Vorsicht: Bogenhanf ist giftig

Afrikanischer Sisal, Bajonettpflanze, Bogenhanf... Sansevieria, wie die beliebte Zimmerpflanze botanisch richtig heißt, hat viele Namen. Einige davon weisen auf die praktische Nutzung derselben in ihrer afrikanischen Heimat hin: Die Fasern mancher Arten werden für Kleidung oder Gebrauchsprodukten wie Matten und Seilen verwendet.

Sansevieria giftig
Alle Pflanzenteile vom Bogenhanf sind giftig

Alle Teile des Bogenhanfs sind giftig

Doch gerade wer kleiner Kinder und / oder Haustiere zu Hause hat, sollte den Bogenhanf entweder aus seiner Wohnung verbannen oder ihn an einen völlig unzugänglichen Ort verfrachten. Alle Teile des Bogenhanfs enthalten giftige Saponine, die das Blut zersetzen können. Nun verspeisen Erwachsene ihre Zimmerpflanzen eher selten im Salat, aber kleine Kinder und Katzen knabbern das verlockende Grün gerne einmal an – gerade letztere, wenn sie nicht ausreichend Katzengras zur Verfügung haben. Bei folgenden Symptomen sollten Sie umgehend stutzig werden:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Krämpfe
  • Durchfall

Lesen Sie auch

Nun sind diese Symptome natürlich ziemlich unspezifisch und bei Kindern können eine ganze Reihe von Krankheiten dahinter stecken. Bei Katzen sind es jedoch oft Vergiftungen. Wenn Sie in beiden Fällen sicher sind, dass es sich um Vergiftungserscheinungen handelt, so rufen Sie bei Kindern umgehend den Giftnotruf an bzw. suchen mit Ihrem Haustier den Tierarzt auf.

Nützlicher Bogenhanf: Sansevieria als Verbesserer der Raumluft

Jedoch hat Bogenhanf nicht nur eine gefährliche, sondern auch eine überaus praktische Seite: Die Pflanze verbessert nachweislich die Raumluft und filtert Giftstoffe aus der Atemluft heraus – übrigens einer der Gründe, weshalb in jede Wohnung Zimmerpflanzen gehören. Sansevierien eignen sich dabei sogar für Menschen ohne grünen Daumen, denn sie gelten als äußerst pflegeleicht und müssen nur selten gegossen werden.

Tipps

Bei einem Verdacht auf Vergiftung geben Sie dem Betroffenen reichlich stilles (kein kohlensäurehaltiges!) Wasser zu trinken, ideal ist auch die Gabe von medizinischer Kohle wie beispielsweise Kohletabletten. Diese binden das Gift und hindert es so, ins Blut überzugehen. Rufen Sie jedoch kein Erbrechen hervor!

Text: Ines Jachomowski

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.