Wann und wie wird Brunnenkresse geerntet?

Brunnenkresse wird im professionellen Anbau zumeist in den Wintermonaten geerntet, die Saison beginnt im September und endet im Mai mit dem Beginn der Blüte. Da die Brunnenkresse ziemlich druckempfindlich ist, wird sie in Handarbeit geschnitten.

Brunnenkresse ernten
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In manchen Betrieben wird für die Ernte auch eine Sense eingesetzt. Die Triebe werden etwa 10 bis 15 cm lang abgeschnitten und nach Gewicht gebündelt. Das Gewicht variiert je nach Abnehmer zwischen 70 und 120 Gramm.

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Die private Ernte von Brunnenkresse

Haben Sie Brunnenkresse in Ihrem Garten, dann können Sie diese ebenfalls ab September ernten. Durch einen regelmäßigen Schnitt treibt die Pflanze immer wieder neu aus, so sind auch während des Sommers erntereife Triebe vorhanden und Sie haben stets frische Brunnenkresse zur Verfügung.

Schneiden Sie junge zarte Triebe von etwa 5 – 7 cm Länge, diese schmecken besonders köstlich. Achten Sie darauf, dass Sie nicht aus Versehen die Wurzeln mit ausreißen und beschneiden Sie nicht die komplette Pflanze. So hat das Kraut die Möglichkeit, sich schnell wieder zu erholen und neu auszutreiben und Sie können bald wieder ernten.

Wie verwendet man Brunnenkresse?

Brunnenkresse ist vielseitig verwendbar. Im England des 19. Jahrhundert war es sogar ein Grundnahrungsmittel. Sie können Brunnenkresse sowohl roh als auch gegart verzehren. Die einfachste Verwendung ist das gehackte Kraut auf ein Butterbrot zu streuen oder unter einen Salat zu mischen. Brunnenkresse lässt sich aber auch wie Spinat als Gemüse zubereiten. Ihr scharf-würziger Geschmack passt auch sehr gut zu Ei.

Verarbeitungstipps für Brunnenkresse:

  • traditionell gehackt auf Butterbrot
  • als Salatbeigabe
  • wie Spinat als Gemüse
  • mit pochiertem Ei auf Toast

Gesundheitlicher Nutzen von Brunnenkresse

Brunnenkresse ist sehr reich an Vitaminen und Mineralstoffen und damit natürlich auch sehr gesund. Sie wirkt harntreibend, blutbildend und appetitanregend. Aus diesen Gründen wird sie gern für Frühjahrskuren und zur Entschlackung eingesetzt, aber auch gegen Rheuma und Nierenleiden. Weil die Brunnenkresse auch wehenanregend ist, sollte sie während einer Schwangerschaft mit Vorsicht genossen werden.

Tipps & Tricks

Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, dann lassen Sie die gehackte Brunnenkresse vor dem Verzehr oder der Weiterverarbeitung ein paar Minuten an der Luft liegen, dadurch wird sie etwas leichter bekömmlich.

UE

Text: Ursula Eggers

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