Welche Schädlinge kommen im Aquarium vor?

Die Begleitfauna im Aquarium setzt sich aus Nützlingen und Schädlingen zusammen. Für den Laien ist es nicht einfach, diese Organismen voneinander zu unterscheiden. Schädliche Wasserlebewesen können frei beweglich oder festsitzend sein. Sie stellen meist eine Gefahr für die Fauna dar.

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Planarien schaden Schnecken und Garnelen

Planarien

Diese Platt- oder Strudelwürmer leben räuberisch und kommen häufig in Aquarien vor. Sie sind schnell und erbeuten flinke Beutetiere wie Bachflohkrebse oder Wasserasseln, denen sie lähmende Stoffe und Verdauungssäfte injizieren. Plattwürmer stellen eine Gefahr für Schnecken und Garneleneier dar.

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Die meisten Arten sind bräunlich bis weiß und können bis zwei Zentimeter lang werden. Die lichtempfindlichen Wasserlebewesen bevorzugen dunklere Bereiche. Sie sind leicht zu verwechseln mit harmlosen Scheibenwürmern, die jedoch im Gegensatz zu Planarien keine Augen- und Schlundflecke oder einen verästelten Darm besitzen.

Bekämpfung

Spezielle Planarienfallen werden mit proteinhaltigem Futter gefüllt und im Wasser versenkt. Entfernen Sie die Falle nach einem Tag und entsorgen Sie die Schädlinge. Zu den natürlichen Fressfeinden gehören Tiger-Zwegschmerlen, die auch für kleinere Aquarien geeignet sind, oder die räuberisch lebende Rotpunktgrundel. Die vier Zentimeter langen Organismen sind Gruppentiere und fühlen sich Schwärmen von mindestens fünf Tieren wohl. Garnelen sind keine guten Mitbewohner, denn diese dienen als Lebendfutter.

Schneckenegel

Die tropfenförmigen und bis drei Zentimeter langen Tiere sind je nach Art weißmilchig oder grünlich bis braunrot gefärbt. Sie haben eine vergleichsweise harte Oberfläche und rollen sich bei Gefahr zu einem Igel ein. Typisch ist ihre Fortbewegungsart, die an eine Spannerraupe erinnert. Sie saugen Schnecken aus und ernähren sich von Würmern. Da die Aquarienschädlinge vereinzelt auftreten, lassen sie sich gut absammeln.

Hydren

Diese Süßwasserpolypen sind bedeutsame Schädlinge in der Garnelenzucht. Sie besiedeln exponierte Stellen wie Steine und Aquariendekoration, um mit ihren Fangarmen Beutetiere zu greifen. Ausgedehnte Hydrenbestände bedeuten Stress für Garnelen, da sie keinen Platz zum Niederlassen finden. Die Lebewesen können bis zwei Zentimeter lang werden. Solche außergewöhnlich großen Exemplare stellen eine Gefahr für kleine Fischbruten dar.

Maßnahmen

Wenn Sie eine Hydra mit der Hand von der Aquariumscheibe zupfen, können einzelne Zellen zurückbleiben und zu einem neuen Organismus heranwachsen. Schaben Sie die Schadlebewesen stattdessen mit einem scharfen Klingenreiniger ab und saugen Sie diese mit einem Schlauch ein.

Libellenlarven

Heimische Arten stehen unter Naturschutz und deuten auf eine gute Qualität von Gewässern hin. Im abgeschlossenen Aquarium stammen 98 Prozent aller Libellenarten aus asiatischen Regionen, die durch Wasserpflanzen eingeschleppt werden. Wenden Sie sich an einen Experten, um die Art eindeutig zu identifizieren. Handelt es sich um nicht einheimische Exemplare, lassen sich diese mit einem Kescher aus dem Wasser fangen.

Aussehen und Lebensweise:

  • typisch sind Mundwerkzeuge, die zu Fangarmen ausgebildet sind
  • bewegen sich mit drei Beinpaaren fort
  • ernähren sich räuberisch von Jungfischen und Garnelen
  • führen eine versteckte Lebensweise

Text: Christine Riel
Artikelbild: Vojce/Shutterstock

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