berberitze-steckbrief
Die Berberitze ist giftig - mit Ausnahme der Früchte

Wunderschön und kratzbürstig – Berberitze im Steckbrief

Innerhalb einer der artenreichsten Gehölzgattungen weltweit, gibt es für jeden Gestaltungswunsch im Garten die ideale Berberitze zu entdecken. Dieser Steckbrief fasst die herausragenden Attribute von Berberis-Arten kompakt zusammen, um interessierten Hausgärtnern das Tor zu öffnen in die wunderbare Welt von Sauerdorn und Artgenossen.

Charakteristika, Herkunft und Eigenschaften im Überblick – Berberitze-Steckbrief

Berberitzen sind die Kosmopoliten im Reich verholzender Pflanzen. Auf nahezu jedem Kontinent sind sie vertreten mit speziellen Arten, die sich dem jeweiligen Klima angepasst haben. Ungezählte Sorten sind aus den schönsten Berberitzen hervorgegangen, die sich in Parkanlagen, Ziergärten und auf Balkonen in Szene setzen. Was die ebenso schönen wie kratzbürstigen Gehölze auszeichnet, fasst der folgende Steckbrief zusammen:

  • Pflanzenfamilie: Berberitzengewächse (Berberidaceae)
  • Gattung: Berberitze (Berberis) mit 500 bis 600 Arten
  • Vorkommen: weltweit, vornehmlich in Asien, Europa und Amerika
  • Wuchs: sommergrüne oder immergrüne Sträucher, selten kleine Bäume
  • Wuchshöhe: 30 bis 300 cm
  • Besonderes Merkmal: ein- bis siebenteilige, kräftige Dornen mit bis zu 5 cm Länge
  • Blätter: einfach, verkehrt eiförmig, gesägter oder dorniger Rand
  • Blüte: gelbe Scheibenblüten von Mai bis Juni, zumeist in dichten Trauben
  • Früchte: rote, 0,5 bis 1 cm lange, dunkelrote Beeren mit wenigen Samen im Herbst, teils genießbar
  • Giftgehalt: leicht giftig in allen Teilen, abgesehen von den Früchten
  • Winterhärte: vollkommen winterhart
  • Standortpräferenzen: sonnig bis schattig, trocken bis mäßig feucht, gerne kalkhaltiger Boden

Berberitze offerieren ein breit gefächertes Spektrum an Verwendungsmöglichkeiten. Majestätische Arten, wie Berberis julianae, fungieren als blickdichte Hecken oder imposante Solitäre. Zwerg-Arten, wie Berberis thunbergii, machen sich als Bodendecker nützlich oder zieren im Kübel den Balkon und die Terrasse. Mittelhoch wachsende Berberitze, wie Berberis frikartii, bereichern die Gartengestaltung als Sichtachse oder dienen als dekorative Raumteiler.

Tipps

Liebäugeln Sie mit der Pflanzung von Berberitzen als Wildobst-Hecke, kommt vornehmlich die Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris) in Betracht. Die laubabwerfende, einheimische Art trägt zu Recht den volkstümlichen Namen Sauerdorn. Im Herbst können Sie die säuerlichen, dunkelroten Beeren ernten und auf mannigfaltige Weise zubereiten.

Text: Paula Jansen Artikelbild: Andr_Bog/Shutterstock

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