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Frostschäden an Azaleen: Erkennen, behandeln und verhindern

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Azaleen stehen in zahlreichen Balkonen, Terrassen, Gärten und Parkanlagen. Nicht alle Arten sind winterhart und müssen vor dem ersten Frost an einen geschützten Standort wechseln. Erfahren Sie hier, was Sie tun können, wenn Ihre Azalee dennoch einen Frostschaden bekommen hat.

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Der Frostschaden wird meist erst beim Austrieb sichtbar
AUF EINEN BLICK
Was tun bei Frostschäden an der Azalee?
Frostschäden an Azaleen zeigen sich in bräunlich-schwarzen Zweigen, vertrockneten Blattspitzen und abgestorbenen Trieben. Um die Pflanze zu retten, sollte man betroffene Teile mit einer scharfen Gartenschere entfernen, bis zum lebendigen Pflanzenteil zurückschneiden und die Azalee ins Winterquartier bringen.

Welche Azaleen müssen vor Frostschäden geschützt werden?

Die meisten Gartenazaleen sind auf die Bedingungen der europäischen Winter angepasst und vertragen Temperaturen bis zu -25 Grad Celsius. Sommergrüne Azaleen, die ihr Laub im Herbst verlieren, sind dabei resistenter als ihre immergrünen Verwandten. Aber auch beispielsweise die Japanische Gartenazalee ist verhältnismäßig unempfindlich gegen Frost.
Zimmerazaleen, die den Sommer auf dem Balkon oder der Terrasse verbringen dürfen, müssen jedoch zwingend vor dem ersten Frost rein geholt werden, damit sie keinen Schaden von den kalten Temperaturen bekommen.

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Wie erkenne ich Frostschäden an der Azalee?

Am besten erkennen Sie Frostschäden im Frühjahr, wenn die Pflanze neu austreiben will. Sind die Zweige bräunlich schwarz und wirken vertrocknet kann dies auf Frostschaden hindeuten. Ein weiteres Indiz sind vertrocknete Blattspitzen oder ganze Blätter und abgestorbene, junge Triebe. Um zu überprüfen, ob Ihre Pflanze geschädigt ist, kratzen Sie achtsam die Rinde etwas ein. Ist es darunter saftig grün, ist der Ast intakt.
Achtung: Eingerollte Blätter sind kein Zeichen eines Frostschadens sondern ein natürlicher Pflanzenschutz und reguliert sich wieder.

Wie rette ich die Azalee nach einem Frostschaden?

Haben Sie einen Frostschaden festgestellt, sollten Sie die betroffenen Teile der Gartenazalee umsichtig mit einer scharfen und sauberen Gartenschere (9,00€ bei Amazon*) entfernen. Dafür sollten Sie erst bis zum Neuaustrieb warten, um eindeutig erkennen zu können, welche Teile irreparabel beschädigt sind. Schneiden Sie bis zum wieder lebendigen Pflanzenteil zurück.
Haben Sie Ihre Topfazalee zu lange draußen gelassen, holen Sie die Pflanze umgehend ins Haus in das Winterquartier. Schneiden Sie sie erst im Frühjahr zurück, wenn Sie die Schäden am Neuaustrieb erkennen.

Wie beuge ich einen Frostschaden an der Azalee vor?

Azaleen in Töpfen oder Kübeln sollten Sie rechtzeitig in ein geschütztes Winterquartier bringen. Eingepflanzte Gartenazaleen sollten winterhart sein. Stärken Sie vor dem Frost noch einmal mit einem Herbstdünger. Sommergrüne Azaleen vertragen mehr Kälte und brauchen im Normalfall keinen weiteren Schutz. Immergrüne Azaleen können an warmen Wintertagen zu viel Wasser durch Verdunstung über die Blätter verlieren und sollten auch dann gegossen werden.
Eine dicke Mulchschicht hält den Boden zusätzlich warm.

Tipp

Wie ein geschütztes Winterquartier für frostempfindliche Azaleen aussieht

Noch vor dem ersten Frost müssen kälteempfindliche Azaleen im Kübel oder Topf an einen geschützten Ort wechseln. Dieser sollte kühl, hell und ohne direkte Sonneneinstrahlung sein. Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad Celsius sind optimal. Zudem sollten Sie kalte Zugluft und warme Heizungsluft unbedingt vermeiden, um ein Austrocknen der Pflanze zu verhindern. Ein geschützter Ort im Treppenhaus oder Flur ist beispielsweise ideal.

Bilder: JK21 / Shutterstock