Buchsbaum als Bonsai ziehen

Wenige Gehölze erlauben so viele Gestaltungsmöglichkeiten wie Buxus sempervirens. Grenzen kennt weder die Fantasie noch die Umsetzung und Anfänger finden garantiert ihre Freude mit der Bonsaikunst, wenn sie mit einem Buchsbaum starten. Dieser erlaubt kunstvolle Tiergestalten oder einfache geometrische Formen.

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Buchsbaum ist sehr schnittverträglich und somit ein guter Bonsai

Bonsai formen

Der Buchsbaum erweist sich als uneingeschränkt schnittverträglich und toleriert auch intensive Schnitte bis in das alte Holz. Aus diesem Grund ist die Art beliebt für die Bonsaigestaltung, denn sie verzeiht Anfängern fehlerhafte Schnitteingriffe.

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Formschnitte

Buchsbäume gelten als starkwüchsig. Sie treiben kontinuierlich aus und verbuschen. Wenn Sie den Bonsai in Form gebracht haben, sind regelmäßige Schnittmaßnahmen während der Wachstumsperiode von Mai bis September notwendig. Die Eingriffe, bei welchen Sie die frischen Triebe entfernen, erfolgen alle sechs bis acht Wochen. Wurzeln werden nur im Rahmen des Umtopfens gekürzt, sodass ein ausbalanciertes Verhältnis zwischen Krone und Wurzelballen entsteht.

Drahten

Buxus sempervirens entwickelt vergleichsweise hartes Holz, weswegen er sich nur bedingt für die Formung durch Drähte eignet. Gedrahtete Äste neigen schnell zum Abbrechen. Ein behutsames Abspannen ist jedoch möglich, wenn Sie einzelne Zweige korrigieren möchten.

Ansprüche

Das Ziel in der Bonsaikunst ist ein möglichst langsames Wachstum, bei welchem sich die Gewächse formschön und kräftig entwickeln. Dennoch haben die Minibäume wie ihre normal großen Verwandten Grundbedürfnisse, denen Sie mit der richtigen Pflege nachkommen müssen.

Standort

Buchsbaumbonsais sind für das Freiland geeignet. Im Tageslicht entwickeln die Gehölze Energie, die sie für die Aufrechterhaltung ihrer Funktionen und ein gesundes Wachstum benötigen. Freilandbedingungen sorgen für ein gutes Dickenwachstum, sodass sich ein kräftiger Stamm bildet. Regen und Wind lassen die Blätter aushärten. Dadurch werden diese robuster gegen Krankheitserreger und Schädlinge.

Wasser

Der Wasserbedarf ist bei einem Buchsbaumbonsai überdurchschnittlich hoch und seine Wurzeln dürfen nicht trocken liegen. Sie sterben bei anhaltender Trockenheit schnell ab. Daher ist es wichtig, dass Sie das Substrat gleichmäßig feucht halten. Regengüsse erhöhen kurzfristig die Luftfeuchtigkeit und sorgen dafür, dass Staub von den Blättern gewaschen wird. Sollte es für längere Zeit nicht regnen, können Sie durch das richtige Gießen die perfekten Bedingungen erzeugen.

Die optimale Bewässerung:

  • gesamte Pflanze mit Wasser übergießen
  • feine Brause verwenden, damit Substrat nicht weggeschwemmt wird
  • Bewässerung solange durchführen, bis Erde vollständig gesättigt ist

Tipps

Sollte das Bäumchen einmal ausgetrocknet sein, können Sie das Schälchen in ein Wasserbad stellen. Wenn keine Luftblasen mehr aufsteigen, ist der Wurzelballen komplett mit Wasser gesättigt.

Nährstoffe

Von Frühjahr bis zum Herbst erfordern Buchsbäume eine regelmäßige Düngung mit organischen Produkten in Kugelform. Alternativ sind Streu- oder Flüssigdünger empfehlenswert, die nach Angaben auf der Verpackung verabreicht werden. Befinden sich die Gehölze in der Blüte, setzen Sie die Nährstoffversorgung aus. Bei frisch umgetopften Bäumchen können Sie auf das Düngen bis zum nächsten Frühjahr verzichten.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Peter Turner Photography/Shutterstock

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