Das müssen Sie beim Pikieren der Aussaat beachten

Zwischen Winter und Frühling ziehen viele Hobbygärtner ihre Pflanzen auf der Fensterbank oder im Minigewächshaus vor. Damit ist der Anfang gemacht, doch schon nach kurzer Zeit benötigen die Keimlinge erneut Aufmerksamkeit.

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Jungpflanzen brauchen Platz zum Wachsen

Wenn Keimlinge schießen

Häufig wachsen die Sämlinge zu dicht aneinander. Je größer sie werden, desto mehr konkurrieren sie um Licht und Nährstoffe. Dadurch schießen die zarten Pflänzchen in die Höhe. Sie entwickeln keine kräftigen Triebe und das Wurzelwachstum stagniert. Aufgrund der fehlenden Stabilität brechen die Stängel leicht. Um dieses Phänomen zu verhindern, sollten Sie die Umgebungstemperatur etwas kühler halten und die Jungpflanzen rechtzeitig pikieren.

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Richtig umpflanzen

Stechen Sie mit Pikierstab, Schaschlickspieß oder Eisstiel direkt neben die Jungpflanze in das Substrat. Hebeln Sie diese vorsichtig aus der Erde, sodass der Wurzelballen folgt. Es ist wichtig, dass die Sämlinge nicht austrocknen und schnell in die neuen Pflanztöpfe gesetzt werden. Befüllen Sie die Gefäße vorher mit einem nährstoffarmen Gemisch aus Sand und Erde.

Vorgehensweise

Stechen Sie mit dem Stab ein Loch in die Erdmischung. Die Keimlinge werden so tief in das frische Substrat gesetzt, sodass die Keimblätter Kontakt zur Erdoberfläche haben. Damit sich die Wurzeln nicht nach oben biegen, sollten Sie diese vorsichtig mit dem Pikierwerkzeug in die Anzuchterde drücken. Füllen Sie das Pflanzgefäß vollständig auf und streichen Sie die Oberfläche glatt, damit das Gießwasser gleichmäßig versickert.

Bedürfnisse der Sämlinge

Für ein gesundes Wachstum ist es wichtig, dass die Jungpflanzen optimale Umgebungsbedingungen vorfinden. Halten Sie das Substratgemisch konstant feucht. Dazu können Sie eine Handbrause verwenden, damit möglichst wenig Erde weggespült wird. An einem hellen Standort bekommen die Pflänzchen genügend Licht. Direkte Sonneneinstrahlung vertragen die Gewächse nicht, denn hier ist die Gefahr des Austrocknens zu groß.

  • Sommerblüher: ideale Temperatur bei 15 bis 18 Grad Celsius
  • Gemüse: hat ähnliche Wärmeansprüche wie Sommerblumen
  • Zimmerpflanzen: mögen warme Raumluft mit 20 Grad Celsius
  • Tropenpflanzen: fühlen sich bei mindestens 22 Grad wohl

Tipps

Empfindliches Gemüse wie Zucchini oder Kürbis sollte nicht pikiert werden. Achten Sie bei der Aussaat darauf, nur ein Samenkorn pro Pflanzgefäß zu verwenden.

Text: Christine Riel

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