Astern schneiden – wozu, wann und wie?

Astern sind ohne Übertreibung wahre Blühwunder. Das kommt nicht nur der Bienenwelt zugute. Auch Sie können sich an den farbenfrohen und langlebigen Blüten erfreuen. Doch ab und an ist ein Schnitt sinnvoll, um die Blütenflor zu erhalten, zu verlängern, etc.

Aster Rückschnitt
Ein Rückschnitt hält die Aster in Form
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Gründe, die für einen Schnitt sprechen

Astern können im Staudenbeet wahre Giganten werden. Gern nehmen sie eine Wuchshöhe von 150 cm ein und zeigen sich auch in der Breite nicht bescheiden. Das ist auch der erste Grund, warum ein Schnitt kein Fehler ist: Dem Wuchs wird Einhalt geboten. Sie halten Ihre Aster mit dem passenden Schnitt klein und fein. Doch das gilt nur für mehrjährige Arten.

Hier weitere Gründe, die das Schneiden bedeutsam machen (können):

  • Verwendung als Schnittblume
  • Verlängerung der Blütezeit
  • Verhinderung einer Selbstaussaat
  • Sparen von Kräften
  • Verjüngung
  • Gewinnung von Stecklingen zur Vermehrung

Radikalschnitt im Frühjahr

Im Frühjahr sollten Sie Ihre Astern radikal und zwar bis kurz über den Boden zurückschneiden. Hierfür genügt eine herkömmliche Gartenschere. Diesen Radikalschnitt sollten Sie nicht im Herbst vornehmen! Wer die Staude im Herbst herunterschneidet, nimmt ihr ihre Triebe, die sie vor Erfrierungen und Nässe im Winter schützen.

Alle 3 bis 4 Jahre eine Verjüngungskur gönnen

Mit den Jahren werden Astern blühfaul. Da hilft nicht nur eine Teilung des Wurzelstocks. Sie sollten die Staude auch alle 3 bis 4 Jahre an der Oberfläche verjüngen. Dazu werden einfach stark verholzte und alt erscheinende Teile der Pflanze vollständig entfernt.

Während der Blütezeit alte Blüten regelmäßig abschneiden

Ob Frühlings-, Sommer-, Herbst- oder Winter-Aster – wenn Sie die alten Blüten der Pflanze während der Blütezeit regelmäßig abschneiden, bilden sich neue Blüten heraus. Zudem muss die Aster keine unnötige Energie in die Produktion von Samen investieren. Sie bleibt blühfreudiger.

Ein Sommerschnitt zum Anregen einer besseren Verzweigung

Bei Raublatt- und Glattblattastern ist zudem ein Schnitt im Sommer zu empfehlen. Schneiden Sie etwa im Juni die Gewächse um ein Drittel zurück. Daraufhin verzweigen sie sich besser und somit entsteht mehr Platz für Blüten.

Schneiden, um Stecklinge zu gewinnen

Nicht zuletzt dürfen Sie zur Schere greifen, um Triebe für Stecklinge zu erhalten. So geht’s:

  • 10 cm lange Triebe abschneiden
  • untere Blätter entfernen
  • in Töpfe mit Anzuchterde stecken (gern ein Mix aus Sand und Erde)
  • Substrat befeuchten
  • Plastiktüte darüber stülpen
  • auf gleichmäßige Feuchtigkeit achten
  • im ersten Winter schlecht winterhart, daher überwintern
  • im Mai auspflanzen

Tipps

Als Schnittblumen sind Astern gut und lange in der Vase haltbar. Doch seien Sie nicht zu übermütig! Asternblüten stellen im Herbst eine bedeutsame Bienenweide dar.

Text: Anika Gütt

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