Birke

Birke vermehren: Mit Ablegern zum eigenen Baum

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Die Birke, bekannt für ihre elegante Gestalt und ihr zartes Laub, lässt sich einfach durch Ableger vermehren. Dieser Artikel bietet eine detaillierte Anleitung zur Auswahl geeigneter Triebe, ihrer Vorbereitung und Bewurzelung, bis hin zum Einpflanzen des jungen Birkenbaums in Ihren Garten.

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Ein Ableger sollte unten verholzt und oben grün sein

Geeignete Triebe für Birken-Ableger finden

Um Ihre Birke erfolgreich zu vermehren, sollten Sie bei der Auswahl des Triebes auf bestimmte Eigenschaften achten, die eine gute Bewurzelung begünstigen:

  • Verholzung: Der untere Bereich des Triebes sollte bereits verholzt sein, während die Triebspitze noch frisch und grün aussieht.
  • Augen: Am unteren Teil des Triebes sollten sich mehrere sogenannte „Augen“ befinden, aus denen später die neuen Wurzeln sprießen.
  • Länge: Eine Länge zwischen 10 und 20 Zentimetern ist ideal für einen Birken-Ableger.
  • Triebspitze: Entnehmen Sie den Ableger am besten an der Triebspitze, also an der Stelle, an der der neue Trieb aus dem Ast wächst.

Den Birken-Ableger vorbereiten

Damit der Ableger gut Wurzeln schlagen kann, sind einige Vorbereitungsschritte nötig:

  • Entfernen der Blätter: Entfernen Sie alle Blätter am unteren, verholzten Teil des Ablegers. So kann die Pflanze ihre Energie auf die Wurzelbildung konzentrieren. Kürzen Sie außerdem besonders große Blätter am oberen, grünen Teil des Triebes, um die Verdunstung zu reduzieren und den Ableger vor dem Austrocknen zu schützen.
  • Entfernen der Blütenansätze: Kappen Sie alle vorhandenen Blütenansätze, damit die Birke ihre Kraft vollständig in die Wurzelbildung investieren kann und nicht in die Blütenentwicklung.

Den Birken-Ableger bewurzeln

Den Birken-Ableger bewurzeln

Die richtige Vorbereitung und Umgebung erleichtern die Bewurzelung des Birken-Ablegers erheblich

Die richtige Vorbereitung und Umgebung sind entscheidend für eine erfolgreiche Bewurzelung:

  • Geeignetes Substrat: Verwenden Sie eine lockere Anzuchterde, die eine gute Drainage und Luftzufuhr gewährleistet.
  • Einpflanzen: Setzen Sie den Ableger vorsichtig in die Mitte eines Topfes und bedecken Sie die unteren Knoten mit Erde.
  • Standortwahl: Wählen Sie einen halbschattigen Platz, an dem der Ableger vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist. So vermeiden Sie Stress und Verbrennungen am jungen Gewächs.
  • Feuchtigkeit: Halten Sie das Substrat konstant feucht, aber vermeiden Sie Staunässe, da diese zu Wurzelfäule führen kann.

Den bewurzelten Birken-Ableger einpflanzen

Den bewurzelten Birken-Ableger einpflanzen

Ein großzügiges Pflanzloch schafft die idealen Bedingungen für den Birken-Ableger

Wenn der Ableger gut bewurzelt ist, kann er in Ihren Garten umziehen. Beachten Sie dabei folgende Schritte:

  1. Beurteilung der Wurzelbildung: Wenn die Wurzeln unten aus dem Topf wachsen, ist dies ein gutes Zeichen dafür, dass der Ableger bereit zum Auspflanzen ist.
  2. Vorbereitung des Pflanzlochs: Graben Sie ein großzügiges Pflanzloch, idealerweise doppelt so breit und tief wie der Wurzelballen des Ablegers. Eine Tiefe von einem halben bis einem Meter ist empfehlenswert.
  3. Einsetzen einer Drainageschicht: Eine Schicht aus Sand oder Kies am Boden des Pflanzlochs verbessert die Drainage und verhindert Staunässe.
  4. Pflanzvorgang: Lösen Sie den Ableger vorsichtig aus seinem Topf und setzen Sie ihn mittig in das vorbereitete Pflanzloch. Füllen Sie das Loch anschließend mit Erde auf und drücken Sie diese fest an, um den Ableger zu stabilisieren.
  5. Wässern: Gießen Sie den Boden um den neu gepflanzten Birken-Ableger gründlich, damit die Wurzeln gut anwachsen können.
  6. Stabilisierung: Um den Ableger zusätzlich zu stützen und vor Windbruch zu schützen, können Sie ihn an einem Stützpfahl befestigen. Achten Sie darauf, den Pfahl außerhalb des Wurzelbereichs in die Erde zu treiben, um Beschädigungen zu vermeiden.

Mit diesen Anweisungen geben Sie Ihrem jungen Birkenbaum den optimalen Start in seinem neuen Zuhause und achten Sie dabei darauf, die richtige Jahreszeit zum Pflanzen zu wählen.

Bilder: VLADYSLAV DANILIN / Shutterstock