen recht hohen Abstand zu Nachbarpflanzen brauchen. Lediglich bei Heckenpflanzungen können Sie den Buchs etwas dichter setzen, wobei der konkrete Pflanzabstand vom Wuchsverhalten der ausgewählten Sorte abhängt. Bei schwachwüchsigen Varianten wie dem beliebten ‚Blauen Heinz‘ müssen Sie für eine blickdichte Hecke mit etwa zehn Pflanzen pro Meter rechnen.

Wie lässt sich Buchsbaum am besten einpflanzen?

Vor dem Einpflanzen tauchen Sie den Wurzelballen in einen mit Wasser gefüllten Eimer und lassen diese sich mindestens eine halbe Stunde lang vollsaugen. Graben Sie in dieser Zeit ein Pflanzloch, das doppelt so groß wie der Wurzelballen sein sollte. Den Erdaushub vermischen Sie mit Kompost, Hornspänen und etwas Gesteinsmehl. Setzen Sie den Buchsbaum in das Loch hinein und achten Sie darauf, dass die Wurzeln nicht gequetscht werden. Die Pflanze darf nicht tiefer als zuvor im Topf stehen. Drücken Sie die Erde gut an und wässern Sie den frisch gepflanzten Buchs durchdringend.

Darf man Buchsbaum umpflanzen?

Grundsätzlich ist es möglich, einen Buchsbaum umzupflanzen. Doch Vorsicht: Steht ein Buchs schon sehr lange an seinem Standort, gestaltet sich ein solches Vorhaben schwierig – mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werden dabei viele Wurzeln zerstört werden. Daher ist es sinnvoll, das Umpflanzen gut vorzubereiten. Dazu gehört auch ein kräftiger Rückschnitt der oberirdischen Pflanzenteile, da diese durch die reduzierten Wurzeln ohnehin nicht ausreichend mit Nährstoffen und Wasser versorgt werden können.

Wie lässt sich Buchsbaum vermehren?

Buchs vermehren Sie am besten durch gesunde, mindestens zehn Zentimeter lange Stecklinge. Sollen die Pflanzen größer sein, schneiden Sie 20 bis 30 Zentimeter lange Ableger, wobei Risslinge leichter und schneller wurzeln als geschnittene Exemplare. Die beste Zeit für eine vegetative Vermehrung sind die Monate Juli und August. Haben Sie Geduld: Es dauert bis zu einem halben Jahr bis die Stecklinge erste Wurzeln bilden.

Kann man Buchsbaum auch im Topf kultivieren?

Ist der Kübel ausreichend groß und für die richtige Pflege gesorgt, lässt sich Buchs wunderbar als Topfpflanze kultivieren. Als Substrat eignet sich herkömmliche Pflanzenerde, die Sie mit Kompost und Blähton vermischen können. Der Topf braucht unbedingt ein großes Abflussloch am Boden, damit überschüssiges Gießwasser abfließen kann und der Buchs keine nassen Füße bekommt. Achten Sie auf eine ausreichende und ausgewogene Versorgung mit Wasser und Nährstoffen, zudem braucht die an sich winterharte Pflanze im Winter einen Schutz vor Frost und anderem winterlichen Witterungsunbill.

Eignet sich Buchsbaum auch als Zimmerpflanze?

Am wohlsten fühlt sich der Buchsbaum im Freien, kann aber unter Umständen auch als Zimmerpflanze gehalten werden. Wichtig ist vor allem, dass eine ganzjährige Kultur im Wohnzimmer nicht möglich ist: Der Buchs braucht eine Winterruhe, die er am besten in einem hellen, aber ungeheiztem Zimmer oder einem anderen kühlen Raum verbringt. Zudem sollten Sie häufig lüften und regelmäßig gießen und düngen.

Gute Nachbarn / Schlechte Nachbarn

Buchsbaum ist ein guter Pflanzpartner für zahlreiche Pflanzenarten, wobei Sie bei der Zusammenstellung vor allem auf ähnliche Bedürfnisse hinsichtlich Standort, Bodenbeschaffenheit und Pflege achten sollten. Moorbodenpflanzen wie Azaleen und Rhododendron werden in Gemeinschaft mit dem Kalk liebenden Buchsbaum also eher nicht glücklich. Einen tollen Kontrast zum üppigen Grün des Buchsbaum bilden jedoch blühende, hohe Stauden wie Rittersporn, Hortensien und Skabiosen.

Tipps

Buchsbaum ist sehr anfällig für verschiedene Krankheiten und Schädlinge. Wählen Sie möglichst unempfindliche Sorten bzw. steigen Sie am besten gleich auf andere, ähnliche Arten um.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: JFs Pic S. Thielemann/Shutterstock

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