Die Birke im Steckbrief – alles Wissenswerte auf einen Blick

Der Baum mit der markant weiß-schwarzen Rinde beeindruckt durch seine malerische Erscheinung. Grund genug, um die Birke im Steckbrief genauer kennenzulernen: Neben den wichtigsten Daten und Fakten erfahren Sie hier, welche besonderen Eigenschaften die Birke neben ihrer einzigartigen Optik so unverwechselbar machen.

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Birken gehören zu den einheimischen Laubbäumen

Die Birke im Steckbrief kennenlernen

  • Name: Gemeine Birke
  • Wissenschaftliche Bezeichnung: Betula Pendula
  • Alternative Namen: Weiß-Birke, Sand-Birke, Hänge-Birke
  • Anzahl verschiedener Arten: rund 50
  • Familie: Birkengewächse (Betulaceae)
  • Erscheinungsbild: sommergrüner Laubbaum
  • Höhe: 20 bis 30 m
  • Alter: bis rund 150 Jahre
  • Herkunft: einheimisch
  • Verbreitungsraum: Europa, Nordamerika, Asien
  • Bevorzugte Standorte: sonnig bis lichter Halbschatten
  • Boden: trocken bis leicht feucht, sandig bis lehmig
  • Früchte: kleine braun-gelbe Nussfrucht, ca. 2 bis 3 mm, geflügelt
  • Fruchtreife: August bis September
  • Blüten: männliche Kätzchen ca. 10 cm lang und auffällig gelb, weibliche Blüte 2-4 cm und unscheinbar
  • Blütezeit: März bis Mai
  • Blatt: oval bis leicht dreieckig, gesägter Blattrand, wechselständig angeordnet
  • Rinde: weiß mit schwarzen Längsrissen

Wuchsform der Birke

Birken zieren Gärten, Straßen, Parks und Wälder mit einem markanten Erscheinungsbild: Ihr langer, durchgehender Stamm mündet in eine lockere Krone. Besonders charakteristisch ist die meist sehr helle bis leuchtend weiße Färbung der Borke. Überhängende Äste und spitzwinklige Zweige sind überdies typisch für die Betula Pendula. Darüber hinaus erweist sich die Wuchsform als äußerst vielgestaltig. In der Blütezeit fallen die männlichen gelben Kätzchen ins Auge.

Wissenswertes über die Birke

Die Weißbirke ist die in Deutschland am häufigsten vorkommende Birkenart. Für Pollen-Allergiker wird der malerische Baum zwischen März und April allerdings zur Belastung. Denn da die Bestäubung bei Birken ausschließlich über den Wind stattfindet, geben sie verglichen mit sonstigen Bäumen ein besonders hohes Maß an Pollen ab. Aufgrund dieser sehr effektiven Fortpflanzungsmethode zählt die Birke jedoch auch zu den Pionierpflanzen. Ihre Ansprüche an die Beschaffenheit des Bodens sind gering. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass es gerade Birken sind, die als Maibaum aufgestellt einen Liebesbeweis symbolisieren.

Birken verfügen über weibliche sowie männliche Blüten an demselben Baum, sie sind also einhäusig. Bereits nach fünf Jahren bilden sie erstmals Blüten aus, nach etwa zehn Jahren sind freistehende Exemplare geschlechtsreif.

Besondere Eigenschaften

Vor allem für ihre heilkundlichen Effekte sind die Extrakte der Birke, insbesondere aus ihren Blättern sowie der Rinde – bekannt. Die enthaltenen ätherischen Öle und wertvollen Pflanzenstoffe dienen in der Kosmetik zur Pflege von Haut und Haar. Medizinisch können sie entzündungshemmend und harntreibend wirken, was verschiedensten Symptomen etwa bei chronisch entzündlichen Erkrankungen oder Nierensteinen zu Gute kommen kann. Traditionell gehören Entgiftungskuren zu einem beliebten Einsatzgebiet von Birkenblättertees.

Tipps und Tricks

Als der mit Abstand lichthungrigste Waldbaum in ganz Europa gilt die Birke. Darüber hinaus ist sie jedoch sehr pflegeleicht. Mit einem eher geringen Wasserbedarf und einer Frosthärte von -36 bis +40 Grad Celsius kann der Baum extremen Bedingungen standhalten. Je besser aber Licht- und Wasserversorgung, desto üppiger wächst die Birke.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: LFRabanedo/Shutterstock

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