Bogenhanf – Die passende Pflege für die exotische Zimmerpflanze

Bogenhanf (Sansevieria, auch als 'Afrikanischer Sisal' bezeichnet) ist in den warmen und trockenen Regionen Afrikas, Südeuropas, der arabischen Halbinsel sowie weiten Teilen Asiens weit verbreitet. Die interessante Sukkulente mit ihren dekorativen Blättern und den unterschiedlichen Erscheinungsformen gilt als sehr pflegeleichte Zimmerpflanze. Dennoch sollten Sie einige Pflegetipps beherzigen, damit das exotische Gewächs sich auch bei Ihnen in seiner vollen Pracht entfalten kann.

Bogenhanf gießen
Bogenhanf braucht nicht viel Wasser

Welchen Standort bevorzugt Bogenhanf?

Sansevieria bevorzugt einen halbschattigen bis hellen Standort mit möglichst hoher Luftfeuchtigkeit. Perfekt wäre also ein Plätzchen in einem hellen Tageslichtbad, aber auch auf jedem anderen Fensterbrett fühlt sich das Gewächs wohl. Im Sommer können Sie die Sukkulente auch auf den Balkon oder in den Garten stellen, sofern es warm und sonnig genug ist – die Temperaturen sollten nicht weniger als 12 °C betragen. Grundsätzlich sind auch dunklere Standorte möglich, dann jedoch wächst die Pflanze deutlich langsamer.

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Welches Substrat eignet sich für das exotische Gewächs?

Als typische Sukkulente fühlt sich Bogenhanf in handelsüblicher Sukkulenten- bzw. Kakteenerde wohl. Auch Hydrokultur ist sehr sinnvoll, schont dies doch die feinen Wurzeln des Gewächses.

Wie oft muss man Bogenhanf gießen?

Da Sansevieria in seinen dicken, fleischigen Blättern Feuchtigkeit speichert, muss er nur selten gegossen werden. Überprüfen Sie vor dem Wässern die Trockenheit des Substrates: Erst wenn dieses sich auch in etwa einem Zentimeter Tiefe trocken anfühlt, ist es Zeit zum Gießen. Im Winter sollte noch seltener gegossen werden. Staunässe verträgt Bogenhanf ebenso wenig wie ein Befeuchten bzw. Besprühen der Blätter.

Wann und womit sollte man Bogenhanf düngen?

Auch Nährstoffe speichert die Pflanze in ihren dicken Blättern, weshalb auch das Düngen nur sehr sparsam und eher selten erfolgen sollte. Verwenden Sie höchstens einmal im Monat handelsüblichen Kakteendünger.

Wie geht man am besten beim Umtopfen des Bogenhanfs vor?

Grundsätzlich sollte Sansevieria in einem eher engen und nicht zu hohen Topf stehen. Die Pflanze bildet nur wenige, aber sehr feine Wurzeln sowie Rhizome aus. Letztere sind in der Lage, Töpfe zu sprengen, sofern deren Größe nicht ausreicht. Topfen Sie Bogenhanf also immer dann um, wenn die Rhizome über das Pflanzgefäß hinaus zu wachsen scheinen. Wählen Sie möglichst schwere Töpfe, da das Gewächs sehr kopflastig ist und anderenfalls schnell zu kippen droht.

Kann man Bogenhanf selbst vermehren?

Die Pflanze lässt sich sehr gut durch Blattstecklinge oder aber, bei ausreichender Größe, auch durch Teilung vermehren.

Welche Krankheiten treten häufig beim Bogenhanf auf?

Der robuste Bogenhanf wird eher selten von Schädlingen befallen. Bei sehr trockener Luft besiedeln Wollläuse gern die fleischigen Blätter. Ansonsten werden viele Schäden durch ein Übergießen und Überdüngen verursacht, dann erscheinen die Blätter vergilbt und ohne Kraft. Braune Flecken hingegen weisen auf einen Wassermangel oder aber auf eine Pilzinfektion hin. Pilz- und Bakterieninfektionen sind, insbesondere bei falscher Pflege, keine Seltenheit.

Kann der Bogenhanf im warmen Wohnzimmer überwintern?

Die Pflanze kann ganzjährig im Zimmer kultiviert werden, wobei die Temperaturen in der lichtarmen Zeit idealerweise bei maximal 18 bis 20 °C liegen. Ist es bei Ihnen aber heller, so sollte das fehlende Sonnenlicht durch künstliches Licht imitiert werden.

Tipps

Bogenhanf ist nicht schnittverträglich und sollte daher, sofern die Pflanze zu groß zu werden droht, nicht beschnitten werden. Wählen Sie bei Platzmangel daher lieber eine kleinere Sorte.

Text: Ines Jachomowski

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